Nie mehr 1. Liga? – Saisonrückblick 2011/12

Mit einer historisch schlechten Saison verabschiedete sich der FCK aus der Bundesliga – bis heute. Ein Rückblick auf den Anfang vom Ende. Die Ausgangslage Nachdem der FCK die Vorsaison durch einen überragenden Endspurt noch auf einem starken 7. Platz beendet hatte, war die Hoffnung groß, dass er sich auch in der kommenden Saison aus dem Abstiegskampf heraushalten könne. Doch im Sommer 2011 verlor der FCK zwei elementare Stützen. Ivo Iličević wechselte für vier Millionen zum HSV und Toptorjäger Srđan Lakić schloss sich ablösefrei den Wölfen aus der Autostadt an. Zudem verließen Adam Nemec und Jiří Bičák im Winter den Verein ablösefrei. Im Sommer war Itay Shechter der Königstransfer. Für 2,5 Millionen Euro wechselte er von Hapoel Tel Aviv zum FCK. Weitere Transfers in diesem Sommer sind unter anderem Sandro Wagner, der von Werder Bremen ausgeliehen wird, sowie Richard Sukuta-Pasu und Konstantinos Fortounis, der für 250.000 Euro von Asteras Tripolis kommt. Der Kader Im Tor startet der junge Kevin Trapp als Nummer eins in die Saison. Er hatte bereits zum Ende der Vorsaison Tobias Sippel aus dem Tor verdrängt. In der Viererkette herrschte selten die gewohnte Kontinuität. Einzig Florian Dick war gesetzt. In der Innenverteidigung war es ein Dreikampf zwischen Rodnei, Amedick und Abel. Auf der linken Seite duellierten sich Bugera und Jessen um den Stammplatz. Im Winter verließ Amedick den FCK und wechselte zu Eintracht Frankfurt. Für ihn kam Ariel Borysiuk für 2 Millionen Euro. Im zentralen Mittelfeld spielten meist Kirch und Tiffert, etwas offensiver oder auf dem Flügel Pierre de Wit. Auf der Außenbahn wurden ebenfalls Sahan, Sukuta-Pasu und Julian Derstroff eingesetzt. Meistens spielte der FCK mit einer Doppelspitze, bestehend aus Itay Shechter und wahlweise Dorge Kouemaha oder Sandro Wagner. Der Saisonverlauf Der FCK startete holprig in die Saison. Nach der Auftaktniederlage gegen Bremen folgten zwei Unentschieden gegen Augsburg und Köln. Als daraufhin noch zwei weitere Niederlagen gegen die Bayern und Gladbach folgen, wird die Luft am Betzenberg zum ersten Mal dünner. Am 6. Spieltag folgt endlich der erste Saisonsieg gegen Mainz. Nach einem frühen Rückstand durch Choupo-Moting dreht der FCK dank eines Eigentors von Bo Svensson und Treffern von Shechter und Tiffert die Partie. Doch die Freude währte nur kurz, denn der FCK verlor die nächsten beiden Spiele gegen Wolfsburg und Stuttgart. Schon am 8. Spieltag war klar: Es hakt in der Offensive. Lediglich fünf Tore in den ersten acht Spielen. Ein Trend, dem man kurzzeitig mit zwei Siegen gegen Schalke und Freiburg entgegenwirken kann – doch über die gesamte Saison gesehen wird die Offensive zum Hauptproblem der Roten Teufel. Die gute Nachricht: Von Spieltag 11 bis 19 verliert man nur zwei Spiele. Die schlechte: Man gewinnt kein einziges. Der FCK gewinnt zu selten und spielt zu oft unentschieden. Auch in den nächsten sieben Spielen schafft es das Team unter Marco Kurz nicht, ein Spiel zu gewinnen, sodass der FCK nach dem 26. Spieltag die Reißleine zieht. Nach der 1:4-Niederlage gegen Draxler, Raúl und Co. muss Marco Kurz gehen. Für ihn kommt Krassimir Balakov. Wirklich krass ist allerdings nur der Fehlstart, den Balakov hinlegt. Fünf Niederlagen am Stück bringen den FCK Stück für Stück an den Abgrund. Ausgerechnet am 32. Spieltag, als der FCK nach 22 Spielen mit einem 2:1-Sieg gegen Hertha wieder einen Sieg einfahren kann, ist der Abstieg des FCK auch rechnerisch besiegelt. Damit steigt der FCK mit 23 Punkten und lediglich 24 Toren ab und spielt die historisch schlechteste Bundesligasaison. Ein Vorgeschmack auf die kommenden Jahre. Die Treffpunkt-Betze-Awards der Saison: Spieler der Saison: Florian DickTor der Saison: Julian Derstroff gegen LeverkusenTrikot: Heim: 7/10 | Auswärts: 6/10Lichtblick der Saison: FCK-Torwartschule Wahrscheinlichkeit, nach dem dritten Bier über die Mannschaft zu schwärmen: 0% Quelle: Treffpunkt Betze
Als Tiffert, Lakic und Co in der Bundesliga zauberten – Saisonrückblick 2010/2011

