Saisonauftakt in der Autostadt: „Streben alle nach mehr“

Am ersten Spieltag trifft der 1. FC Kaiserslautern auf den Ligakrösus VfL Wolfsburg. Dabei treffen zwei Extreme aufeinander. Während der FCK seinen Kader bisher nur punktuell – vor allem durch junge Spieler – verstärkte, befindet sich der Bundesliga-Absteiger in einem großen Umbruch. Zudem steht mit Tobias Strobl ein neuer Trainer bei den Wölfen an der Seitenlinie, während Torsten Lieberknecht weiterhin die Roten Teufel trainiert. „Haben auch einiges zu bieten“ Während der Pressekonferenz zollte der Cheftrainer dem Absteiger Respekt, ist sich aber auch der Stärken seiner Mannschaft bewusst: „Wir werden Situationen haben, in denen wir im oder um den Strafraum herum verteidigen müssen. Der VfL Wolfsburg hat sportlich einiges zu bieten. Aber auch wir haben einiges zu bieten, das den Gegner beschäftigen wird.“ „Ein überragender Klub” Torsten Lieberknecht zeigt sich mit der bisherigen Entwicklung des 1. FC Kaiserslautern zufrieden, gibt sich mit den erreichten Zielen aber noch lange nicht zufrieden: „Ich habe den Verein im letzten Jahr durch und durch kennengelernt und lieben gelernt. Trotz der Emotionalität und der Kritik ist der Verein ein überragender Klub. Mein Trainerteam und ich haben bisher eine sehr ordentliche Arbeit abgeliefert und unsere Ziele erreicht. Dennoch streben wir alle nach mehr.“ Vier Ausfälle zum Saisonbeginn Neben Ivan Prtajin, der sich nach seinem Achillessehnenriss in der Reha befindet, muss Torsten Lieberknecht auch auf den gesperrten Paul Joly und die angeschlagenen Owen Gibs und David Schramm verzichten. Anstoß ist am Samstagabend um 20:30 Uhr, es werden mehr als 2.767 Gästefans erwartet.
Klos & Lieberknecht: „Haben unsere eigene DNA”

Nach dem alljährlichen Medientag, bei dem unter anderem das neue Mannschaftsfoto und Spielerporträts entstehen, nahmen sich Sportdirektor Marcel Klos und Cheftrainer Torsten Lieberknecht Zeit, um die Fragen der anwesenden Journalisten zu beantworten. Die wichtigsten Aussagen haben wir hier zusammengefasst. Marcel Klos über… … das Trainingslager und die Vorfreude auf die neue Saison: „Langsam kribbelt es, und die Vorfreude auf die neue Saison steigt. Am Wochenende steht noch ein Testspiel gegen den FC Metz an, danach sollten wir für das erste Spiel bereit sein. Im Trainingslager haben wir vor allem vom Umfang und der Intensität her sehr gut gearbeitet. In den nächsten Wochen geht es nun darum, diesen Zustand beizubehalten und den Feinschliff zu vollziehen. Wir haben auch die Werte aus der Vorbereitung des letzten Jahres verglichen und uns in diesem Sommer nochmals deutlich gesteigert.” … die Neuzugänge und weitere Transfers: „Man merkt, dass die Spieler sich zeigen wollen. Passend zu unserer Philosophie haben wir junge und hungrige Spieler geholt, die beim FCK etwas erreichen und sich weiterentwickeln wollen. Zudem steigt dadurch die Trainingsqualität, weshalb wir derzeit auf einem guten Weg sind. Mit dem aktuellen Kader haben wir eine schlagfertige Mannschaft. Falls sich ein passendes und finanzierbares Profil ergibt, sind wir selbstverständlich auch gesprächsbereit für weitere Neuzugänge. Meistens zeigt sich im Verlauf der Vorbereitung oder auch in den ersten Spielen, wo man sich punktuell noch verstärken muss. Wir haben unsere eigene DNA: Wir wollen eine hohe Intensität, Aggressivität, Leidenschaft und eine gewisse Mentalität an den Tag legen.” … den Saisonstart gegen den VfL Wolfsburg und die zweite Liga: „Ich habe gesehen, dass der Gästeblock in Wolfsburg bereits ausverkauft ist. Dementsprechend freue ich mich riesig, dass wieder so viele Auswärtsfans mitfahren. Anschließend steht auch schon das Heimspiel gegen den KSC an. Man muss sich Woche für Woche reinknien und alles geben, um einen guten Saisonstart hinzulegen. Die zweite Liga ist sehr ausgeglichen, daher müssen wir auf uns schauen und immer 100 bis 110 Prozent geben. Das ist unsere DNA. Wenn wir das nicht tun, werden wir auch keine Spiele gewinnen. Wir wollen uns zerreißen und intensiv spielen.” Torsten Lieberknecht über… … den aktuellen Zustand der Mannschaft: „Bereits in der letzten Saison haben wir damit begonnen, die Mannschaft resistenter und widerstandsfähiger zu machen. Zudem haben wir uns im athletischen Bereich, beispielsweise in der Sprintwiederholungsfähigkeit, verbessert. