Drei Neue für den Betze – Einkauf für den Aufstieg?

Am 1. Juli öffnet das Transferfenster. Es sollen weitere Neuzugänge folgen. Unser Transferguide zeigt, welche Spieler auf der Wunschliste der Lautrer Kaderplaner stehen könnten. Auch diesen Sommer wird der 1. FC Kaiserslautern wieder auf dem Transfermarkt aktiv werden. Die Roten Teufel haben eine turbulente Saison hinter sich und wollen sich im kommenden Jahr verbessern. In der mittlerweile sechsten Ausgabe unseres Transferguides haben wir drei Positionen identifiziert, die die Pfälzer mit drei potenziellen Spielern besetzen könnten. Dabei möchten wir klarstellen, dass es sich um Ideen handelt. Es geht also nicht um „echte” Gerüchte, sondern um fundierte Möglichkeiten, die der Spielermarkt derzeit bietet. Innenverteidigung – Großbaustelle Dass der FCK einen neuen Innenverteidiger braucht, ist kein Geheimnis. Mit dem Abgang von Luca Sirch hat sich eine Lücke geöffnet, die nur durch Qualität zu schließen ist. Jacob Rasmussen, Maxwell Gyamfi und auch die beiden Leihrückkehrer sind solide bis gute Zweitligaspieler, aber es fehlt ein echter Top-Spieler. Das Profil ist relativ klar: Es fehlt ein absoluter Leistungsträger, ein Leader. Deshalb wird an dieser Stelle auch etwas mehr Geld in die Hand genommen als vielleicht erwartet. Haruya Fujii, 25 (Nagoya Grampus) Akiyama, Tanaka, Fukunda, Yokota: immer mehr Importschlager kommen aus dem Land der aufgehenden Sonne. Bei Haruya Fujii stellt sich nicht die Frage, ob man den 25-Jährigen verpflichtet, sondern wie der Transfer gelingt. Der Innenverteidiger dominierte die J1 League wie kein anderer. Fujii kann alles: Egal, ob mit dem Ball, gegen das Spielgerät oder in der Luft – nur bei den expected Assists pro 90 Minuten ist der 1,88 m große Japaner durchschnittlich. In allen anderen Statistiken unseres Scouting-Tools ist Fujii entweder überdurchschnittlich oder sogar in der Elite der Liga. Besonders bei abgefangenen Bällen, Tackles und gewonnenen Luftzweikämpfen ragt der Japaner heraus, genauso wie bei Ballbeschleunigungen und progressiven Läufen mit Ball. Mit einer Topgeschwindigkeit von 34,2 km/h wäre Fujii direkt der viertschnellste Lautrer der abgelaufenen Saison gewesen. Nagoya bezahlte im vergangenen Sommer 2 Millionen Euro für den Innenverteidiger – diese Summe wäre wohl auch mindestens fällig, wenn man einen echten Topspieler nach Europa lotsen will. Gael Alonso (23, FC Andorra) Wir bleiben exotisch: Gael Alonso ist der Shootingstar der zweiten spanischen Liga. Im spanischen Unterhaus startete der 23-Jährige in 37 von 38 Partien und überzeugte insbesondere durch seine Qualität am Ball. 66,59 erfolgreiche Pässe pro 90 Minuten und 5,03 erfolgreiche lange Bälle pro 90 Minuten: Das junge Talent hatte großen Anteil am sicheren Klassenerhalt des Fußballvereins aus dem Fürstentum. Lediglich in puncto Disziplin ist bei Gael Alonso noch Luft nach oben: Elf gelbe Karten sowie eine rote Karte stehen bei dem ungestümen Verteidiger zu Buche, wobei eine Entwicklung bei einem jungen Innenverteidiger selbstverständlich denkbar ist. Der FC Andorra verpflichtete das bei Celta Vigo ausgebildete Talent ablösefrei. Bei zwei Jahren Restvertrag dürfte dennoch eine gewisse Ablösesumme fällig sein. Transfermarkt.de taxiert Gael Alonso auf eine Million Euro. Transfermarkt.de taxiert Gael Alonso auf eine Million Euro. Marcus Mathisen (30, 1. FC Magdeburg) Ein alter Bekannter macht unser Transfer-Trio komplett. Der Däne liefert seit Jahren Top-Leistungen in