DANKE Friedhelm: Der Heiland sagt Tschüss zum FCK

Friedhelm Funkel beendet zum Saisonende seine Trainertätigkeit beim FCK, weil ihm die Kraft zum Weitermachen fehlt. Eine Danksagung an den 70-Jährigen und seinen Co-Trainer Matthias Lust. Die Zeit von Friedhelm Funkel als Trainer des 1. FC Kaiserslautern geht nach dem großen Pokalfinale in Berlin zu Ende. „Die letzten Wochen waren für mich aber auch sehr intensiv und emotional. Deshalb werde ich nach dieser Saison erstmal zur Ruhe kommen und im Kreise meiner Familie und Freunde neue Kraft tanken“, begründet der scheidende Trainer seine Entscheidung. Eine absolut nachvollziehbare Begründung, die dennoch von vielen FCK-Fans bedauert wird. Durch seine ruhige und sachliche Art sowie den geglückten Klassenerhalt haben ihn viele Anhänger der Roten Teufel ins Herz geschlossen. Doch bei allen Emotionen rund um die Bekanntgabe seines bevorstehenden Abschieds sollte eines nicht zu kurz kommen: Der Dank an Funkel und seinen Assistenten Matthias Lust. Betze-News direkt aufs Smartphone? Kein Problem mit unserem Whatsapp-Channel: https://bit.ly/betze_whatsapp Ein Engagement mit gewissem Risiko Der Trainerjob bei den Roten Teufeln war für Friedhelm Funkel eine Herzensangelegenheit, wie er auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Braunschweig verkündete: „Ich habe immer betont, dass der FCK ein Verein ist, der mir am Herzen liegt. Ich habe meine Zeit als Spieler hier sehr genossen und es war immer ein Wunsch von mir, eines Tages als Trainer auf den Betze zurückzukehren.“ Und genau diese Liebe zum FCK kauft man dem Rheinländer voll und ganz ab, denn man muss schon verrückt sein, um einen Verein zu übernehmen, der mitten im Abstiegskampf steckt und in der laufenden Saison bereits zwei Trainer verschlissen hat. Die Stimmung in der Mannschaft und vor allem bei den Fans war spürbar angespannt, doch davon ließ sich Funkel nicht abschrecken. Sein Engagement als Trainer war durchaus mit einem gewissen Risiko verbunden, schließlich hätte er, wenn auch nicht hauptverantwortlich, der Trainer sein können, mit dem die Roten Teufel zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte in die Drittklassigkeit abstürzen. In den Köpfen mancher Fans wäre er dann nicht mehr nur einer der Helden gegen Real, sondern eben auch der Trainer, der es trotz aller Bemühungen nicht geschafft hat, den FCK zu retten. Umso schöner ist es jetzt, dass er den Klassenerhalt geschafft hat und mit dem DFB-Pokalfinale noch einmal ein großes Highlight erleben darf. Mitten im Abstiegskampf gekommen, die Mannschaft stabilisiert, den geliebten FCK gerettet und mit dem DFB-Pokalfinale die Amtszeit beendet – einen schöneren Abschluss kann man sich kaum vorstellen. // Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen. Die Rückkehr der Ruhe Als Friedhelm Funkel und sein Co-Trainer Matthias Lust ihre Arbeit beim FCK aufnahmen, stand die Mannschaft nach einer unerklärlich schwachen zweiten Halbzeit im Heimspiel gegen den SC Paderborn punktgleich mit dem Vorletzten auf dem Relegationsplatz und stellte mit 43 Gegentoren in 21 Spielen die schlechteste Abwehr der Liga. Immer wieder betonte Funkel, dass er davon überzeugt sei, dass der FCK definitiv nicht absteigen werde, er gab den Fans regelrecht ein Versprechen. Im Gegenzug forderte er das volle Vertrauen der Fans und der Mannschaft ein, das ihm auch entgegengebracht wurde – und er sollte recht behalten, er rettete die Mannschaft vor dem Abstieg. Vor allem aber sorgte er intern dafür, dass die Mannschaft und auch die Fans trotz Rückschlägen wie der 0:4-Klatsche gegen den KSC oder dem enttäuschenden 1:1 gegen Wehen Wiesbaden nicht die Ruhe verloren. Nichts, aber auch gar nichts konnte Funkel auf seinem Weg aus der Ruhe bringen. Eine Tatsache, die sich im Abstiegskampf als enorm wichtig erwies. Friedhelm Funkel hat gezeigt, wie wertvoll es ist, wenn ein Trainer die Ruhe bewahrt und sich trotz aller Widrigkeiten nicht entmutigen lässt. Danke Friedhelm! „Ich bin