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Mannschaft fitter geworden, aber noch nicht dort, wo wir hin möchten. In der Vorbereitung haben wir mit hoher Intensität gearbeitet, um die Spieler in einen besseren Zustand zu bringen. Wenn man sich die Daten anschaut, sieht man, dass wir uns in einigen Bereichen deutlich verbessert haben. Zudem fordern wir die Mannschaft dazu auf, die Kommunikation auf dem Platz zu verbessern und einen Schritt nach vorne zu machen. Wer die Spiele oder Trainingseinheiten beobachtet, stellt fest, dass die Mannschaft deutlich aktiver und kommunikativer ist.” … die Probleme bei Auswärtsspielen: „Selbstverständlich haben wir diese Thematik angesprochen. Nun beginnt eine neue Saison mit neuen Chancen und Herangehensweisen. Das mit den Auswärtsspielen ist tatsächlich ein Thema, das sich im Kopf abspielt. Wir müssen auch auswärts die Intensität, die Aggressivität und den Zusammenhalt zeigen, die wir aus den Heimspielen vor ausverkauftem Haus kennen.” … die erneute Ernennung von Marlon Ritter zum Kapitän: „Das habe ich selbst bestimmt. Marlon ist FCKler durch und durch. Er kennt den Verein mit all seinen Höhen und Tiefen sowie den verschiedenen Typen. Natürlich muss ein Kapitän auch mit guten Leistungen vorangehen, aber er kann auch mal ein Leistungsloch haben. Nicht nur innerhalb der Mannschaft, sondern auch bei Fantreffen oder im Trainingslager merkt man, welche Bedeutung und Verantwortung Marlon Ritter hat. Deshalb war es mir wichtig, die Kapitänsfrage offen zu lassen, um zu sehen, wie er damit umgeht. Auch bei der Integration neuer Spieler packt er schnell mit an und unterstützt die Jungs.” … seine eigene Entwicklung als Trainer: „Natürlich analysiert und reflektiert man nach einer Saison auch das eigene Tun. Das mache ich schon immer so, seitdem ich Trainer bin. Gerade wenn man länger bei einem Verein bleiben möchte, ist es wichtig, auch mal ein anderes Gesicht zu zeigen. Denn oftmals stumpft man ab und findet vielleicht nicht mehr die richtige Ansprache. Ich weiß, dass ich im letzten Jahr einen sehr ordentlichen Job gemacht habe. Am wichtigsten ist mir, dass ich nach einer Saison in den Spiegel schauen und zu allen Entscheidungen, die ich getroffen habe, stehen kann.”
Die Annere – Der Blick auf die Konkurrenz (Teil 2)

Im zweiten Teil von „Die Annere“ trifft der FCK vor allem auf Mannschaften aus dem vermutlichen Tabellenmittelfeld und darunter. Spieltag 9: 1. FC Nürnberg Beim Club aus Nürnberg bleibt es weitestgehend beständig. So geht man mit dem ehemaligen Lautrer Miro Klose in die nächste Saison und konnte die meisten Leistungsträger zusammenhalten. Lediglich in der Innenverteidigung gibt es bei den Franken einen Umbruch: Luka Lochoshvili und Fabian Gruber verlassen den Verein für stattliche Ablösen von insgesamt 8,5 Millionen Euro. Diesen Verlust will der FCN unter anderem mit dem ehemaligen Barca-Talent Faye auffangen. Sportlich wird der auf die Jugend setzende Club vermutlich wieder im Mittelfeld der Tabelle zu finden sein. Spieltag 10: Hertha BSC Der Hauptstadtclub verzeichnet wohl den größten Umbruch der Liga. Mit Transfereinnahmen von insgesamt über 25 Millionen Euro durch die Verkäufe von Kennet Eichhorn, Fabi Reese und Tjark Ernst konnte man die größten finanziellen Sorgen zwar abfangen, gleichzeitig dürfte es den Berlinern aber schwerfallen, diese individuelle Klasse auch nur annähernd aufzufangen. Bisher konnte man bis auf eine Leihe vom Ligakonkurrenten Energie Cottbus auch keinen Zugang willkommen heißen. Sportlich werden die Berliner so vermutlich nichts mit dem direkten Aufstiegskampf zu tun haben. Spieltag 11: VfL Osnabrück Mittlerweile ist der VfL fast schon eine Fahrstuhlmannschaft. Für die 3. Liga sind sie regelmäßig eine Nummer zu groß, in der 2. Bundesliga haben sie aber auch immer große Schwierigkeiten, die meist schnell mit dem Abstieg enden. So kommen die Osnabrücker mit einem typischen Drittliga-Kader, wenn auch etwas jünger, ins Unterhaus. Da die Weiß-Lilanen bei vielen Abgängen keine Einnahmen verzeichnen konnten, behelfen sie sich mit interessanten Leihen oder ablösefreien Transfers. Typischerweise geht es nur gegen den Abstieg. Spieltag 12: Dynamo Dresden Die Mannschaft aus der Elbstadt könnte für eine Überraschung sorgen. Nach dem mehr oder weniger ungefährdeten Klassenerhalt in der abgelaufenen Saison konnten sich die Dresdner mit gestandenen Profis im besten Fußballeralter durchweg verstärken und den Abgang des Top-Talents Kofi Amoako gut kaschieren. Ein Platz im soliden Mittelfeld der Tabelle wäre alles andere als verwunderlich. Spieltag 13: Holstein Kiel Tim Walter geht in seine erste komplette Saison bei der KSV seit 2018; damals coachte er die Störche ebenfalls nur für ein Jahr. Der gebürtige Baden-Württemberger konnte die Kieler in der vergangenen Saison mit einem Punkteschnitt von 1,55 in elf Spielen vor dem Abstieg retten. Gepaart mit Neuzugängen, die in sein anspruchsvolles System passen, werden die Kieler eine bessere Saison spielen als die letzte. Ob es zum großen Wurf reicht, ist aber mehr als fraglich. Spieltag 14: SpVgg Fürth Die Fürther sind eine Wundertüte, aber sie werden wohl kaum über das Tabellenmittelfeld hinauskommen. Es könnte sogar wieder Abstiegskampf für sie heißen. Neben Top-Torjäger Noel Futkeu und dem Verteidiger-Talent Reno Münz verlässt mit Julian Green auch eine Identifikationsfigur das Kleeblatt. Die Neuzugänge haben überwiegend „2.