“Das Gefühl, vor der West zu treffen”

Nach dem Derbysieg gegen Saarbrücken suchte Terrence Boyd nach dem einen Adjektiv für das Gefühl, vor der Westkurve zu treffen. Hier kommen 10 ausgewählte Vorschläge.

Es ist Ostersonntag, kurz vor 16 Uhr, als Schiedsrichter Benjamin Brand zur Pfeife greift und das Derby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem 1. FC Saabrücken abpfeift. Es herrscht Ekstase pur, eine ganze Region reißt die Arme nach oben und feiert einen 3:1 Derbysieg. Nur wenige Minuten später steht Torschütze Terrence Boyd vor den Mikrofonen und TV-Kameras. Im Gespräch mit MagentaSport geht es natürlich um seine Leistung und um sein Tor zum 2:1. Es war jedoch kein gewöhnliches Tor, denn der Neuzugang aus Halle traf zum allerersten Mal vor der Westkurve. “Das ist krank, vor allem wenn du vor der West trifft. Da fühlt man sich wie ein kleines Kind, das ist echt heftig”, waren seine Worte, mit denen er versuchte diese schier unfassbaren Emotionen zu umschreiben. Die passenden Worte fand er trotzdem nicht.

Die Suche nach dem passenden Adjektiv

Nur einen Tag später twittere Boyd: “Mir fällt übrigens immer noch kein passendes Adjektiv ein, wie es sich anfühlt, vor einer vollen West zu treffen.”

Gesagt, getan. Dieser Tweet war für unsere Redaktion Aufforderung und Herauforderung zugleich, gemeinsam mit FCK-Fans diesem einen Adjektiv auf die Spur zu kommen. Von den insgesamt 160 eingegangenen Vorschlägen haben wir die zehn besten ausgewählt. Und hier kommen sie:

– Westialisch

– Schweinegeil

– Galaktisch

– Unfuckingfassbar

– Geil wie MettKaffee

– Episch

– Bierduschenauslösendendgeil

– Herzblutfrontal

– Ekstatisch

– Brachialberauschend

Ob der Lautrer Stürmer mit der Nummer 13 auf dem Rücken für eines dieser Adjektive Gefallen finden wird? Wir werden es spätestens nach dem nächsten Treffer vor der Westkurve erleben.

“Es macht süchtig”

Mit ein paar Tagen Abstand fand Boyd im Gespräch mit Sport1 dann doch noch einige Erklärungen. Er spricht von einem elektrisierendem Rausch, der einfach nur geil ist und süchtig macht. “Ich will dieses Gefühl natürlich nochmal erleben“, beschreibt der 31-Jährige diesen Wahnsinnszustand. Er spricht außerdem davon, dass sich der “Torjubel beim FCK wie eine Droge” anfühlen würde, “da schwirrt so viel Glück durch deinen Körper“, schildert Boyd den Moment, wenn er den Ball im gegnerischen Tor versenkt hat. Doch noch nicht genug. Denn die ausverkaufte Westkurve beim Derby gegen Saarbrücken erzeugte für ihn “eine Wucht, die dich fast erschlägt.” Boyd nennt es einen Rausch, der ein paar Sekunden anhält und in dem man nichts mitkriegt. “Du fühlst dich wie in einer eigenen Welt. Es ist sehr schwer in Worte zu fassen. Die Fans glücklich zu machen, ist unbeschreiblich schön.

Quelle: Treffpunkt Betze

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Foto: Imago Images
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