nicht der Heiland“, diese Worte wählte Funkel bei der Pressekonferenz zu seinem Amtsantritt im Februar. Fast auf den Tag genau drei Monate später kann man sagen, dass er damit durchaus falsch lag. Funkel hat den Klassenerhalt geschafft, an den viele Fans der Roten Teufel nach der zweiten Trainerentlassung der Saison und zahlreichen unfassbar schwachen Auftritten der Mannschaft nicht mehr geglaubt hatten. Fünf Siege, drei Unentschieden, fünf Niederlagen lautet die bisherige Bilanz des 70-Jährigen. Doch noch ist die Saison nicht zu Ende und vielleicht gelingt Funkel am 25. Mai ein letzter großer Coup, um sich endgültig zum Heiland zu küren. Doch egal, wie das Finale ausgeht: Vor dem 70-Jährigen und dem gesamten Trainerteam kann man sich nur verneigen und ihnen für den Klassenerhalt danken. Danke für deinen Einsatz, Friedhelm, und genieße deinen wohlverdienten Ruhestand. Zur Person: Insgesamt 89 Mal trug Friedhelm Funkel in seiner aktiven Zeit das Trikot der Roten Teufel. Dabei erzielte der Offensivspieler 33 Tore, vor allem sein Doppelpack beim legendären 5:0-Heimsieg im Viertelfinal-Rückspiel des UEFA-Pokals gegen Real Madrid machte ihn zu einem Helden des Vereins. Auf die Trainerbank des 1. FC Kaiserslautern hat es den gebürtigen Neusser trotz seiner langen Trainerkarriere nie verschlagen, doch diesen Traum konnte er sich nun zum Ende seiner Karriere erfüllen. Quelle: Treffpunkt Betze
Es geht noch um was: FCK ohne vier gegen Braunschweig

Zum Saisonfinale trifft der FCK auf Eintracht Braunschweig. In seinem letzten Ligaspiel als FCK-Trainer muss Friedhelm Funkel seine Mannschaft auf einigen Positionen verändern. Obwohl die Roten Teufel im Spiel bei Hertha BSC Berlin nicht an die Leistungen der Vorwochen anknüpfen konnten, durften die Mannen von FCK-Trainer Friedhelm Funkel den vorzeitigen Klassenerhalt feiern. Durch die Niederlagen von Hansa Rostock (1:2 auf Schalke) und Wehen Wiesbaden (0:1 in Braunschweig) geht der FCK mit einem Vier-Punkte-Polster in den letzten Spieltag und kann nicht mehr auf einen der letzten drei Plätze zurückfallen. Das Saisonfinale gegen Eintracht Braunschweig dürfte allerdings kein freundschaftlicher Sommerkick werden. Die beiden Tabellennachbarn kämpfen in diesem Spiel um gute Startbedingungen für den nächsten DFB-Pokalwettbewerb und um Mehreinnahmen durch TV-Gelder. Gründe genug, nichts abzuschenken. Betze-News direkt aufs Smartphone? Kein Problem mit unserem Whatsapp-Channel: https://bit.ly/betze_whatsapp Letztes Spiel als FCK-Trainer Das Spiel gegen Braunschweig ist gleichzeitig das letzte Ligaspiel der Roten Teufel unter Trainer Friedhelm Funkel. „Es hat mir hier sehr, sehr viel Spaß gemacht. Ich habe von Anfang an ein unglaubliches Vertrauen gespürt. Die Arbeit hier war anstrengend, nicht immer einfach, aber am Ende haben wir unsere Ziele erreicht. Die Zeit als FCK-Trainer hat mich sehr viel Kraft gekostet und jetzt brauche ich etwas Zeit, um neue Kraft zu tanken. Wenn ich mich etwas erholt habe, kann es aber durchaus sein, dass ich wieder irgendwo als Trainer einspringe“, sagte der scheidende FCK-Trainer im Rahmen der Spieltags-Pressekonferenz. „Wir wollen das Spiel gewinnen“ Funkel ist sich der Ausgangslage für die Begegnung am Sonntag bewusst und erwartet ein Spiel auf Augenhöhe, in dem keine Mannschaft zurückstecken wird. „Die Braunschweiger haben in der Rückrunde Fantastisches geleistet. Die Mannschaft war in den Augen vieler schon abgestiegen, aber das Trainerteam dort hat Unglaubliches vollbracht. Sie haben eine sehr spielstarke Mannschaft und verfügen über ein schnelles Umschaltspiel“, drückt Funkel seinen Respekt vor dem kommenden Gegner aus. Gleichzeitig betont er, dass seine Mannschaft die Partie nicht auf die leichte Schulter nehmen wird. „Wir wollen das Spiel gewinnen. Ich hoffe, dass es ein abwechslungsreiches Spiel wird, in dem viele Tore fallen und wir am Ende eines mehr geschossen haben.