-Liga-Erfahrung“ und gerade im Sturmzentrum werden Futkeus Tore nur schwer aufzufangen sein. Spieltag 15: Arminia Bielefeld Die Mannschaft aus der Stadt, die es Gerüchten zufolge gar nicht gibt, war auf dem Transfermarkt noch eher zurückhaltend unterwegs. Größtenteils wurden Leihoptionen gezogen und bereits bekannte Spieler fest verpflichtet, wie Maxi Bauer, der auch schon auf den Betze geliehen wurde, und Jannik Rochelt. Leistungsträger mussten allerdings bisher auch nicht abgegeben werden. Insgesamt „riecht“ es in Bielefeld nach einer ruhigen Saison, in der man sich im (unteren) Mittelfeld verorten wird. Spieltag 16: Hannover 96 Christian Titz geht mit den Niedersachsen in seine zweite Saison – und das mit einem nicht weniger interessanten Kader als letzte Saison. Mit einem der jüngsten Kader der Liga wird es hier vermutlich auch wieder darum gehen, in der Spitzengruppe mitzumischen – wenn auch Identifikationsfiguren wie Enzo Leopold ersetzt werden müssen. Bekanntlich braucht das Spielsystem von Titz Zeit, um sich in den Köpfen der Spieler festzusetzen. Wenn dieser Prozess wie gewünscht weitergeht, sollten die 96er erneut realistische Chancen auf den Aufstieg haben. Spieltag 17: Energie Cottbus Der zweite Aufsteiger aus der 3. Liga kommt diese Saison aus Brandenburg. Nach jahrelanger Abstinenz sind die Cottbuser wieder in der 2. Liga angelangt. Im Jahr zuvor waren sie knapp am Aufstieg gescheitert. Der Kader wurde unter Pele Wollitz im Sommer mit 15 Abgängen und 15 Zugängen fast generalüberholt. Interessanterweise waren alle Transfers ablösefrei oder Leihgeschäfte. Trotz Starspielern wie Leo Bittencourt wird es das Team schwer haben, sich in der Liga zu etablieren. Wenn sich das Team schnell findet, kann es ein Abstiegskampf werden, ansonsten droht den Lausitzern, den Anschluss zu verlieren. Quelle: Treffpunkt Betze
Aufstieg am Horizont: Sechs steile Thesen zur Saison 26/27

Am 8. August beginnt die 2. Bundesliga und die Betze-Fans können es gar nicht erwarten. Doch wie jedes Jahr macht es sich unser Redakteur Mitti zur Aufgabe, durch kluge Vorausdeutungen, knallharte Berechnungen und einen Blick in die Zauberkugel, der kommenden Spielzeit jegliche Spannung zu nehmen. Der schwere Start tut gut Zum Start der Saison erwartet der VFL Wolfsburg die Pfälzer in der fast ausverkauften VW-Arena in der Autostadt. An einem sonnigen Sonntag-Mittag schaffen es fast 8.000 Fans aus der Pfalz nach Niedersachsen und stehen dort ganzen 7.000 VFL-Fans gegenüber. Ähnliche Verhältnisse gab es auch auf dem Platz, da sich der ambitionierteste aller Absteiger noch vor der ersten Minute selbst dezimiert. Zwei Rote Karten für Hauke Wahl und Bence Dardai kurz vor Anpfiff. So einen Fall gab es noch nie und das Sportgericht würde sich bis November damit beschäftigen. Aber was ist passiert? Der auf die Bank verbannte Marlon Ritter provozierte das gesamte VFL-Stadion und sorgte letztendlich dafür, dass das Spiel 9 gegen 11 angepfiffen wurde. Und es folgte der erste von vielen Siegen. Dem Terrence sein Boyd Gegen den Waldhof tut sich der FCK im DFB-Pokal zunächst schwer, denn Torsten Lieberknecht wechselt auf fünf Positionen durch. Neben Enis Kamga darf auch der einstige Kapitän Marlon Ritter ran. Wohl die einzige Chance für ihn, da er in der Bundesliga noch einige Zeit gesperrt sein wird. Zwei Vorlagen und zwei Freistoßtore waren nach Lieberknecht „auch bitter nötig“, nach dem lupenreinen Hatrick von Terrence Boyd in der ersten Halbzeit. Die Bild titelt nach dem Spiel: „Mehr Polizisten als Fans und mehr Schwerverletzte als Tore. Der FCK siegt in KRASSES SPIEL 4:3“. Mehr muss man nicht mehr sagen. Ende September geht es für den FCK in Runde 2 nach Braunschweig. Mehr muss man nicht mehr sagen. Wir boykottieren Niedersachsen 7:0 am 19.9. gegen Braunschweig. Die Eintracht wurde auf dem Betzenberg förmlich überrollt. Zwei Tore Schramm, zwei Tore Skyttä und drei Tore Tazemeta verweisen die Niedersachsen auf ihre Plätze und manifestieren den vorzeitigen ersten Platz in Bundeliga 2. Das darauf allerdings ein 0:0 am folgenden Dienstag im DFB-Pokal folgt konnte wohl jeder ahnen. In der Verlängerung dann vier Gegentore nach Kontern. Hurra, hurra, der FCK ist wieder da. Die Eintracht freut sich. Der FCK kann sich jetzt ganz in Ruhe auf die Liga konzentrieren. Und damit auch auf ganze fünf Monate ohne Auswärtsfahrt nach Braunschweig. Der FCK bildet wieder aus Schwerpunkt Jugend heißt es beim Team um Lieberknecht und Wunderlich. Regelmäßig spielt und siegt der 1. FC Kaiserslautern