Knifflige Aufgabe auf dem Schlossberg

Foto: Andreas Leiner

Endlich wieder FCK! Nach der ewig langen Länderspielpause und dem Testspiel gegen Großaspach steht für die Roten Teufel endlich wieder ein Pflichtspiel an. Mit Bundesliga-Absteiger Heidenheim wartet dabei ein echter Brocken auf das Team von Torsten Lieberknecht. 

Ab diesem Freitag hat das Warten ein Ende: Nach der dreiwöchigen Länderspielpause rollt der Ball wieder in den beiden höchsten deutschen Spielklassen. Auf die Roten Teufel wartet ein schweres Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim – ein echter Gradmesser, der zeigen wird, wie gut der FCK tatsächlich ist. Die Gastgeber liegen derzeit mit 13 Zählern auf Platz drei, während die Pfälzer mit elf Punkten auf Rang fünf lauern und mit einem Sieg vorbeiziehen können. 

1. FC Heidenheim: Konstanz als Stärke

Man mag es als FCK-Fan kaum glauben, dass ein Cheftrainer mehr als zwei Spielzeiten beim selben Verein verbringen kann. Dass dieses Modell funktioniert, verdeutlicht der FC Heidenheim wie kein anderer Club in Deutschlands Profiligen. Seit mittlerweile 19 Jahren übt Kulttrainer Frank Schmidt den Posten des Chefcoaches aus. Eine unglaubliche Ära, die nach dieser Saison ein selbstbestimmtes Ende finden könnte – zumindest wenn man die Äußerungen des Trainers zum Ende der vergangenen Spielzeit richtig gedeutet hat. Dennoch zeigt sich auch in dieser Saison: Die Konstanz auf der Trainerposition sowie in der Kaderzusammenstellung bleibt die größte Stärke der Heidenheimer. So konnten, abgesehen von einigen wichtigen Leihspielern wie Behrens, Ibrahimovic oder Ramaj, tragende Säulen des Kaders gehalten werden – etwa Kapitän und Schlüsselspieler Patrick Mainka sowie Torjäger Budu Zivzivadze. Letzterer konnte in dieser Spielzeit bereits drei Tore erzielen und ein weiteres vorbereiten.

Ergebnistechnisch kann sich der Saisonstart des Bundesliga-Absteigers absolut sehen lassen. Insgesamt stehen vier Siege, ein Unentschieden und nur eine Niederlage gegen den noch makellosen Spitzenreiter Hertha BSC zu Buche. Dabei lieferten die Heidenheimer in ihren bisherigen Auftritten mächtig Spektakel im positiven wie im negativen Sinne. Mit 14 Toren stellt man gemeinsam mit Energie Cottbus die viertbeste Offensivreihe der Liga, gleichzeitig kassierte man aber auch schon 12 Gegentore. Allein je drei davon schluckte die Defensive beim 4:3-Heimsieg gegen Osnabrück sowie beim 5:3- Heimerfolg gegen Dresden. Auch in der ersten Runde des DFB-Pokals offenbarte das Team von der Brenz massive Abwehrprobleme, als man dem Regionalligisten Jeddeloh II sensationell mit 2:5 unterlag.

Viele personelle Fragezeichen 

Beim FCK stellen sich wenige Tage vor dem Spiel noch viele Fragen hinsichtlich der Aufstellung. Während Alex Murphy (U21 Irland), Mario Sauer (A-Nationalmannschaft Slowakei) sowie Thierry Tazemeta (U21 Österreich) auf Länderspielreise waren, fehlten beim Testspiel gegen Großaspach einige eigentliche Stammspieler wie Jan Elvedi, Jacob Rasmussen oder Mika Haas. Ergänzt wurde das Lazarett zudem durch die Ausfälle von David Schramm, Simon Asta, Owen Gibs sowie den zuletzt starken Erencan Yardimci. Mit Naatan Skyttä und Ivan Prtajin liefen gleichzeitig aber auch zwei Akteure erstmals nach ihrer Verletzungspause wieder auf. Es gibt also noch reichlich personelle Fragezeichen vor dem Duell gegen Heidenheim. Vielleicht bringt die morgige Pressekonferenz bereits etwas Licht ins Dunkel.

Voraussichtliche Aufstellung:

Krahl – Elvedi, Gyamfi, Murphy – Joly, Kunze, Sahin, Haas – Ritter, Tazemeta, Yardimci 

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