der zweiten Liga ab. Nun verlässt Mathisen den FCM ablösefrei. Der 30-Jährige ist auf dem Höhepunkt seines Schaffens und hat in der vergangenen Saison einmal mehr unter Beweis gestellt, weshalb er als einer der ballstärksten Innenverteidiger der Liga gilt. Auch im Spiel gegen den Ball ist Mathisen stark, was 1,82 abgefangene Bälle sowie 4,6 Wiedereroberungen p90 (beides absolute Top-Werte im Ligavergleich) zeigen. Abgesehen von der Statistik überzeugen auch einige Soft-Faktoren: Mathisen könnte der dringend benötigte Abwehrchef der Roten Teufel sein. Auch die beeindruckende Konstanz des Dänen in drei Jahren Zweitligafußball spricht für eine Verpflichtung. Das einzige Manko könnte ein Wettbieten sein, das zwangsläufig bei ablösefreien Transfers entsteht. Dieses müsste der FCK für sich entscheiden. Marcus Mathisen hat sich für den FC St. Pauli entschieden, das war uns zur Fertigstellung des Artikels nicht bewusst, Sorry! Offensives Mittelfeld: Adjutant für den Kapitän Spätestens mit dem bestätigten Interesse an Nicolas Verkooijen steht fest: Der FCK braucht einen „Zehner“. Zwar spielte Naatan Skyttä eine starke Saison, in der Rückrunde blieb er jedoch blass. Da der FCK zudem meist mit zwei offensiven Mittelfeldspielern startete, kam der Finne selten zur Pause und konnte sein Formtief nicht überwinden. Und da auch Marlon Ritter eher dem Herbst seiner Karriere zustrebt, wird ein weiterer Leistungsträger benötigt. Hier könnte ein Neuzugang für Stabilität sorgen. Michal Sevcik (23, Sparta Prag) hat eine beeindruckende Saison hinter sich. Der 23-Jährige traf in der ersten tschechischen Liga neunmal und steuerte einen Assist bei. Als Spielertyp ist Sevcik zwischen Marlon Ritter und Naatan Skyttä zu verorten. Der Tscheche ist gut im Dribbling, aber herausragend in der Spielgestaltung: 0,51 kettenbrechende Pässe sowie 0,17 Pre-Assists pro 90 Minuten sind elitäre Werte. Sevcik zeigte sich offen für den Sprung nach Deutschland. Zur Saison 2024/25 wechselte der vielseitige Mittelfeldspieler nach Nürnberg. Damals schien das deutsche Unterhaus zum Finden der eigenen Form eine Spur zu groß, jetzt könnte der Schritt perfekt sein. Der ehemalige U21-Nationalspieler Tschechiens ist ein „fertiger Spieler“, der in der zweiten Liga überzeugen kann, hat aber auch noch genügend Potenzial für weitere Steigerungen. In Kaiserslautern könnte Sevcik hinter den etablierten Stammspielern lernen und alle progressiven Rollen im Mittelfeld bekleiden. Diese Flexibilität, gepaart mit dem vorhandenen Potenzial, könnte die Lücke im Lautrer Kader schließen. Sevcik geht in sein letztes Vertragsjahr und könnte ein Schnäppchen sein. Ryan Merlen (24, VV St. Truiden) ist ebenfalls ein flexibler Spieler mit großem Potenzial. Er kam im vergangenen Jahr nach Sint-Truiden und trumpfte im Kampf um die europäischen Play-offs groß auf. Der Franzose erzielte in nur 477 Minuten drei Tore und bereitete ein weiteres vor. Bis dahin kam er nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus, obwohl der 1,88 m große Mittelfeldmotor zweifellos alle Anlagen hat, die ihn für jedes Mittelfeld wichtig machen können. Der 24-Jährige besticht durch eine gute Spielübersicht, hohe Progressivität und starke Anlagen gegen den Ball, gepaart mit der Physis, die ein moderner Mittelfeldspieler benötigt. Merlen dürfte in Kaiserslautern den nächsten Schritt machen und sich mit mehr Spielpraxis zu einem echten Monster entwickeln. Laurin Ulrich (21, VfB Stuttgart) wäre ein echter Statement-Transfer.