mit mehr als 4 Spielern unter 20 in der 2. Bundesliga. Das sorgt nicht nur dafür, dass der FCK Ende November auf Platz 2 steht, sondern auch für massive Abstellungen in den Länderspielpausen. Mika Haas, Dion Hofmeister, Enis Kamga , Thierry Tazemeta, David Schramm und Ben Jungfleisch werden für U-Nationalmannschaften nominiert. Darüber hinaus spielen sich auch Alea Cetecioglu und Lea Gruber in den Fokus der Frauen U-Nationalmannschaften. Erstere beim ersten FCK, letztere kürzlich mitsamt Stipendium in die USA gewechselt. Betze international im wahrsten Sinne. In der Regionalliga stehen derweil die Zeichen auf Abstieg. Die besten Spieler wurden in die erste Mannschaft gezogen und die Regionalliga Südwest ist ein hartes Pflaster. Es werden Neuzugänge für den Winter angekündigt. Transferieren und Transpirieren Im Winter geht es heiß her, denn noch ist unklar ob Marcel Klos und Thomas Hengen für den Aufstieg einkaufen. Der FCK steht zum Anfang der Rückrunde auf Platz 3, hat aber Hannover, Darmstadt und die wiedererstarkten Wölfe im Nacken. Nun heißt es Zugänge gut integrieren und Abgänge verkraften. Als erster ging Ivan Prtajin, der nach seiner auskurierten Verletzung vier Tore in zwei Dezemberspielen verbuchen konnte. Genug, um ihn nach Wolfsburg zu holen, wobei bei diesem Transfer wohl eher die Schwächung eines Konkurrenten im Vordergrund stehen sollte. Ansonsten können alle Leistungsträger gehalten werden. Zumindest vorerst. Denn die Bundesliga klopft an unser NLZ und ihre Klopfer werden jede Woche lauter. Rund geht es aber vor allem in der zweiten Mannschaft, die sich in der Regionalliga Südwest dringender Verstärkung erfreut. Von Waldhof Mannheim schließt sich ein Altbekannter an. Terrence Boyd ist nach dreijährigem Exil in der Kurpfalz zurück und soll nun seinen geliebten FCK II vor dem Abstieg retten. Natürlich war er bei der Tätowiererin seines Vertrauens, um „Makel zu beseitigen“. Auch mit am Start im Projekt Nichtabstieg ist Luca Sirch, dem der Ausflug in der Bundesliga nicht sonderlich gutgetan hat. Nach null Einsätzen in null Spielen will sich der gebürtige Augsburger über die Regionalliga für weitere ambitionierte Bundesligisten empfehlen. Vielleicht sogar für den FCK? Aufsteigen? Doch nicht etwa in die Bundesliga? In der Rückrunde legt der FCK eine Siegesserie sondergleichen hin. Am Ende gehen die Roten Teufel mit zehn Siegen, sechs Unentschieden und einer Niederlage durch die Rückrunde. Einzig in Braunschweig geht die Mannschaft, die Torsten Lieberknecht jetzt schon seit über zwei Jahren trainiert, mit 11:0 unter. „Aber da kann man eben nichts machen“, sagt Thomas Hengen im interview mit Treffpunkt Betze: „Mal gewinnst du und mal spielst du in Braunschweig.“ Seinen Kaderwert hat der FCK in dieser Saison um 780% erhöht. Im Sommer werden mehrere Spieler in die Premier League wechseln und die Kaufpflicht für Erencan Yardimci ist nur noch Makulatur. Ein Tropfen auf den heißen Betze sozusagen. Und dank David Schramm wird sogar das Stadion zurückgekauft. Am Ende steigen Kaiserslautern und Wolfsburg auf, sowie Schalke und – völlig überraschend – Mönchengladbach ab. Auf die Pfälzer wartet also eine prall gespickte Tüte Bundesliga mit Top-Clubs wie Augsburg, Mainz, Hoffenheim, Leverkusen, Leipzig und Wolfsburg. Da freut man sich doch auf die Auswärtsspiele. Torsten Lieberknecht sagt dazu: „Immerhin nicht nach Braunschweig“. Quelle: Treffpunkt Betze
Die Annere – Der Blick auf die Konkurrenz (Teil 1)

Bald geht’s wieder los! Im Rahmen der Saisonvorbereitung blicken wir auch auf die anderen 17 Vereine, die in der kommenden Zweitliga-Saison antreten – und dabei ganz unterschiedliche Ziele verfolgen. Vor allem das Startprogramm des FCK hat es in sich.Hier ist Teil 1 von „Die Annere“, der 2. Teil erscheint in der kommenden Woche. Spieltag 1: VfL Wolfsburg Die Wölfe sind nach jahrelanger, fast durchgängiger Misswirtschaft in der 2. Liga angekommen. Angesichts des großen Etats, der sich enorm vom Rest der Liga abhebt, kann nur der direkte Wiederaufstieg in die Beletage das Saisonziel sein. Untermauert wurde dieser Anspruch unter anderem durch die Verpflichtungen von Fabian Reese, Robert Glatzel, Fraser Hornby oder Hauke Wahl. Dieter Hecking wurde trotz der verlorenen Relegation vom Trainer zum Geschäftsführer Sport befördert. Als neuen Mann an der Seitenlinie hat er den hoch gehandelten, aber eher unerfahrenen Tobias Strobl (38) verpflichtet, der den SC Verl in der vergangenen Saison mit einem aktiven und dominanten Spielstil auf Platz 6 der 3. Liga geführt hat. Mit der Qualität dieses neu zusammengestellten Kaders ist eine Platzierung auf einem der ersten beiden Ränge für die Wölfe Pflicht. Spieltag 2: Karlsruher SC Beim KSC endete im Mai eine Ära: Sechseinhalb Jahre lang