“ Zimmer, Zolinski, Elvedi und Ache fallen aus Filip Kaloč, der in Berlin wegen seiner fünften Verwarnung zum Zuschauen verdammt war, steht seinem Trainer am Sonntag ebenso wieder zur Verfügung wie der wiedergenesene Daniel Hanslik. Definitiv ausfallen werden dagegen die beiden Langzeitverletzten Hendrick Zuck und Julian Niehaus sowie der gelbgesperrte Jean Zimmer, Ragnar Ache mit Achillessehnenproblemen, Ben Zolinski mit einer Bänderdehnung im Knie und Jan Elvedi mit Wadenproblemen. Wer das Quartett gegen Braunschweig ersetzen wird, lässt Funkel zumindest teilweise offen. „Bei Hertha BSC mussten wir auf Daniel Hanslik und Filip Kaloč verzichten, die jetzt wieder spielen können und werden. Außerdem kann es sein, dass Kevin Kraus in die Startelf zurückkehrt, weil er es sich nach den letzten Wochen einfach verdient hat und den FCK im Herzen trägt. Alles andere werden wir sehen, aber wer mit nach Berlin fahren will, kann das im Spiel am Sonntag und in der Trainingswoche vor dem Finale zeigen“, macht Funkel den bisherigen Ersatzspielern Hoffnung auf Einsatzminuten. Fast ausverkauftes Haus zum Saisonfinale Auch am letzten Spieltag wird der Betzenberg aus allen Nähten platzen. Bisher wurden 47.827 Tickets verkauft, davon 3.228 an Fans der Braunschweiger Eintracht. „Wir wollen unseren Fans noch einmal etwas bieten und das Spiel für unsere Zuschauer gewinnen. Es ist ein Geschenk, das letzte Heimspiel der Saison vor fast 50.000 Zuschauern bestreiten zu dürfen“, schwärmt Funkel von den Anhängern der Roten Teufel. Quelle: Treffpunkt Betze
Friedhelm Funkel und der FCK beenden Zusammenarbeit

Nun ist es amtlich: Nach dem geglückten Klassenerhalt trennen sich die Wege von Friedhelm Funkel und dem 1. FC Kaiserslautern. Dies gab der Verein heute bekannt. Bereits bei seinem Amtsantritt im Februar 2024 verkündeten der FCK und Friedhelm Funkel, dass die Zusammenarbeit bis zum Ende der laufenden Saison 2023/24 geschlossen wurde. Trotz guter Gespräche in den vergangenen Tagen und dem vorzeitigen Erreichen des Klassenerhalts in der Zweiten Bundesliga haben sich beide Seiten darauf verständigt, daran festzuhalten und den Vertrag nicht zu verlängern. Betze-News direkt aufs Smartphone? Kein Problem mit unserem Whatsapp-Channel: https://bit.ly/betze_whatsapp Es war sehr intensiv und emotional „Ich habe immer betont, dass der FCK ein Verein ist, der mir am Herzen liegt. Ich habe meine Zeit als Spieler hier sehr genossen und es war immer ein Wunsch von mir, eines Tages als Trainer auf den Betze zurückzukehren. Der Verein, seine Fans, das alles hat eine unglaubliche Ausstrahlung und Wucht und ich freue mich, dass ich nochmal ein Teil davon sein konnte. Ich wurde hier von den Fans und dem Umfeld herzlich empfangen, ich hatte eine tolle Zeit mit der Mannschaft und das Wichtigste: Wir haben unsere Ziele erreicht. Mit dem Pokalfinale in Berlin wartet zudem nochmal ein echtes Highlight auf uns, mit dem wir diese Saison beenden werden. Die letzten Wochen waren für mich aber auch sehr intensiv und emotional. Deshalb werde ich nach dieser Saison erstmal im Kreise meiner Familie und Freunde wieder zur Ruhe kommen und neue Kraft sammeln. Dem FCK wünsche ich für die Zukunft viel Erfolg und Kontinuität“, erklärt Friedhelm Funkel. Jederzeit auf dem Betze willkommen! „Ich möchte mich persönlich und im Namen des gesamten Vereins bei Friedhelm bedanken. Er hat in einer stürmischen Zeit das Ruder übernommen und hat seine Aufgaben hier überragend erfüllt. Er hat eine unglaubliche Ruhe in den Verein gebracht, die extrem wichtig für das Erreichen unserer Ziele war. Gemeinsam mit Friedhelm haben wir den Klassenerhalt und den Einzug ins Pokalfinale geschafft. Es ist auch für mich eine große Freude gewesen, mit einem so erfahrenen Trainer und einem so beeindruckenden Menschen wie ihm zusammenzuarbeiten. Friedhelm ist jederzeit auf dem Betze willkommen! Jetzt freuen wir uns noch auf zwei Spiele mit ihm an unserer Seite“, bedankt sich FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen beim scheidenden Cheftrainer. Quelle: 1. FC Kaiserslautern