Auftakt in die Derbywochen – die Luft knistert

Foto: Andreas Leiner

Nach der respektablen Leistung gegen die Wölfe steht für den FCK das erste zweier Südwestderbys an.

Flutlicht, Derby, Topspiel – Was gibt es Besseres? Knapp 100 Tage, nachdem sich die Roten Teufel aus dem Fritz-Walter-Stadion in die Saisonpause verabschiedet haben, geht es am Samstag endlich wieder „nuff”. Dabei schürt die noch junge Spielzeit Spannung. Sowohl der FCK als auch die Gäste aus Baden zeigten in ihrer ersten Partie eine gute Leistung. Das macht die traditionell ausgeglichene Partie noch interessanter. Dennoch haben die Pfälzer einen kleinen Vorteil: Seit der Jahrtausendwende haben die Roten Teufel erst einmal gegen die Blau-Weißen auf dem heimischen Rasen verloren.

Debakel, Budu-Jubel, Randale – Die letzten Duelle

Wenn die zwei Gründungsmitglieder der Bundesliga aufeinandertreffen, ist Spektakel garantiert – auf und neben dem Platz. In den letzten fünf Duellen fielen im Schnitt vier Tore. Beispielsweise crashte der KSC in der Saison 23/24 die Heimpremiere von Friedhelm Funkel und schoss die Lautrer mit 0:4 in den Tabellenkeller. In der darauffolgenden Saison nahmen die Roten Teufel Revanche, als KSC-Stürmer Zivzivadze nach seinem vermeintlichen Ausgleichstreffer mit der „Psst-Geste“ vor die West trat, nur um kurz darauf diesen Treffer aberkannt zu bekommen und anschließend mit 3:1 nach Hause geschickt zu werden. Richtig Feuer war allerdings in der letzten Begegnung drin: Im Wildpark ging der FCK mit 2:0 in Führung, gab diese wieder aus der Hand, ehe Marlon Ritter eine hochemotionale Partie in der 93. Minute für die Pfälzer entschied. Im Anschluss an die Begegnung stürmten Anhänger der Gastgeber das Stadion und versuchten, in den Gästeblock einzudringen. Diese Ausschreitungen überschatteten die Partie.

Bericht aus Baden: Startschuss einer neuen Ära

Der KSC befindet sich im ersten Jahr nach Eichner. Sechs Jahre lang stand „Eiche“ an der Seitenlinie der Blau-Weißen. Der Sinsheimer war lange der dienstälteste Zweitligatrainer, doch die schwache vergangene Saison setzte dem ein Ende. Zur neuen Spielzeit sitzt mit Maximilian Senft ein Newcomer auf der Trainerbank. Der Österreicher setzt auf aggressives Pressing, direktes Spiel nach vorne und hohe Intensität in allen Aktionen. Das war bereits beim Heimdebüt des 36-Jährigen ersichtlich: Gegen Bielefeld resultierte das 1:0 aus hohem Pressing, allerdings lud das direkte Karlsruher Spiel die Bielefelder auch zu zahlreichen Chancen ein. Besonders auf KSC-Legende Wanitzek, Doppeltorschütze Broschinski und ein echtes Top-Talent müssen die Lautrer ein Auge haben. Danyal Zor, der kleine Bruder des ehemaligen FCK-Spielers Yasin, spielte sich durch eine starke Vorbereitung in die Startelf der Badener. Mit 19 Jahren legte Zor ein blitzsauberes Profi-Debüt hin und glänzte insbesondere als Taktgeber im defensiven Mittelfeld.

Startelf steht – Erste Chance für Schramm?

Nach dem guten Auftritt in Wolfsburg dürfte Chefcoach Lieberknecht wohl kaum Personaländerungen vornehmen. Mit Alex Murphy steht den Pfälzern eine weitere Option für die zuletzt starke Defensive zur Verfügung und auch David Schramm dürfte wieder bei 100 % sein. Schramm könnte die starre Doppelsechs, die in Wolfsburg ein Schwachpunkt war, beleben. Allerdings bleibt das bisherige Duo Sahin/Kunze die wahrscheinlichste Option. Paul Joly ist nach abgesessener Sperre zwar einsatzbereit, wird aber – auch aufgrund der Wechselgerüchte – wohl auf der Bank Platz nehmen.

Voraussichtliche Aufstellung:
Krahl – Rasmussen, Gyamfi, Elvedi – Haas, Sahin, Kunze, Asta – Skyttä, Ritter – Berisha

Quelle: Treffpunkt Betze

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