FCK-Insights: Im letzten Drittel hapert´s

Auch das Spiel gegen den KSC hat offengelegt, dass es den Roten Teufeln im letzten Drittel an Überzeugung und Ideen mangelt. Auch die Statistiken bestätigen diesen Eindruck. Endlich wieder Heimspiel, und dann gleich ein Derby gegen die Badenser aus Karlsruhe! Im Grunde war alles angerichtet für einen dieser besonderen Fußballabende auf dem Betzenberg. Und stimmungstechnisch war es wie erwartet auch einer dieser Abende. Ergebnistechnisch leider nicht, denn wie schon gegen Wolfsburg stand am Ende sowohl vorne als auch hinten die Null, was zu sowohl positiven als auch negativen Erkenntnissen führt. Ausgeglichenes Spiel mit zwei Gesichtern Ein Blick auf die Statistiken des Spiels erklärt, warum am Ende des intensiven Derbys keine der beiden Mannschaften als Sieger vom Platz ging. Denn diese zeugen von einer sehr ausgeglichenen Partie. So hatte der FCK mit 51 Prozent Ballbesitz (bundesliga.de) in dieser Hinsicht hauchzart die Nase vorne, wohingegen die Gäste bei der Anzahl gewonnener Zweikämpfe mit 89 zu 88 (bundesliga.de) knapp vorne lagen. In der ersten Hälfte waren die Lautrer das etwas bessere Team, in der zweiten Hälfte dann der Karlsruher SC. Auch bei der Passquote verzeichneten beide Mannschaften mit 79 Prozent denselben Wert (bundesliga.de). Ein Wert, der einerseits zeigt, dass beide Teams in der Passqualität noch Luft nach oben haben, und der andererseits erklärt, warum auf beiden Seiten richtig gute Torchancen Mangelware waren.  Auch über die Zweikampfquote hinaus kann hinsichtlich der Intensität keine Kritik geübt werden. Beide Mannschaften lieferten sich einen intensiven Kampf. Der KSC lief am Ende knapp drei Kilometer mehr (110,03 km vs. 113,08 km, kicker.de). Dies bestätigt den Eindruck, dass die Gäste in der zweiten Hälfte zielstrebiger und aktiver waren. Die xG-Werte von 1,06 vs. 1,19 (bundesliga.de) verfestigen den Eindruck, dass letztlich eine gerechte Punkteteilung zweier eher ungefährlicher Mannschaften stand. Ein überzeugender Kunze  Während Abräumer Fabi Kunze in Wolfsburg wenig überzeugen konnte, erwischte die Nummer 6 der Roten Teufel im Derby gegen den KSC einen richtig guten Tag. Auch wenn dem 28-Jährigen gerade im Spiel mit dem Ball am Fuß nicht immer alles gelang, zeigte er kämpferisch eine bärenstarke Leistung. Kunze nahm das Derby von Beginn an an, kämpfte unermüdlich, gewann 12 Zweikämpfe und damit die meisten aller eingesetzten Spieler (bundesliga.de). Zudem legte der Rechtsfuß mit 10,7 km Laufleistung (bundesliga.de) die größte Distanz seines Teams zurück. Auf dieser Leistung lässt sich aufbauen und in Mannheim anknüpfen. Krahl als sicherer Rückhalt Wie schon im Gastspiel in der Volkswagen Arena konnte Schlussmann Julian Krahl überzeugen und sich mit einer weißen Weste belohnen. Diese hat sich der 26-Jährige mit acht starken Paraden (fotmob.com) hart erarbeitet. Dabei bügelte der Torhüter der Roten Teufel auch mehrfach Patzer seiner Vorderleute aus und bewies große Konzentration. Für seinen starken Auftritt wurde „Kralle“ von der Plattform fotmob.com mit einer Wertung von 8,4 zum Spieler des Spiels gekürt. Einziger Kritikpunkt an der Leistung des Fanlieblings war wie so oft sein Spiel mit dem Ball am Fuß. Die Statistiken von 67 Prozent allgemeiner Passgenauigkeit sowie gerade einmal sieben von 18 genauen langen Bällen (beides fotmob.com) offenbaren deutliches Verbesserungspotenzial. Bei seiner ansonsten starken Leistung ist dies jedoch nur das berühmt-berüchtigte Haar in der Suppe. Weitere Statistiken: Pässe: 379 vs. 363 Torschüsse: 11 vs. 13 Flanken: 14 vs. 10 Flankenquote: 21% vs. 30% Ecken: 4 vs. 11 Hinten stark, vorne zu blass Die wichtigste Erkenntnis ist, dass der FCK in beiden Spielen gegen gute Zweitligisten mit seiner defensiven Stabilität überzeugen konnte. Karlsruhe fand zwar zu Chancen, richtig hochkarätig waren diese aber fast nie. Dies ist insbesondere das Ergebnis der mutigen und in der Anfangsphase sehr gut funktionierenden hohen und aggressiven Manndeckung, die die Roten Teufel spielten.  Im Offensivspiel blieben die Pfälzer jedoch ein zweites Mal in Folge blass. Bis zum letzten Drittel lief der Ball, gerade im ersten Durchgang, immer wieder richtig gut. Doch in der letzten Aktion, im letzten Pass, fehlte den Männern in Rot die Überzeugung und Konsequenz. Hier müssen sich die Roten Teufel dringend steigern, um sich in den kommenden Begegnungen für ihre gute Defensivleistung mit mehr als nur einem Punkt belohnen zu können. Quelle: Treffpunkt Betze