wurde der Verein von Christian Eichner trainiert, dem es gelang, das Team zu einem stabilen Zweitligisten zu entwickeln. Sein Nachfolger ist mit Maximilian Senft ein eher unbeschriebenes Blatt, das vom SV Ried aus Österreich nach Baden wechselt. Nicht nur daher ist der KSC in dieser Saison eine ziemliche Wundertüte, denn auch bei den Spielertransfers ergab sich durch die Abgänge von David Herold, Nicolai Rapp, Fabian Schleusener, Marcel Beifus und Dzenis Burnic ein großer Umbruch. In der Spitzengruppe der Liga sind die Badener daher eher nicht zu erwarten. Spieltag 3: FC St. Pauli Der einstige Kieler Erfolgstrainer Marcel Rapp hat das Ruder von Alexander Blessin übernommen, der den Abstieg aus der Bundesliga nicht verhindern konnte. Da dieser allerdings nicht total überraschend kam, blieb der ganz große Umbruch auf St. Pauli aus, zudem konnten mit Marcus Mathisen (30) und Branimir Hrgota (33) bereits zwei sehr erfahrene Zweitliga-Spieler verpflichtet werden. In Summe sollten die Kiez-Kicker daher den Anspruch haben, direkt wieder oben mitzuspielen. Allerdings gibt es in der engen 2. Liga auch keine Garantie, dass dieser Stimmungsumschwung auch tatsächlich gelingt, denn in der Vergangenheit hatten bereits einige Absteiger Probleme mit der Akklimatisierung in dieser Spielklasse. Spieltag 4: SV Darmstadt Nicht zuletzt aufgrund großer Verletzungssorgen ging dem SV Darmstadt im Schlussspurt um die Aufstiegsränge in der letzten Saison die Puste aus. Nun konnte man sich mit vielversprechenden Spielern wie Ibrahim El Kadiri oder Noah Weißhaupt verstärken, außerdem wechselte Linksverteidiger Florian Kleinhansl vom FCK nach Südhessen. Das große Problem: Die Verkäufe von Fraser Hornby, Isac Lidberg, Killian Corredor und Paul Will bringen zwar über 10 Millionen Euro ein, bedeuten aber auch den Abgang von satten 48 (!) Torbeteiligungen. Daher wäre es eine große Leistung von Trainer Florian Kohfeldt, wenn er das Team wieder in die Top 6 der Liga führen könnte – selbst wenn noch der ein oder andere namhafte Offensivspieler zum Team stoßen sollte. Spieltag 5: 1. FC Magdeburg Wie so oft ist der FCM schwer auszurechnen. Die einst unter Christian Titz etablierte, mutige Ballbesitz-Spielweise wird von Kult-Trainer Petrik Sander weitergeführt. Dabei treten die Ostdeutschen phasenweise wie ein Top-Team auf, nur um dann wieder eklatante defensive Mängel zu offenbaren. In der vergangenen Saison gelang ein überlebenswichtiger Endspurt, der das Team von Platz 18 nach 25 Spieltagen noch auf Rang 14 hievte. Nun haben mit Laurin Ulrich, Dariusz Stalmach, Rayan Ghrieb und dem Innenverteidiger-Duo bestehend aus Magnus Mathisen und Jean Hugenot einige wichtige Akteure den Verein verlassen. Die Neuzugänge hingegen sind ein Mix aus Talenten und soliden Zweitliga-Spielern wie Paul Jaeckel oder Immanuel Iyoha. Da zudem noch ein Abgang von Top-Torjäger Mateusz Zukowski zu erwarten ist, wird auf dem Platz wieder viel an Vereinslegende Baris Atik hängen, der sich bestimmt auch wieder sehr auf die Duelle mit Marlon Ritter und dem FCK freuen wird. Unter dem Strich wären beim FCM mit einer Saison ohne große Abstiegssorgen wohl alle zufrieden. Spieltag 6: Eintracht Braunschweig Lars Kornetka geht in seine erste volle Saison als Löwen-Trainer. Im März verpflichtet, holte er 11 Punkte aus 9 Spielen, die der Eintracht zum Klassenverbleib genügten, allerdings denkbar knapp: Mit 37 Zählern und einer Tordifferenz von -18 landete man auf Platz 15, nur ein Tor vor Platz 16 und einen weiteren Treffer vor Platz 17 – knapper geht es kaum. Nun kommt mit einigen jungen Spielern frischer Wind ins Team, denn kaum ein Neuzugang ist älter als 22 Jahre. Wenn alles so läuft wie immer, werden die Braunschweiger bis zum Schluss gegen den Abstieg in die Drittklassigkeit kämpfen. Spieltag 7: 1. FC Heidenheim Der FCH hat drei Highlight-Jahre in der Bundesliga hinter sich, inklusive eines Ausflugs nach Europa. Nun verändert sich die Rolle der Mannschaft deutlich, da man kaum noch als klarer Außenseiter in die anstehenden Partien gehen wird, wie es in der 1. Liga der Fall war. Die Leihen der Stammspieler Arijon Ibrahimovic, Eren Dinkci, Hennes Behrens und Diant Ramaj sind ausgelaufen, Rechtsverteidiger Omar Traoré wechselte nach Italien und auch der Verbleib von Anführer Patrick Mainka ist noch nicht sicher. Daher ist – trotz der stabilen finanziellen Situation – nicht damit zu rechnen, dass dem Team von Frank Schmidt der direkte Wiederaufstieg gelingen wird. Spieltag 8: VfL Bochum Der VfL könnte eine klassische „Unter-dem-Radar“-Mannschaft der kommenden Spielzeit sein. Für das Top-Talent Cajetan Lenz hat die TSG Hoffenheim satte 10 Mio. Euro an die Castroper Straße überwiesen, auf der Zugangsseite stehen mit Berkan Taz, Karol Mets und Daniel Hanslik zudem ein paar interessante Namen. Trainer Uwe Rösler kennt die zweite Liga gut und konnte die Bochumer in 25/26 souverän aus dem Tabellenkeller auf Platz 9 führen. Gelingt es ihm nun, das Team sogar im oberen Tabellendrittel zu platzieren? Die fantastische Stimmung bei den Bochumer Heimspielen wird sicherlich kein Nachteil sein. Quelle: Treffpunkt Betze