Der FCK zum letzten Mal erfolgreich auf Deutschlands größter Fußballbühne. Ein Rückblick auf die Saison 2010/2011. Die Ausgangslage: Als Aufsteiger stand das erfolgreiche Gerüst aus der Vorsaison bereits. Nun galt es, die geliehenen Leistungsträger auch fest zu verpflichten. So kamen Ivo Iličević und Rodnei für jeweils knapp 500.000 Euro fest von ihren Stammclubs. Der Top-Transfer mit einer Ablöse von 850.000 Euro ist in diesem Sommer Jan Simunek, der in dieser Saison lediglich acht Spielminuten im DFB-Pokal sammelt und danach für insgesamt über 400 Tage mit einer Adduktorenverletzung ausfällt. Des Weiteren kamen Stiven Rivic und Leon Jessen für jeweils 800.000 Euro. Die wahren Königstransfers tätigte der FCK jedoch ablösefrei. Christian Tiffert und Oliver Kirch sowie Jan Moravek, der vom FC Schalke ausgeliehen wurde, kommen zum Nulltarif. Ersterer bestritt mit Abstand die meisten Spielminuten in dieser Saison und wurde auf Anhieb zum Leistungsträger. Auf der Abgangsseite hatte der FCK lediglich Erik Jendrisek zu verzeichnen. Der Kader: Zu Beginn der Saison hütete Tobias Sippel das Tor des 1. FC Kaiserslautern, doch bereits das nächste FCK-Talent scharrte mit den Hufen. Kevin Trapp rückte am 26. Spieltag aufgrund einer Grippeerkrankung von Sippel ins Tor und blieb bis zum Saisonende gesetzt. Die starke Abwehr der Vorsaison blieb weitestgehend unverändert, lediglich Neuzugang Leon Jessen verdrängte Alexander Bugera aus der Viererkette, die sonst aus Rodnei, Martin Amedick und Florian Dick bestand. Im zentralen Mittelfeld spielten meist Jan Moravek, Oliver Kirch und Christian Tiffert. Zudem startete der junge Grieche Thanos Petsos in einigen Spielen. Jan Moravek sammelte insgesamt sieben Scorerpunkte. Das ist keine schlechte Leistung, wirkt jedoch fast schon lächerlich, wenn man die Zahlen von Christian Tiffert sieht. In Liga und Pokal gab das „Gehirn” der FCK-Mannschaft insgesamt 19 Vorlagen. Quasi der Betzenberg de Bruyne. Star der Mannschaft war für viele dennoch ein anderer: Srdjan „Lucky“ Lakic. Der Mann, der schneller trifft als sein Schatten. Er erzielte 16 Tore in der Bundesliga und sieben weitere im Pokal. Neben ihm trugen sich auch Ivo Iličević und Erwin Hoffer mit zwölf bzw. neun Scorerpunkten in die Liste der offensiven Leistungsträger ein. Der Saisonverlauf: Zurück in der Bundesliga, erster Spieltag auswärts in Köln. Alles ist angerichtet für eine erfolgreiche Rückkehr. Nach neunzig Sekunden fliegt der Kölner Mohamad mit Rot vom Platz. Doch nur wenige Minuten später trifft Milivoje Novaković zur Kölner Führung. Lange sieht es so aus, als könnten die Roten Teufel ihre Überzahl nicht nutzen. Doch ein Doppelpack von Lakic und ein Tor von Iličević in der Schlussphase lassen Kaiserlautern schließlich doch noch jubeln. Eine Woche später. Die Bundesliga ist zurück auf dem Betzenberg. Der Gegner ist der einzige Club der nicht willkommen und dessen Mannschaft nicht gern gesehen ist auf dem Betzenberg. Die Bayern. 50.000 Zuschauer, Flutlicht, Choreos, alles angerichtet für den Mythos Betzenberg. Und der Mythos schlägt zu. In der 33. Minute schießt Ilicevic den Ball aus 20 Metern in den Winkel. Keine sechzig Sekunden später steht Lakic frei vor Hans-Jörg Butt. Der FCK gewinnt 2:0, grüßt von ganz oben und ist im Fußballhimmel. Doch auf den Höhenflug folgt die Bruchlandung. Acht Spiele, kein Sieg, sieben Niederlagen. Daraufhin gelingt mit einem 3:0 gegen Gladbach der kurzfristige Befreiungsschlag. Es folgt eine bessere Phase der Saison, die mit dem 5:0 gegen den FC Schalke 04 auf dem Betzenberg gipfelt. Zur Winterpause liegt der FCK mit 21 Punkten auf Platz 12 und damit voll im Soll. Doch der FCK kommt träge aus der Winterpause. Acht Spiele ohne Sieg bedeuten den Absturz in den Tabellenkeller. Es braucht eine Trendwende. Und der FCK liefert diese. In den letzten neun Spielen der Saison gewinnt der FCK sieben Mal und beendet die Saison ungefährdet auf dem siebten Platz mit 46 Punkten. Damit ist dies die zweitbeste Saisonplatzierung des FCK in diesem Jahrtausend und bis heute das letzte Mal, dass der FCK den Klassenerhalt in der Bundesliga geschafft hat. Die Treffpunkt-Betze-Awards der Saison: Spieler der Saison: Srdjan LakicTor der Saison: Ivo Iličević gegen die Bayern Trikot: Heim: 10/10 | Auswärts: 8/10Meiste Aura: Christian Tiffert im Langarm-TrikotWahrscheinlichkeit, nach dem dritten Bier über die Mannschaft zu schwärmen: 101 %