Südwest-Nullnummer : FCK mit Mangelnder Durchschlagskraft

Das 21. Südwestderby zwischen den Roten Teufeln und dem KSC erinnerte an einen sehr taktisch geprägten Boxkampf, in dem der FCK dank Julian Krahl nicht K.O. ging. Zwei Spiele, keine Tore – das ist die bisherige Bilanz der Roten Teufel in dieser Saison. Der Kämpfer in der roten Ecke dominierte die ersten Runden, konnte aber keinen Achtungstreffer landen. Gegen Ende rächten sich die anfänglichen Bemühungen und der KSC übernahm die Kontrolle. Schließlich entging der FCK mit etwas Glück dem K.-o. Unter dem Strich steht ein Punkt. Für mehr – so ehrlich muss man sein – hat es nicht gereicht. Eine weitere Erkenntnis, die schon zuvor bestand, sich durch die Verletzung von Naatan Skyttä aber zunehmend aufdrängt, ist die folgende: Mindestens ein Offensivspieler muss noch eingekauft werden. Würdiger Rahmen – Heiße Atmosphäre Spätestens als KSC-Coach Senft über die Lautrer Standards meckerte, war klar: Das erste Derby dieser Saison würde ein heißer Ritt werden. Die organisierte Fanszene der Roten Teufel präsentierte eine herausragende „Nur der FCK/ Scheiß KSC“-Wechselchoreografie, und auch der Gästeblock brannte. Die Partie war früh von Gelben Karten und Emotionen geprägt und auch die Muster aus dem Spiel gegen Wolfsburg zeigten sich beim FCK wieder: hohes Pressing, Lösungen mit Ball – und leider auch mangelnde Abschlussqualität. Wenn die Roten Teufel in gefährliche Situationen kamen, scheiterte es oft an falschen Entscheidungen und mangelnder Zielstrebigkeit. Das zeigt auch die Statistik: In den letzten sieben Spielen erzielte der FCK nur einen Treffer aus dem Spiel heraus: Simon Astas 2:0 gegen Arminia Bielefeld. Dem Team fehlt die Durchschlagskraft. Karlsruh‘ obenauf – Krahl rettet Julian Krahl avancierte im zweiten Abschnitt zum Matchwinner, zuerst musste der Hintermann gegen Pinto Pedrosas Knie den Kopf hinhalten, konnte dennoch weiterspielen. Mit Beginn der zweiten Stunde wirkte die Heimmannschaft erschöpft, konnte immer weniger Akzente setzen und ließ sich schließlich vom KSC hinten einschnüren. Am Schlussmann der Roten Teufel sollten die badischen Gäste schließlich verzweifeln: Zahlreiche Rettungsaktionen hielten einen Punkt auf dem Betze. Unterm Strich gewinnt der FCK einen weiteren Punkt, bleibt erneut ohne Gegentor und kann sich weiterhin auf eine stabile Defensive verlassen. Der drohende Ausfall von Naatan Skyttä und die Zahnlosigkeit im Angriff sollten jedoch erste Alarmglocken schrillen lassen. Der FCK muss personell noch nachlegen. Spielernoten: Zur Saison 2026/27 bringen wir die Spielernoten zurück. Der jeweilige Redakteur benotet selbst – mit Begründung. Quelle: Treffpunkt Betze