Klos & Lieberknecht: „Wollen in allen Bereichen besser sein als in der letzten Saison“

Im Anschluss an den Trainingsauftakt nahmen sich Sportdirektor Marcel Klos und Cheftrainer Torsten Lieberknecht Zeit , um die zahlreichen Fragen der anwesenden Journalisten zu beantworten. Die wichtigsten Aussagen haben wir hier zusammengefasst. FCK-Sportdirektor Marcel Klos über… …den Genesungsprozess von Ivan Prtajin : „Also erst mal sind wir natürlich froh, ihn überhaupt mal wieder laufen zu sehen, er hat seine lange Leidenszeit und wir sind gut im Plan. Ihr wisst aber auch, das muss man natürlich auch immer noch ein Stück weit runterfahren, weil der Körper immer noch mal adaptieren kann, auch wenn es dann in die höheren Belastungen geht. Wir befinden uns im Zeitplan, aber am Ende muss man natürlich schauen, wie schnell es am Ende dann doch geht. Ich glaube, da dürfen wir nicht zu viel Druck reingeben, auch nicht für ihn, weil ich glaube, die Leidenszeit war jetzt eh lang genug und ich glaube, das muss wirklich sehr gut vorbereitet sein von allen Seiten.“ …die aktuelle Kadersituation und weitere Neuverpflichtungen : „Natürlich haben noch ein paar Spieler gefehlt, die nochmal eine Woche länger Urlaub bekommen haben, aufgrund der Nationalmannschaft, wie Naatan Skyttä oder auch Mahir Emreli. Und natürlich, ihr wisst, es ist eine lange Transferperiode, da werden sich natürlich auch noch einige Sachen ändern. Wir haben noch ein paar Sachen im Kopf, die wir verändern müssen. Wir haben auch hinten die Innenverteidigung angesprochen mit dem Abgang von Luca Sirch, der aktuell unser einziger wirklicher Stammspieler ist, wenn man sich die Mannschaft heute ansieht, der uns verlassen hat. Deshalb denke ich, es wird natürlich auch hinten in dem Bereich noch etwas passieren. Und ich glaube, auch im offensiven Bereich werden wir auch nochmal tätig, auch allein, weil, wir nicht wissen , wann Ivan zurück sein wird und wir vorbereitet sein wollen.“ …das Ziel für die neue Saison: „ Am besten natürlich so gut wie es geht. Wir hatten letztes Jahr gesagt, wir wollen besser sein als Platz 7. Ihr wisst es selbst, wenn es drei Aufsteiger gibt dieses Jahr und wir sind Sechster geworden, kann ich euch auch nichts anderes erzählen als, wir wollen besser sein als Platz 6. Wir wollen besser sein als in der letzten Saison und das auch in allen Bereichen. Deswegen haben wir uns ja auch bei der Staff- Zusammenstellung etwas gedacht und natürlich auch bei der Kader-Zusammenstellung. Deswegen ist unser Ziel einfach, dass wir uns verbessern wollen, dass wir optimieren müssen. Wir sind dann jetzt im fünften Jahr Zweite Liga und wollen einfach Sachen stabilisieren, verbessern und am Ende dann einfach eine bessere Saison spielen als letzte Saison.