Auswärts in Magdeburg: „Du wirst mental immer gefordert“

Die Stimmung beim FCK ist gut. Vor dem Auswärtsspiel in Magdeburg herrscht gute Laune auf der Pressekonferenz. Trainer Torsten Lieberknecht spricht über das kommende Spiel und die vergangene Transferphase. Zudem darf er einen Rückkehrer in seinen Reihen begrüßen. Magdeburg bleibt sich treu Das letzte Aufeinandertreffen zwischen dem FCK und dem FC Magdeburg liegt noch gar nicht so lange zurück. Im Saisonfinale der vergangenen Saison konnte der FCK mit einem 1:0-Sieg die drei Punkte aus Magdeburg entführen. Einen großen Umbruch hat es seitdem nicht gegeben, wie Torsten Lieberknecht berichtet: „Beide Mannschaften sind ein Stück weit bei der in der vergangenen Saison aufgebauten Spielphilosophie geblieben und haben in der ein oder anderen Situation Nuancen angepasst, um sich sukzessive zu verbessern.“ Ein Selbstläufer wird das dennoch nicht: „Du wirst mental immer gefordert sein. Du wirst mit Sicherheit auch prozentual weniger Ballbesitz haben.“ Prtajins Comeback rückt näher Neben den Ausfällen von Owen Gibs und Natan Skyttä ist auch Ivan Prtajin weiterhin keine Option für den Kader. Er befindet sich allerdings auf dem besten Weg dorthin. Nachdem der Torjäger bereits teilweise ins Mannschaftstraining integriert worden ist, ist er nun seit Anfang der Woche wieder fester Bestandteil der Trainingsgruppe. „Die Sehne ist ausgeheilt.“ Eine Rückkehr vor der Länderspielpause kommt für Prtajin aber noch zu früh. Am Samstag begleiten mindestens 2 635 FCK-Fans die Roten Teufel nach Magdeburg. Anstoß ist um 13 Uhr.
Kann Magdeburg das Momentum brechen?

In den letzten Jahren war die Auswärtsfahrt nach Magdeburg für den FCK meistens eine schmerzhafte Erfahrung. Leblose Auftritte, wehrloses Ergeben und teilweise auch noch Luca Schuler. Einzig letztes Jahr gewann man am letzten Spieltag mit 1:0 – ein Spiel, an das sich niemand so richtig erinnern kann, weil es vom Abstieg von Fortuna Düsseldorf überstrahlt wurde. Vorne hui, hinten pfui Nahezu alle Außenstehenden dürften mit einem Abgang von Torjäger Zukowski im Sommer gerechnet haben. Der Knipser schoss in der Rückrunde in 21 Spielen absurde 17 Tore. Zahlen, die normalerweise in Liga zwei zum automatischen Verkauf mit Transferplus führen. Doch Zukowski blieb – und mit ihm sein kongenialer Partner Baris Atik. Die Offensive des FCM bleibt also weiter stark besetzt. In der Defensive gab es im Sommer allerdings eine komplette Kernsanierung. Die Innenverteidiger Mathisen und Hugonet sind zu St. Pauli beziehungsweise Hannover gewechselt. Dieser Umbruch macht sich vor allem zum Saisonbeginn bemerkbar. Katastrophaler Start Gegen Braunschweig kann man schon mal verlieren. Wer weiß das besser als der FCK? Doch als der FCM zu Saisonbeginn mit einer 1:6-Niederlage wieder abreisen musste, wurden bereits die dunkelsten Wolken über der Landeshauptstadt beschworen. So schlimm war es allerdings nicht. Mit Siegen gegen Osnabrück und Kiel wurde der missglückte Saisonstart schnell wieder ausgebügelt und die Defensive hielt zweimal die Null. Am letzten Spieltag gab es dann die 1:2-Niederlage beim Ligaprimus aus Berlin. In einem umkämpften Spiel mit jeweils einer Gelb-Roten Karte auf beiden Seiten wäre ein Punkt durchaus verdient gewesen. Dennoch dürfte die Stimmung beim FCM nicht allzu schlecht sein. Mit 6 Punkten aus 4 Spielen steht man zumindest solide da und kann mit einem Sieg gegen den FCK an die Tabellenspitze springen. Never change a winning team? Dieses Motto scheint Torsten Lieberknecht nicht geläufig zu sein. Gegen Darmstadt gab es gleich mehrere Änderungen zur Siegermannschaft der Vorwoche gegen St. Pauli. Nichtsdestotrotz wird sich der FCK gegen die spielstarken Magdeburger einmal mehr auf hohe Ballgewinne und Umschaltsituationen konzentrieren. Tazemeta dürfte nach seiner starken Vorstellung kaum Argumente für die Bank gesammelt haben, und auch Sauer überzeugte bei seinem Debüt. Ob er wieder für Yardimci rausrotiert, dürfte auch von dessen Fitnesszustand abhängen. Voraussichtliche Aufstellung: Krahl – Elvedi, Gyamfi, Rasmussen – Haas, Sahin, Kunze, Joly – Ritter, Tazemeta, Sauer