Auftakt in die Derbywochen – die Luft knistert

Nach der respektablen Leistung gegen die Wölfe steht für den FCK das erste zweier Südwestderbys an. Flutlicht, Derby, Topspiel – Was gibt es Besseres? Knapp 100 Tage, nachdem sich die Roten Teufel aus dem Fritz-Walter-Stadion in die Saisonpause verabschiedet haben, geht es am Samstag endlich wieder „nuff”. Dabei schürt die noch junge Spielzeit Spannung. Sowohl der FCK als auch die Gäste aus Baden zeigten in ihrer ersten Partie eine gute Leistung. Das macht die traditionell ausgeglichene Partie noch interessanter. Dennoch haben die Pfälzer einen kleinen Vorteil: Seit der Jahrtausendwende haben die Roten Teufel erst einmal gegen die Blau-Weißen auf dem heimischen Rasen verloren. Debakel, Budu-Jubel, Randale – Die letzten Duelle Wenn die zwei Gründungsmitglieder der Bundesliga aufeinandertreffen, ist Spektakel garantiert – auf und neben dem Platz. In den letzten fünf Duellen fielen im Schnitt vier Tore. Beispielsweise crashte der KSC in der Saison 23/24 die Heimpremiere von Friedhelm Funkel und schoss die Lautrer mit 0:4 in den Tabellenkeller. In der darauffolgenden Saison nahmen die Roten Teufel Revanche, als KSC-Stürmer Zivzivadze nach seinem vermeintlichen Ausgleichstreffer mit der „Psst-Geste“ vor die West trat, nur um kurz darauf diesen Treffer aberkannt zu bekommen und anschließend mit 3:1 nach Hause geschickt zu werden. Richtig Feuer war allerdings in der letzten Begegnung drin: Im Wildpark ging der FCK mit 2:0 in Führung, gab diese wieder aus der Hand, ehe Marlon Ritter eine hochemotionale Partie in der 93. Minute für die Pfälzer entschied. Im Anschluss an die Begegnung stürmten Anhänger der Gastgeber das Stadion und versuchten, in den Gästeblock einzudringen. Diese Ausschreitungen überschatteten die Partie. Bericht aus Baden: Startschuss einer neuen Ära Der KSC befindet sich im ersten Jahr nach Eichner. Sechs Jahre lang stand „Eiche“ an der Seitenlinie der Blau-Weißen. Der Sinsheimer war lange der dienstälteste Zweitligatrainer, doch die schwache vergangene Saison setzte dem ein Ende. Zur neuen Spielzeit sitzt mit Maximilian Senft ein Newcomer auf der Trainerbank. Der Österreicher setzt auf aggressives Pressing, direktes Spiel nach vorne und hohe Intensität in allen Aktionen. Das war bereits beim Heimdebüt des 36-Jährigen ersichtlich: Gegen Bielefeld resultierte das 1:0 aus hohem Pressing, allerdings lud das direkte Karlsruher Spiel die Bielefelder auch zu zahlreichen Chancen ein. Besonders auf KSC-Legende Wanitzek, Doppeltorschütze Broschinski und ein echtes Top-Talent müssen die Lautrer ein Auge haben. Danyal Zor, der kleine Bruder des ehemaligen FCK-Spielers Yasin, spielte sich durch eine starke Vorbereitung in die Startelf der Badener. Mit 19 Jahren legte Zor ein blitzsauberes Profi-Debüt hin und glänzte insbesondere als Taktgeber im defensiven Mittelfeld. Startelf steht – Erste Chance für Schramm? Nach dem guten Auftritt in Wolfsburg dürfte Chefcoach Lieberknecht wohl kaum Personaländerungen vornehmen. Mit Alex Murphy steht den Pfälzern eine weitere Option für die zuletzt starke Defensive zur Verfügung und auch David Schramm dürfte wieder bei 100 % sein. Schramm könnte die starre Doppelsechs, die in Wolfsburg ein Schwachpunkt war, beleben. Allerdings bleibt das bisherige Duo Sahin/Kunze die wahrscheinlichste Option. Paul Joly ist nach abgesessener Sperre zwar einsatzbereit, wird aber – auch aufgrund der Wechselgerüchte – wohl auf der Bank Platz nehmen. Voraussichtliche Aufstellung:Krahl – Rasmussen, Gyamfi, Elvedi – Haas, Sahin, Kunze, Asta – Skyttä, Ritter – Berisha Quelle: Treffpunkt Betze