Halb, halb auf der Alb

Foto: Sebastian Widmann/GettyImages

Auch nach der Länderspielpause bleibt der FCK im Minimalismus-Modus und fährt auf der Ostalb das dritte 0:0 der Saison ein. In einem umkämpften Spiel bewies der FCK einmal mehr, dass er auf Augenhöhe mit einem der Topteams der Liga ist, und legte einen soliden Re-Start hin.

Die Defensive bleibt sattelfest

Insgesamt drei Veränderungen nahm Torsten Lieberknecht vor. Kunze rückte wieder auf die 6, Rasmussen stand nach überstandener Krankheit ebenfalls wieder in der Dreierkette und Berisha bekam im Sturmzentrum eine Chance. Die in dieser Saison schon oft hochgelobte Dreierkette wusste auch am Freitagabend zu überzeugen. Gyamfi und Elvedi traten mit jeder Menge Dynamik, Robustheit und resolutem Zweikampfverhalten auf, während Rasmussen die Fäden im Spielaufbau zog. Ob der FCK auch in den kommenden Wochen auf diese Konstellation setzen kann, bleibt fraglich, denn erst musste Gyamfi in der 59. Minute ausgewechselt werden und in der 80. verließ auch Rasmussen angeschlagen das Feld.

Die Offensive bleibt weitestgehend harmlos

Hinten steht die Null, vorne leider auch. Gegen die robuste Defensive des 1. FC Heidenheim tat sich der FCK lange schwer. In der ersten Halbzeit schaffte der FCK es gelegentlich über die rechte Seite im Zusammenspiel mit Joly und Skyttä in die gefährlichen Räume zu kommen und hatte Pech das Sahin nur die Latte traf (9.) Berisha agierte die meiste Zeit unglücklich, mit der Hereinnahme von Yardimci, sowie Kanaté und Tazemeta gewann das Lautrer Offensivspiel deutlich an Energie und Dynamik. Aus dem Spiel heraus wurde es allerdings nur einmal zwingend. Robinson legte nach einem schönen Solo-Lauf quer, doch Yardimci schoss den Ball aus zehn Metern über das Tor. Die Rückkehr von Ivan Prtajin wird weiterhin sehnsüchtig erwartet. Der Kroate musste am Freitagabend noch zu Hause bleiben und wird wohl erst am nächsten Spieltag in den Kader rücken.

Zur Saison 2026/27 bringen wir die Spielernoten zurück. Der jeweilige Redakteur benotet selbst – mit Begründung.

Julian Krahl: 2

War meistens beschäftigungslos, parierte einmal stark gegen Schöppner (24.)

Mika Haas: 3+

Bemüht, nach vorne ging aber zu wenig. Hinten solide und abgeklärt 

Jacob Rasmussen: 2


spielerisch wieder gut, körperlich ein, zwei mal abfallend 

Maxwell Gyamfi: 1-


Bis zur Auswechslung eine absolute Macht in der Zentrale: schnell, robust, abgeklärt

Jan Elvedi: 1-


Mr Zuverlässig stark in der Zweikampfführung und ohne nennenswerte Fehler 

Paul Joly: 3+


Gute erste Halbzeit mit guter Spielintelligenz, leistete sich hinten raus aber viele haarsträubende Fehlpässe

Semih Sahin: 2+


Leitete die Zentrale ballsicher und spielte immer wieder clevere Pässe

Fabian Kunze: 2


Gewann zahllose Zweikämpfe in der Luft und am Boden, in wenigen Situationen aber zu langsam

Marlon Ritter: 4+


Ging in einem körperlichen Spiel unter, kam nur aus der Distanz zum Abschluss

Naatan Skyttä: 3-


Anfangs mit viel vertikalität im Zusammenspiel mit Joly, wurde mit dem Verlauf des Spiels immer schwächer

Mergim Berisha: 5+


Stets Bemüht, als Wandspieler gegen Mainka und Co sicherlich keine einfache Aufgabe, dennoch viel zu häufig Ungenauigkeiten

Alex Murphy: 2-


Hinten solide und zeigte gegen Ende seine Qualität nach vorne 


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