Halb, halb auf der Alb

Auch nach der Länderspielpause bleibt der FCK im Minimalismus-Modus und fährt auf der Ostalb das dritte 0:0 der Saison ein. In einem umkämpften Spiel bewies der FCK einmal mehr, dass er auf Augenhöhe mit einem der Topteams der Liga ist, und legte einen soliden Re-Start hin. Die Defensive bleibt sattelfest Insgesamt drei Veränderungen nahm Torsten Lieberknecht vor. Kunze rückte wieder auf die 6, Rasmussen stand nach überstandener Krankheit ebenfalls wieder in der Dreierkette und Berisha bekam im Sturmzentrum eine Chance. Die in dieser Saison schon oft hochgelobte Dreierkette wusste auch am Freitagabend zu überzeugen. Gyamfi und Elvedi traten mit jeder Menge Dynamik, Robustheit und resolutem Zweikampfverhalten auf, während Rasmussen die Fäden im Spielaufbau zog. Ob der FCK auch in den kommenden Wochen auf diese Konstellation setzen kann, bleibt fraglich, denn erst musste Gyamfi in der 59. Minute ausgewechselt werden und in der 80. verließ auch Rasmussen angeschlagen das Feld. Die Offensive bleibt weitestgehend harmlos Hinten steht die Null, vorne leider auch. Gegen die robuste Defensive des 1. FC Heidenheim tat sich der FCK lange schwer. In der ersten Halbzeit schaffte der FCK es gelegentlich über die rechte Seite im Zusammenspiel mit Joly und Skyttä in die gefährlichen Räume zu kommen und hatte Pech das Sahin nur die Latte traf (9.) Berisha agierte die meiste Zeit unglücklich, mit der Hereinnahme von Yardimci, sowie Kanaté und Tazemeta gewann das Lautrer Offensivspiel deutlich an Energie und Dynamik. Aus dem Spiel heraus wurde es allerdings nur einmal zwingend. Robinson legte nach einem schönen Solo-Lauf quer, doch Yardimci schoss den Ball aus zehn Metern über das Tor. Die Rückkehr von Ivan Prtajin wird weiterhin sehnsüchtig erwartet. Der Kroate musste am Freitagabend noch zu Hause bleiben und wird wohl erst am nächsten Spieltag in den Kader rücken. Zur Saison 2026/27 bringen wir die Spielernoten zurück. Der jeweilige Redakteur benotet selbst – mit Begründung.

„Stabiler Punkt“ – FCK mit Abnutzungskampf in Heidenheim”

Mit einem 0:0 meldet sich der 1. FC Kaiserslautern aus der XXL-Länderspielpause zurück. Bei einen frösteligen, aber dennoch munteren Kick auf der Heidenheimer Ostalb dominieren vor allem beide Defensiven. Das Flutlichtspiel am Freitagabend eröffnete den 7. Spieltag der zweiten Bundesliga, wobei beide Teams zunächst alles andere als eingerostet starteten. Im weiteren Verlauf kühlten Temperatur und Partie merklich ab, es kam vereinzelt zu Chancen. Unterm Strich kann sich der FCK auswärts beim Absteiger über einen zufriedenen Punkt freuen und ein weiteres Mal die Null wahren. Julian Krahl, Naathan Skyttä, und Torsten Lieberknecht mit den Stimmen zum Spiel. Julian Krahl: „Mehr drin gewesen“ Julian Krahl zeigte sich nach der Partie zufrieden: „Es ist schön, dass man sagen kann dass , es mehr drin gewesen wäre. Das ist nicht selbstverständlich. Wir wussten man, dass Heidenheim eine starke Mannschaft ist und uns alles abverlangen wird. Den Punkt nehmen wir auf jeden Fall mit.“ Die Offensiv-Flaute besorgt den Lautrer Schlussmann nicht: Vorne fehlt uns vor allem das Momentum, das wir vorne gerade haben. Und daran arbeiten wir. Offensiv, genauso wie defensiv.“  Für seinen Defensivverbund hatte Krahl lobende Worte übrig: „Natürlich freue ich mich selbst sehr darüber, zu Null zu spielen. Das ist immer der Anspruch. Aber, das geht nicht allein von mir aus. Das ist die komplette Mannschaft, besonders die Defensive, die sich in alles reinhauen. Ich bin sehr, sehr stolz auf meine Jungs. Gegen alle drei Absteiger nicht zu verlieren ist eine absolute Qualität“ Naatan Skyttä: „Das Tor hat gefehlt“ „Wir hätten gewinnen können“, konstatierte der Finne, der die Länderspielpause in der Pfalz anstatt mit der Nationalelf verbrachte. „Wir verteidigen gut, der Punkt ist gegen eine so starke Mannschaft zufriedenstellend.“ Seine Verletzungspause hat der 24-Jährige gut weggesteckt: „Ich habe mich gut gefühlt und hatte keine Probleme.“ Torsten Lieberknecht: „Stablier Punkt, starke Leistung“ Cheftrainer Torsten Lieberknecht attestierte seinem Team eine gute Leistung: „Ich bin geprägt von Auswärtsspielen in Heidenheim, wenn du hier die Energie der Heimmannschaft nicht matchst, dann stehst du mit leeren Händen da.“ Die Länderspielpause war für den Bad Dürkheimer neu: „So eine lange Pause kennst du nicht, dafür hat jeder Trainer sein eigenes Rezept. Wir haben bewusst den Fokus auf Regeneration und Spielpraxis gelegt, aber auch keine einfache Situation mit den vielen Nationalspielern.“