FCK erkämpft drei Punkte auf St. Pauli

Seit 2014 hatte der FCK am Millerntor nicht mehr gewonnen, diese Serie ist nun beendet. Gute Defensivarbeit, Kampf und etwas Glück ebneten den ersten Lautrer Saisonsieg. Vor dem Spiel sprachen jedoch einige Faktoren für die Roten Teufel: Der FC St. Pauli konnte bislang nicht von einem gelungenen Start in die neue 2. Liga-Saison sprechen. Nach zwei Unentschieden zum Auftakt folgte das frühe Ausscheiden in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Rot-Weiss Essen. Trotz Siegeswille zu passiv Insbesondere in der ersten Halbzeit erinnerte die Partie an typische Auswärtsspiele unter Torsten Lieberknecht. Der FCK agierte sehr zurückhaltend und ließ St. Pauli teilweise bis ins letzte Drittel marschieren. Offensiv setzte man vor allem auf lange Bälle, die jedoch meist nicht konsequent genug ausgespielt wurden. Kompakte Defensive bleibt größte Stärke Die passive Herangehensweise darf durchaus kritisiert werden. Dennoch muss man fairerweise sagen, dass sie über weite Strecken ihren Zweck erfüllte. Gegen die tief stehende Fünferkette der Lautrer tat sich St. Pauli extrem schwer. Wie bereits in den Spielen zuvor war der Weg über die zentrale Mittelfeldachse die einzige verlässliche Möglichkeit, zu Chancen gegen den FCK zu kommen. Genau hier zeigt sich aber auch die größte Schwäche der Roten Teufel: Sobald der Gegner geduldig bleibt und die Räume eng macht, fehlt es an Alternativen. Endlich Tore in der regulären Spielzeit Mit dem 1:0 durch Erencan Yardimci und dem 2:0 durch den für ihn eingewechselten Thierry Fidjeu-Tazemeta erzielte der FCK nicht nur seine ersten Tore in der neuen 2. Liga-Saison, sondern auch die ersten in der regulären Spielzeit. Nichtsdestotrotz muss festgehalten werden: Das erste Tor war eher Glück als Absicht und beruhte auf einer sehr starken Einzelaktion von Erencan Yardimci. Auch das zweite Tor entstand primär durch eine individuell starke Leistung. Die offensiven Probleme sind damit keineswegs gelöst, aber zumindest ist der Knoten vor dem Tor geplatzt. Spielernoten: Zur Saison 2026/27 bringen wir die Spielernoten zurück. Der jeweilige Redakteur benotet selbst – mit Begründung. Quelle: Treffpunkt Betze