In den letzten Jahren war die Auswärtsfahrt nach Magdeburg für den FCK meistens eine schmerzhafte Erfahrung. Leblose Auftritte, wehrloses Ergeben und teilweise auch noch Luca Schuler. Einzig letztes Jahr gewann man am letzten Spieltag mit 1:0 – ein Spiel, an das sich niemand so richtig erinnern kann, weil es vom Abstieg von Fortuna Düsseldorf überstrahlt wurde.
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Vorne hui, hinten pfui
Nahezu alle Außenstehenden dürften mit einem Abgang von Torjäger Zukowski im Sommer gerechnet haben. Der Knipser schoss in der Rückrunde in 21 Spielen absurde 17 Tore. Zahlen, die normalerweise in Liga zwei zum automatischen Verkauf mit Transferplus führen. Doch Zukowski blieb – und mit ihm sein kongenialer Partner Baris Atik. Die Offensive des FCM bleibt also weiter stark besetzt. In der Defensive gab es im Sommer allerdings eine komplette Kernsanierung. Die Innenverteidiger Mathisen und Hugonet sind zu St. Pauli beziehungsweise Hannover gewechselt. Dieser Umbruch macht sich vor allem zum Saisonbeginn bemerkbar.
Katastrophaler Start
Gegen Braunschweig kann man schon mal verlieren. Wer weiß das besser als der FCK? Doch als der FCM zu Saisonbeginn mit einer 1:6-Niederlage wieder abreisen musste, wurden bereits die dunkelsten Wolken über der Landeshauptstadt beschworen. So schlimm war es allerdings nicht. Mit Siegen gegen Osnabrück und Kiel wurde der missglückte Saisonstart schnell wieder ausgebügelt und die Defensive hielt zweimal die Null. Am letzten Spieltag gab es dann die 1:2-Niederlage beim Ligaprimus aus Berlin. In einem umkämpften Spiel mit jeweils einer Gelb-Roten Karte auf beiden Seiten wäre ein Punkt durchaus verdient gewesen. Dennoch dürfte die Stimmung beim FCM nicht allzu schlecht sein. Mit 6 Punkten aus 4 Spielen steht man zumindest solide da und kann mit einem Sieg gegen den FCK an die Tabellenspitze springen.
Never change a winning team?
Dieses Motto scheint Torsten Lieberknecht nicht geläufig zu sein. Gegen Darmstadt gab es gleich mehrere Änderungen zur Siegermannschaft der Vorwoche gegen St. Pauli. Nichtsdestotrotz wird sich der FCK gegen die spielstarken Magdeburger einmal mehr auf hohe Ballgewinne und Umschaltsituationen konzentrieren. Tazemeta dürfte nach seiner starken Vorstellung kaum Argumente für die Bank gesammelt haben, und auch Sauer überzeugte bei seinem Debüt. Ob er wieder für Yardimci rausrotiert, dürfte auch von dessen Fitnesszustand abhängen.
Voraussichtliche Aufstellung:
Krahl – Elvedi, Gyamfi, Rasmussen – Haas, Sahin, Kunze, Joly – Ritter, Tazemeta, Sauer