Mahir Emreli verlässt den FCK auf Leihbasis

Ziemlich genau 13 Monate nach Verpflichtung gibt der FCK Mahir Emreli vorerst wieder ab. Der Stürmer wechselt in die erste polnische Liga. Nach einem für beide Seiten enttäuschenden Jahr ist es den Roten Teufeln gelungen, dem wechselwilligen Offensivspieler einen Transfer zu ermöglichen. Der aserbaidschanische Nationalstürmer wechselt zu Raków Czestochowa. Emreli war ablösefrei in die Pfalz gewechselt, blieb nach einer Verletzung aber außen vor und fiel letzten Endes eher durch Nebenkriegsschauplätze auf. Die „Causa Emreli” verdeutlicht die Vielschichtigkeit von Transfers und macht deutlich, dass ein Fehlkauf zum Geschäft dazugehört und nicht zwangsläufig einen „Schuldigen“ hat. Viel Geld – wenig Erfolg Als der 1. FC Kaiserslautern am 28. Juni des vergangenen Jahres Vollzug meldete, waren die Hoffnungen groß. Als Leistungsträger wechselte Mahir Emreli vom Ligakonkurrenten aus Nürnberg in die Pfalz und sollte eine tragende Rolle in der Betze-Offensive einnehmen, weshalb der FCK angeblich tief in die Tasche in Sachen Gehalt griff. Es kam jedoch anders: Nach mehreren bemühten, aber unglücklichen Einsätzen blieb der Neuzugang außen vor. Besonders die Nationalmannschaft setzte das Verhältnis zusätzlich unter Druck, da der Aserbaidschaner Spielpraxis für eine Nominierung benötigte, die er wohl nicht im erwarteten Ausmaß erhielt. Daraufhin machten Medienberichte über eine schlechte Stimmung die Runde, woraufhin es zur Aussprache mit den Verantwortlichen und Emreli kam. Dieser verletzte sich jedoch bei seiner Rückkehr auf den Rasen an den Adduktoren und musste knapp drei Monate pausieren. So zerschlug sich wohl auch ein möglicher Winterwechsel, dessen Gerüchte dennoch einen Fingerzeig bedeuteten. Der 1. FC Kaiserslautern und Mahir Emreli passen nicht zusammen. Gute Lösung für alle Bei solchen Fehleinkäufen wird oft versucht, einer Partei den Schwarzen Peter zuzuschieben, denn wenn das Ansehen schwindet, verlieren Vereine, Spieler und Agenten Geld. Beim FCK endete die Personalsituation glücklicherweise vorerst ohne Schlammschlacht. Es schien ein offenes Geheimnis zu sein, dass Emreli den Verein verlassen würde, und auch Trainer Torsten Lieberknecht ließ sich diesbezüglich zu einer vielsagenden Aussage hinreißen. Die Zeit von Mahir Emreli beim FCK war von Fehleinschätzungen geprägt und ist nun erstmal pausiert. Dennoch ist es nicht undenkbar, dass mit etwas mehr Glück und anderen Umständen hier ein völlig anderes Resümee hätte stehen können. Quelle: Treffpunkt Betze
Nie mehr 1. Liga? – Saisonrückblick 2011/12

Mit einer historisch schlechten Saison verabschiedete sich der FCK aus der Bundesliga – bis heute. Ein Rückblick auf den Anfang vom Ende. Die Ausgangslage Nachdem der FCK die Vorsaison durch einen überragenden Endspurt noch auf einem starken 7. Platz beendet hatte, war die Hoffnung groß, dass er sich auch in der kommenden Saison aus dem Abstiegskampf heraushalten könne. Doch im Sommer 2011 verlor der FCK zwei elementare Stützen. Ivo Iličević wechselte für vier Millionen zum HSV und Toptorjäger Srđan Lakić schloss sich ablösefrei den Wölfen aus der Autostadt an. Zudem verließen Adam Nemec und Jiří Bičák im Winter den Verein ablösefrei. Im Sommer war Itay Shechter der Königstransfer. Für 2,5 Millionen Euro wechselte er von Hapoel Tel Aviv zum FCK. Weitere Transfers in diesem Sommer sind unter anderem Sandro Wagner, der von Werder Bremen ausgeliehen wird, sowie Richard Sukuta-Pasu und Konstantinos Fortounis, der für 250.000 Euro von Asteras Tripolis kommt. Der Kader Im Tor startet der junge Kevin Trapp als Nummer eins in die Saison. Er hatte bereits zum Ende der Vorsaison Tobias Sippel aus dem Tor verdrängt. In der Viererkette herrschte selten die gewohnte Kontinuität. Einzig Florian Dick war gesetzt. In der Innenverteidigung war es ein Dreikampf zwischen Rodnei, Amedick und Abel. Auf der linken Seite duellierten sich Bugera und Jessen um den Stammplatz. Im Winter verließ Amedick den FCK und wechselte zu Eintracht Frankfurt. Für ihn kam Ariel Borysiuk für 2 Millionen Euro. Im zentralen Mittelfeld spielten meist Kirch und Tiffert, etwas offensiver oder auf dem Flügel Pierre de Wit. Auf der Außenbahn wurden ebenfalls Sahan, Sukuta-Pasu und Julian Derstroff eingesetzt. Meistens spielte der FCK mit einer Doppelspitze, bestehend aus Itay Shechter und wahlweise Dorge Kouemaha oder