Nach der verkorksten Auswärtspartie in Magdeburg galt es für den FCK vor allem, defensiv wieder an die gute Form der vergangenen Spiele anzuknüpfen und zumindest auf dem Betzenberg weiterhin ungeschlagen zu bleiben. Allerdings mussten die Lautrer hierfür mit Eintracht Braunschweig einen weiteren “Angstgegner” bezwingen.
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Murphy überzeugt als Rasmussen Ersatz
Das unerwartete Ausscheiden von Rasmussen zwang Torsten Lieberknecht erstmals dazu, seine eigentlich etablierte Abwehrreihe zu verändern. So bekam Alex Murphy, der im Sommer auf Leihbasis vom Premier-League-Klub Newcastle United kam, seinen ersten Startelfeinsatz auf dem Betzenberg – allerdings nicht als Linksverteidiger, sondern in der Dreierkette als linker Innenverteidiger.
Dort wusste der 20-Jährige durchaus zu gefallen. Murphy übernahm die Absicherung hinter dem häufig weit aufrückenden Haas und erledigte diese Aufgabe ordentlich. Dadurch konnte der FCK offensiv mit mehr Geschwindigkeit und Risiko agieren, ohne ständig Gefahr zu laufen, durch einen Ballverlust die defensive Ordnung aufzugeben. Im Vergleich zum Auftritt in Magdeburg war das bereits eine deutliche Verbesserung.
Alte Baustellen bleiben bestehen
Grundlegend anders als in den vergangenen Spielen trat die Mannschaft allerdings nicht auf. Offensiv tat sich der FCK phasenweise schwer, sich wirklich zwingende Chancen herauszuspielen. Und wenn es hinten einmal brenzlig wurde, lag das häufig am löchrigen Mittelfeld, das den Braunschweigern zu viel Raum überließ.
Alles in allem war es kein überragender Auftritt, doch gerade die defensive Anpassung mit Murphy macht Mut. Die Baustellen bleiben zwar bestehen, gleichzeitig hat Lieberknecht eine weitere Option gefunden, die der Mannschaft mehr Stabilität geben kann.
Gerade gegen konterstarke Offensiven wie beispielsweise Magdeburg könnte der FCK damit künftig besser gewappnet sein. Vielleicht sorgt die Erfahrung aus solchen Spielen am Ende also tatsächlich dafür, dass man beim nächsten Mal nicht mehr ganz so leicht unter die Räder kommt.
Zur Saison 2026/27 bringen wir die Spielernoten zurück. Der jeweilige Redakteur benotet selbst – mit Begründung.
Julian Krahl: 1
Wie gewohnt ohne Fehler auf der Linie. Zeichnet sich durch sein Assist aus.
Mika Haas: 3
Gute Offensiv Läufe welche ohne Erfolg blieben. Defensiv solide.
Alex Murphy: 2+
Bügelte Fehler seiner Mitspieler durch Geschwindigkeit und klare Zweikampfführung aus.
Maxwell Gyamfi: 3+
Ungewohnt wacklig. Sein Spiel war ein auf und ab zwischendurch Unsicher klärt als letzter Mann aber im Sitzen.
Jan Elvedi: 2
Mit Murphy der beste aus dem Defensiv Verbund. Keine Wackler und ansonsten unauffällig positiv gesehen.
Paul Joly: 3
Unglückliche Aktionen mit dem Ball, aber defensiv stabil.
Semih Sahin: 3
Solide aber weitestgehend unauffällig.
Leon Robinson: 4-
Rutschte mehrfach aus und war unter anderem dadurch ein Unruhe Herd in der Zentrale.
Marlon Ritter: 3-
Für einen Zehner offensiv zu Blas.
Ibrahim Kanate: 3
Blockte den Ball vor Yardimicis Tor sehr stark ab. Darüberhinaus fehlte ihm das Glück in der Entscheidungsfindung.
Thierry Tazemeta: 3+
Pech in letzten Aktionen aber hatte mehrere gute Dribblings. Hätte sich ein Tor verdient.
Erencan Yardimici: 1
Erzielte Stark das Siegtor, verdienter Matchwinner.
Fabian Kunze: 4
Ähnlich unruhig wie sein Vorgänger Robinson mit einem untypischen Ballverlust
Quelle: Treffpunkt Betze





