Auf Pokalkater folgt Ligaalltag: Gelingt die nächste Überraschung?

Trotz des Einzugs ins Pokalfinale hat der Klassenerhalt oberste Priorität. Den positiven Schwung will Funkel dennoch mit nach Hamburg nehmen, wo der Trainer vermutlich rotieren wird. Gegen den 1. FC Saarbrücken bezeichnete FCK-Trainer Friedhelm Funkel seine Mannschaft als klaren „Underdog“. Während diese Aussage im Vorfeld der Halbfinalbegegnung wohl eher taktische Gründe hatte, ist es beim Gastspiel der Roten Teufel beim Hamburger SV tatsächlich so. Die Pfälzer treffen auf eine Spitzenmannschaft, die allerdings zuletzt etwas aus dem Tritt geraten ist. Betze-News direkt aufs Smartphone? Kein Problem mit unserem Whatsapp-Channel: https://bit.ly/betze_whatsapp Hamburger SV: Rückschritt unter Baumgart? Der bisherige Saisonverlauf des Hamburger SV war bis zuletzt von einer konstanten Platzierung in der Spitzengruppe geprägt. Mit einem spektakulären 5:3-Auftaktsieg gegen den FC Schalke 04 starteten die Hamburger in die aktuelle Zweitligasaison und etablierten sich mit 13 Punkten aus den ersten fünf Spielen direkt in der Spitzengruppe. Erst nach dem 19. Spieltag rutschte der HSV durch eine spektakuläre 3:4-Niederlage gegen den Karlsruher SC kurzzeitig von den Aufstiegsrängen. Es folgten ein 1:2-Auswärtssieg bei Hertha BSC und eine 3:4-Heimniederlage, ehe der HSV die Reißleine zog und Tim Walter beurlaubte. Mit Steffen Baumgart wurde zwar ein prominenter Name verpflichtet, doch die Ergebnisse blieben aus. In den ersten fünf Pflichtspielen gelangen Baumgart lediglich zwei Siege gegen die Drittliga-Aufsteiger Eversberg und Wiesbaden – zu wenig für die Ansprüche der Hansestädter. Auch der einst ansehnliche Fußball von Tim Walter ist verpufft, der Effekt des Trainerwechsels scheint vorerst ausgeblieben zu sein. Aktuell rangieren die Hanseaten nach dem 27. Spieltag mit 45 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz. Der Abstand zu den direkten Aufstiegsplätzen wird immer größer, so dass nun der Relegationsplatz das erklärte Ziel ist. // Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen. Die Stärken des HSV liegen unbestritten in der Offensive sowie in der Zweikampfstärke. Mit 421 Torschüssen, rund 57 erwarteten Toren und einer Passquote von 85,7% gehören sie in fast allen Offensivstatistiken zu den Topteams der Liga. Mit saisonübergreifend 2795 gewonnenen Zweikämpfen gehören sie auch defensiv zur Spitzengruppe. Sowohl unter Walter als auch unter Baumgart agieren die Rothosen meist in einem 4-3-3 sehr ballsicher, aktiv und mit vielen Flanken. Neben den verletzungsbedingten Ausfällen von Stephan Ambrosius (Aufbautraining) und Ignace van der Brempt (muskuläre Probleme) muss der HSV auch auf die beiden Stammspieler Miro Muheim (5. Gelbe Karte) und Top-Torjäger Robert Glatzel (krank) verzichten. Himmelmann bleibt im FCK-Tor, Ache kehrt zurück Stammkeeper Julian Krahl fällt wegen seiner Mitte März in Hannover erlittenen Handverletzung noch mindestens zwei Spiele aus und wird wie gewohnt von Robin Himmelmann im Tor vertreten. Wie die Rheinpfalz berichtet, handelt es sich offenbar um einen Bruch des Handgelenks. Auch aus dem Pokalspiel gegen Saarbrücken hat der FCK einige kleinere Blessuren davongetragen, so dass eine größere Rotation in der Startformation nicht auszuschließen ist. Cheftrainer Friedhelm Funkel hat sich aber noch nicht endgültig festgelegt und will die verbleibenden Trainingseinheiten bis zum Abflug am Freitag abwarten. Veränderungen auf mehreren Positionen hält er aber für möglich. Sicher ist hingegen, dass Torjäger Ragnar Ache nach seinem Muskelfaserriss wieder einsatzbereit ist und in die Startelf zurückkehren wird. Spektakuläres Hinspiel Das Hinspiel auf dem heimischen Betzenberg endete trotz einer zwischenzeitlichen 3:1-Führung des FCK durch Tore von Boris Tomiak, Marlon Ritter und Terrence Boyd mit einem 3:3- Unentschieden. Im Volksparkstadion sind die Roten Teufel nun gefordert, nachzulegen und wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sammeln. Denn auch wenn Funkel immer wieder betont, dass alle Spiele zwar wichtig, aber noch nicht entscheidend sind: Für den 1. FC Kaiserslautern zählt derzeit jeder Punkt. Für alle Daheimgebliebenen gibt es das Spiel wie gewohnt auf Sky oder bei OneFootball im Livestream. Quelle: Treffpunkt Betze