Sandro Wagner. Der Saisonverlauf Der FCK startete holprig in die Saison. Nach der Auftaktniederlage gegen Bremen folgten zwei Unentschieden gegen Augsburg und Köln. Als daraufhin noch zwei weitere Niederlagen gegen die Bayern und Gladbach folgen, wird die Luft am Betzenberg zum ersten Mal dünner. Am 6. Spieltag folgt endlich der erste Saisonsieg gegen Mainz. Nach einem frühen Rückstand durch Choupo-Moting dreht der FCK dank eines Eigentors von Bo Svensson und Treffern von Shechter und Tiffert die Partie. Doch die Freude währte nur kurz, denn der FCK verlor die nächsten beiden Spiele gegen Wolfsburg und Stuttgart. Schon am 8. Spieltag war klar: Es hakt in der Offensive. Lediglich fünf Tore in den ersten acht Spielen. Ein Trend, dem man kurzzeitig mit zwei Siegen gegen Schalke und Freiburg entgegenwirken kann – doch über die gesamte Saison gesehen wird die Offensive zum Hauptproblem der Roten Teufel. Die gute Nachricht: Von Spieltag 11 bis 19 verliert man nur zwei Spiele. Die schlechte: Man gewinnt kein einziges. Der FCK gewinnt zu selten und spielt zu oft unentschieden. Auch in den nächsten sieben Spielen schafft es das Team unter Marco Kurz nicht, ein Spiel zu gewinnen, sodass der FCK nach dem 26. Spieltag die Reißleine zieht. Nach der 1:4-Niederlage gegen Draxler, Raúl und Co. muss Marco Kurz gehen. Für ihn kommt Krassimir Balakov. Wirklich krass ist allerdings nur der Fehlstart, den Balakov hinlegt. Fünf Niederlagen am Stück bringen den FCK Stück für Stück an den Abgrund. Ausgerechnet am 32. Spieltag, als der FCK nach 22 Spielen mit einem 2:1-Sieg gegen Hertha wieder einen Sieg einfahren kann, ist der Abstieg des FCK auch rechnerisch besiegelt. Damit steigt der FCK mit 23 Punkten und lediglich 24 Toren ab und spielt die historisch schlechteste Bundesligasaison. Ein Vorgeschmack auf die kommenden Jahre. Die Treffpunkt-Betze-Awards der Saison: Spieler der Saison: Florian DickTor der Saison: Julian Derstroff gegen LeverkusenTrikot: Heim: 7/10 | Auswärts: 6/10Lichtblick der Saison: FCK-Torwartschule Wahrscheinlichkeit, nach dem dritten Bier über die Mannschaft zu schwärmen: 0% Quelle: Treffpunkt Betze
Große Klasse! Kelven Frees wechselt per Leihe zum FCK

Der 21-jährige Innenverteidiger kommt von der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim und bringt mit 2,02 Metern jede Menge Größe und einen bereits gefüllten Trophäenschrank mit. In der Saison 2023/24 gewann er mit Hoffenheim den A-Junioren-Pokal und die A-Junioren-Liga und im Jahr darauf die Meisterschaft der Regionalliga Südwest. Ein weiterer junger Transfer, der die aktuelle Marschrichtung des FCK auf dem Transfermarkt bestätigt. Klos über Frees: “Hochtalentierter Spieler” Sportdirektor Marcel Klos bestätigte dies und fügte hinzu: „Wir konnten Kelven in vielen Gesprächen von unserem Weg überzeugen, hochtalentierten jungen Spielern eine Perspektive zu bieten.“ Neben seiner Größe und Kopfballstärke zähle auch seine Schnelligkeit zu seinen Stärken, so Klos über den Neuzugang. Frees über den Transfer: “Außergewöhnliche Atmosphäre” Kelven Frees selbst ist heiß auf die neue Herausforderung: „Ich freue mich riesig darauf, gemeinsam mit dem FCK in der 2. Bundesliga aufzulaufen und die außergewöhnliche Atmosphäre am Betzenberg zu erleben. Ich bin heiß, in dieser für mich neuen Spielklasse so schnell wie möglich anzukommen.” Quelle: 1. FC Kaiserslautern
“Top-Talent”- Neuzugang Tazemeta in der Analyse

Mit dem im Jahr 2007 geborenen Thierry Fidjeu-Tazemeta stellte der 1. FC Kaiserslautern seine erste offensive Festverpflichtung vor. Der 18-Jährige absolvierte den Großteil seiner Ausbildung im NLZ des österreichischen Zweitligisten SKN St. Pölten, bevor er 2024 in die U17 von Borussia Dortmund wechselte. Dort machte er als deutscher B-Junioren-Meister den nächsten Schritt. Zudem hatte er die Möglichkeit, mit Österreich an der U17-Europameisterschaft teilzunehmen. In dieser stellt Treffpunkt Betze den jungen Neuzugang des FCK vor. Leichtfüßigkeit und Ballkontrolle als Waffe Der Eyetest zeigt, dass Tazmeta ein sehr leichtfüßiger Spieler ist. Er bewegt sich sehr frei, ist äußerst beweglich in der Hüfte und kann daher schnelle Richtungswechsel und das Manövrieren um Gegenspieler – auch mit Ball am Fuß – mühelos ausführen. In Kombination mit seinem natürlichen Ballgefühl macht ihn das zu einem extrem starken Dribbler, den man nur schwer vom Ball trennen kann. Diese Fähigkeiten nutzt er gut, um den Ball beispielsweise an der Mittellinie zu empfangen und anschließend linienbrechend durch mehrere Reihen bis ins Angriffsdrittel zu tragen (5,42 progressive Ballmitnahmen pro 90 gespielten Minuten). Auch dort ist er sehr variabel, zieht gerne von der rechten Außenbahn in die Mitte und sorgt mit kraftvollen und vor allem platzierten