FCK-Insights: Es wird allmählich unheimlich

Foto: Andreas Leiner

Gegen die offensiv schwachen Bochumer brillierte die Lautrer Hintermannschaft erneut und spielte im achten Zweitligaspiel zum sechsten Mal zu Null.

Nach dem 0:0-Unentschieden im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Heidenheim wollten die Roten Teufel im Heimspiel gegen den VfL Bochum wieder ihre Heimstärke ausspielen und den Anschluss an die Aufstiegsränge bewahren. Obwohl beide Teams kein Offensivfeuerwerk zündeten, nutzte der FCK seine Chancen und blieb vor heimischer Kulisse weiterhin ohne Gegentor.

Offensive Überlegenheit ausgenutzt

Nach dem Spiel äußerte VfL-Coach Uwe Rösler seinen Unmut über die Qualität seiner Mannschaft im letzten Drittel. Dies entspricht nicht nur seiner persönlichen Wahrnehmung, sondern ist auch statistisch belegbar. In puncto Chancenqualität (1,55 xG vs. 0,59 xG, ohne das Elfmetertor von Semih Sahin, fotmob.com) und Chancenquantität (16 vs. 8, kicker.de) war die Mannschaft von Torsten Lieberknecht den Gästen haushoch überlegen. Zudem kamen die Lautrer deutlich häufiger im gegnerischen Strafraum (10 vs. 5, sofascore.com) und zentraler vor dem Tor von Timo Horn zum Abschluss.

Die Gäste aus dem Ruhrgebiet hatten mehr Ballbesitz (46 % vs. 54 %, kicker.de), spielten mehr Pässe, die beim Mitspieler ankamen (73 % vs. 83 %, fotmob.com), und spielten diese häufiger in der gegnerischen Hälfte als der FCK (113 vs. 197, fotmob.com). Von dieser „Überlegenheit” war jedoch nur sehr wenig zu spüren, da es den Bochumern weder mit Pässen im letzten Drittel (59 vs. 69, sofascore.com) noch mit Flanken auf den kopfballstarken Ex-Lauterer Philipp Hofmann gelang, die Abwehr des 1. FC Kaiserslautern in Bedrängnis zu bringen (39 % vs. 19 % angekommene Flanken, sofascore.com).

Pfälzer Zweikampfmonster

Mit unter anderem 56 gewonnen Zweikämpfen (34 gewonnen Zweikämpfe beim VfL Bochum, fotmob.com) unterstrich man erneut, dass die mit Abstand beste Defensive der zweiten Liga kein Zufall ist. Zwar hatten die Roten Teufel Glück, das Klaiber kurz vor Spielende eine einhunderprozentige Kopfballchance liegen lässt, dennoch sprechen lediglicht vier Gegentore in acht Ligaspielen eine eindeutige und klare Sprache.

Auch der von Racing Straßburg ausgeliehene Milos Lukovic feierte ein Traumdebüt. Er erzielte nicht nur das 1:0 im Fritz-Walter-Stadion, sondern gewann auch fünf von sechs Luftzweikämpfen (fotmob.com).

Härtetest gegen Nürnberg und Hertha

Für die Pfälzer stehen nun wegweisende Spiele gegen direkte Konkurrenten an. Mit dem 1. FC Nürnberg und Hertha BSC trifft die Mannschaft von Torsten Lieberknecht auf die derzeit erfolgreichsten Teams der Liga. Als wäre das nicht schon schwer genug, müssen die Roten Teufel unter der Woche auch noch im DFB-Pokal gegen Hannover 96 antreten.

Wenn der FCK in diesen Spielen seine gute Form und Defensivleistung erneut unter Beweis stellen kann, könnte im Umfeld wieder vermehrt vom Aufstieg in die Bundesliga die Rede sein.

Quelle: Treffpunkt Betze

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