Dominik Schad: “Wurde beim FCK zu dem Spieler, der ich jetzt bin”

Drei Fragen, drei Antworten: Dominik Schad über den Weg zurück nach langwierigen Verletzungen, seine Zeit beim FCK und den Konkurrenzkampf unter neuen Trainern. Kaum ein Spieler wurde so herzlich vom Betzenberg verabschiedet wie Dominik Schad im Mai 2023. Der Dauerbrenner zeigte stets hundertprozentigen Einsatz für die Roten Teufel und kämpfte sich in seiner Karriere immer wieder von schweren Verletzungen zurück. Mittlerweile hat der 27-Jährige in Münster bei Ex-FCK-Coach Sascha Hildmann Fuß gefasst und steckt mit den Adlern mitten im Aufstiegskampf der 3. Liga. In unserem heutigen Dreierpack spricht Schad über den Umgang mit schweren Verletzungen, die Zusammenarbeit mit Sascha Hildmann und seine Zeit bei FCK. Betze-News direkt aufs Smartphone? Kein Problem mit unserem Whatsapp-Channel: https://bit.ly/betze_whatsapp “Der Aufstieg war der perfekte Abschluss” Treffpunkt Betze: Hallo Dominik, wie blickst du auf die vergangene Saison (2022/23) zurück, die für dich das Ende von fünf Jahren auf dem Betzenberg bedeutete? Dominik Schad: Die Jahre beim FCK waren eine sehr prägende Station für mich. Es war meine erste Profistation, bei der ich regelmäßig spielen durfte und schlussendlich auch zum Stammspieler wurde. Ich bin zu dem Spieler geworden, der ich jetzt bin und hatte eine wunderschöne Zeit. Der Aufstieg und die sichere Zweitligasaison waren ein perfekter Abschluss. “Bei einem Trainerwechsel werden die Karten neu gemischt” Treffpunkt Betze: Obwohl die Zeit auf dem Betze schön war, war sie auch turbulent. Seit deiner Ankunft im Jahr 2018 hattest du sechs verschiedene Trainer. Wie schwer ist es, sich unter jedem Trainer neu zu beweisen? Wie sehr hilft es dir bei deiner aktuellen Station (Preußen Münster) dass du mit Sascha Hildmann einen Trainer hast, der dich kennt? Dominik Schad: Ein Trainerwechsel ist immer schwierig, egal ob für Spieler, Mannschaft oder den gesamten Verein. Zudem sprechen viele Trainerwechsel meistens gegen die Mannschaft und dich als Spieler, da es dann nicht so läuft wie gewünscht. Jeder neue Trainer bringt jedoch auch neue Chancen mit sich. Die Karten werden neu gemischt, und besonders Spieler, die weniger berücksichtigt wurden, können profitieren. Hier habe ich immer das Beste für mich mitgenommen und konnte mich dann doch oft durchsetzen. Ich habe immer mein Bestes gegeben und 100% Einsatz gezeigt. Natürlich kann man nur die eigene Leistung beeinflussen. Hier in Münster hat mir Sascha Hildmann als ‘alter Bekannter‘ die Eingewöhnungszeit verkürzt. So habe ich mich relativ schnell zurechtgefunden, da ich mit vielen Abläufen bereits vertraut bin. “Der Kopf spielt eine wichtige Rolle” Treffpunkt Betze: Du hattest in deiner Karriere schon mehrere größere Verletzungen (Mittelfußbruch, Wadenbeinbruch und Innenbandriss im Knie). Trotzdem hast du dich immer wieder zurückgekämpft. Was gibt dir bei solchen Diagnosen Zuversicht, wieder den Weg auf den Platz zu finden? Dominik Schad: Natürlich wünscht sich niemand Verletzungen. Es ist immer wieder eine harte Zeit, wenn man bei null anfangen und den Weg zurückfinden muss. Ich habe in der Vergangenheit mehrmals bewiesen, dass ich dazu in der Lage bin. Natürlich benötigt es immer Zeit, um dieses Ziel zu erreichen. Eine wichtige Rolle spielt hierbei der Kopf, der wieder frei werden muss. Trotzdem spürt man die Auswirkungen jeder Verletzung im eigenen Körper, da die Einschränkungen mit jeder Verletzung zunehmen. Allerdings entwickelt man eine gewisse Routine und lernt seinen Körper besser kennen insbesondere während der Reha, wenn man besonders auf ihn achtet. Ich habe positive Schlüsse gezogen und versuche in Zukunft, meinen Körper an die Bedingungen anzupassen. Treffpunkt Betze: Vielen Dank für deine Zeit und weiterhin viel Erfolg in Münster! Quelle: Treffpunkt Betze