Abschlüssen immer wieder für Gefahr (4,68 Berührungen im Strafraum und 3,49 Schüsse pro 90 Minuten). Spielintelligenz im letzten Drittel In diesem Bereich ist Tazemeta für sein Alter bereits sehr weit. Viele junge „Zocker” neigen dazu, sich im Dribbling festzulaufen und dabei bessere Optionen zu übersehen. Tazemeta ist das Gegenteil: Schaut man sich seine Spiele an, sieht man, dass er im letzten Angriffsdrittel häufig den Kopf hebt und gezielt nach Mitspielern im Strafraum oder am zweiten Pfosten sucht. Seine Übersicht ist überzeugend und er zeigt sowohl Spielverständnis als auch Uneigennützigkeit. (0,46 Vorlagen pro 90 Minuten). Dominanz durch Physis und Antritt Mit einer Körpergröße von 1,92 Metern bringt er viele natürliche Vorteile mit. Er nutzt seinen Körper in Zweikämpfen bewusst und kann sich so auch gegen physisch starke, zweikampfbetonte Außenverteidiger durchsetzen. Aufgrund seiner Größe verfügt er zudem über eine große Reichweite mit den Beinen, wodurch er Bälle gut festmachen kann. In Kombination mit seinem schnellen Antritt kann er diese Vorteile auch im hohen Pressing nutzen und so viele Bälle gewinnen. Der Antritt hilft ihm außerdem, Gegenspieler nach demVorlegen des Balls zu überwinden. In Luftzweikämpfen wäre es wünschenswert, wenn er sich seiner Größe noch stärker bewusst machen würde und diese konsequenter einsetzen würde (30 % gewonnene Luftduelle). Das ist jedoch kein ungewöhnliches Thema bei jungen Spielern und verschwindet meist mit zunehmender Erfahrung. Zukunftsinvestition mit offenen Fragen Dieser ablösefreie Transfer ist für den Spieler und den FCK ein sehr guter Deal. Er hat das Potenzial, ein zukünftiger Startelf – Spieler für den FCK zu werden, auch wenn er zunächst Zeit brauchen wird, um sich an das Niveau zu gewöhnen – insbesondere, da seine bisherigen Profierfahrungen auf einen Kurzeinsatz in der Regionalliga West beschränkt sind. Hier wird es wichtig sein, dass die Fans des FCK geduldig sind und ihm die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln. Gerade bei jungen, risikobereiten Offensivspielern kann das Frustrationslevel in schwächeren Phasen schnell steigen. Umso wichtiger ist es, dass er Rückhalt erhält und nicht vorschnell abgeschrieben wird. Zudem hatte er bereits mit Verletzungsproblemen zu kämpfen, weshalb eine sensible Belastungssteuerung eine wichtige Rolle spielen könnte und das Trainerteam ein gewisses Feingefühl zeigen muss. In diesem Zusammenhang bleibt abzuwarten, wie gut er in das System von Thorsten Lieberknecht passt. Dieser steht bislang nicht unbedingt für einen besonders offensiven und schnellen Spielstil. Es besteht die Möglichkeit, dass Lieberknechts Anforderungsprofil und Rolle nicht optimal zu Tazemetas Stärken passen.Abschließend lässt sich jedoch festhalten, dass der FCK sich mit Tazemeta einen jungen Spieler gesichert hat, der international von Scouts beachtet wird und Hoffnung auf eine modernere Ausrichtung in Spielweise und Kaderplanung am Betzenberg macht. Autor: Tim R.
FCK startet in Wolfsburg – Spielplan veröffentlicht

Der FCK tritt am ersten Spieltag der neuen Zweitliga-Saison in Wolfsburg an. Das Derby gegen den KSC steht früh auf dem Programm. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat am Freitag den neuen Spielplan für die Saison 2026/27 bekanntgegeben. Den Auftakt zur neuen Spielzeit bestreitet der VfL Bochum und Hertha BSC – der 1. FC Kaiserslautern tritt gegen Absteiger Wolfsburg an. Das Derby gegen den KSC findet bereits am zweiten Spieltag statt. Der Startschuss für die zweite Liga fällt bereits am 7. August 2026 – final beendet wird der Spielbetrieb am 23. Mai 2027. Mit der Saison 26/27 gilt erstmals eine Neuerung: der Spielbetrieb wird nur von zwei Länderspielpausen unterbrochen (21. September bis 6. Oktober & 9. bis 17. November). Am 20. Dezember verabschiedet sich der Spielbetrieb dann in eine rund vierwöchige Pause. Die Ansetzungen der Roten Teufel: 1. Spieltag : VFL Wolfsburg– 1. FC Kaiserslautern 2. Spieltag 1. FC Kaiserslautern – KSC 3. Spieltag : St. Pauli – 1. FC Kaiserslautern 4. Spieltag 1. FC Kaiserslautern – Darmstadt 98 5. Spieltag FC Magdeburg– 1. FC Kaiserslautern 6. Spieltag 1. FC Kaiserslautern – Eintracht Braunschweig 7. Spieltag 1. FC Heidenheim– 1. FC Kaiserslautern 8. Spieltag 1. FC Kaiserslautern – VfL Bochum 9. Spieltag : 1. FC Nürnberg– 1. FC Kaiserslautern 10. Spieltag 1. FC Kaiserslautern – Hertha BSC 11. Spieltag : VfL Osnabrück– 1. FC Kaiserslautern 12. Spieltag 1. FC Kaiserslautern – Dynamo Dresden 13. Spieltag Holstein Kiel– 1. FC Kaiserslautern 14. Spieltag 1. FC Kaiserslautern – Spvgg. Fürth 15. Spieltag Arminia Bielefeld– 1. FC Kaiserslautern 16. Spieltag Hannover 96 – 1. FC Kaiserslautern 17. Spieltag 1. FC Kaiserslautern – Energie Cottbus