“ …eine mögliche FCK-Zukunft von Norman Bassette und Ji-Soo Kim: „ Es ist natürlich so, dass wir uns auch bei den Leihkonstrukten auch letztes Jahr natürlich was dabei gedacht haben, sodass die Tür eigentlich immer nochmal offen bleibt, um dann noch in weitere Gespräche zu gehen. Bei Norman Bassette ist es so, auch jetzt mit den Verpflichtungen von Thierry Tazemeta und auch Ibrahim Kanaté, zwei Spieler mit Geschwindigkeit, Qualitäten im Eins gegen Eins und Tiefgang da schon nochmal zwei Spieler geholt haben, die genau das Profil eigentlich bestücken. Deswegen glaube ich, dass es bei Norman Bassette nicht der Fall sein wird, dass er nächste Saison wiederkommt. Bei Ji-Soo Kim ist es natürlich ähnlich. So wie ich es auch gesagt habe, wir wollen uns natürlich hinten auch nochmal verbessern, nochmal breiter aufstellen. Da laufen aber auch die Gespräche mit Brentford und da muss man einfach schon was machen.“ FCK-Coach Torsten Lieberknecht über… …die Rückkehr auf den Platz: „ Es ist immer wieder ein schönes Gefühl, wenn man in die Vorbereitung startet, erstes öffentliches Training. Und dann sind natürlich alle in Vorfreude und auch mit ein bisschen Spannung, wenn man dann hier hinkommt. Das ist als Trainer, im Trainerteam, bei den Spielern, genauso wie bei den Fans letztendlich auch. Wir haben uns ja letzte Woche schon kurz immer die Hand gegeben, wenn sie hier die Leistungsdiagnose durchgeführt haben, aber jetzt halt zum ersten Mal auf dem Platz.“ …die Rolle von Mike Wunderlich: „Dann haben wir mit Mike natürlich, der sehr sehr warm empfangen worden ist, jemanden dazugeholt, der A unter mir lernen soll. Und B eben auch eine Thematik mitbringt, nämlich sich als eine Art Verbindungstrainer und Trainer, der sich um die NLZ Spieler kümmert, der die Verbindung zum NLZ aufrechterhält. Das ist neben der Tatsache, dass er selbst ein sehr sehr guter offensiver Standardschütze war, sein Kernthema, Klar ist, dass er natürlichauch mit seiner Expertise als ehemaliger FCK-Spieler hier auch das eine oder andere nochmal tiefergründig vermitteln kann.“ … Leihrückkehrer Jan Elvedi: „Bei Elvo ist es einfach so, dass damals von ihm der große Wunsch da war, zu mehr Spielzeit und Spielpraxis zu kommen. Ich habe ihm nicht gleich diesen Wunsch erfüllen wollen, weil ich ihn eben auch als einen sehr wertvollen Spieler hier beim FCK gesehen habe, aber sein Wunsch war größer. Deswegen haben wir dann irgendwann gesagt, okay, wenn eine Alternative kommt, dann versuchen wir aus diesem Wunsch eine Win-Win-Situation zu machen. Das heißt, er geht zu Greuther Fürth, hilft den Fürthern, was er dann auch getan hat. Das habe ich ihm auch während der Zeit, als er in Fürth war, immer geschrieben. Nicht nur Glückwünsche, sondern auch Beglückwünsche, wie er dort aufgetreten ist und welchen Halt er dieser Mannschaft gegeben hat. Und dass ich mich freue, wenn er wieder zurückkommt, dass er eben mit einem Selbstvertrauen hier hinkommt, was er sich dort erarbeitet hat. Er ist ein Spieler, der genauso wie jeder andere auch von mir die Chance bekommt, sich über die Vorbereitung und dann in die Saison hinaus zu profilieren.“ … die Entscheidung , die anderen Leihrückkehrer auszusortieren : „Ich glaube, dass es sehr sinnvoll ist. Wir wollen auch Klarheit schaffen. Wir sind letzte Saison mit 27 Spielern in die Vorbereitung gegangen und jeder Spieler hat auch dort seine Möglichkeiten bekommen, wenn er da war. Aber ich glaube, in dem Fall macht es auch für die Jungs mehr Sinn, sich dort auch Richtung neuer Klubs umzusehen. Deswegen ist das jetzt die Maßnahme, die