Derby gegen den KSC: „Kein Fußballspiel, sondern eben ein Derby“

Foto: Andreas Leiner
Foto: Andreas Leiner

Am 2. Spieltag wartet auf den 1. FC Kaiserslautern das erste Derby der Saison – natürlich vor ausverkauftem Haus im Fritz-Walter-Stadions. Aufgrund des hohen Zuschaueraufkommens öffnen die Stadiontore diesmal zweieinhalb Stunden vor Anpfiff. Die Partie wird zudem live bei RTL und Sky übertragen.

Personell muss Torsten Lieberknecht weiterhin auf Ivan Prtajin und Owen Gibs verzichten. Paul Joly, der zum Saisonauftakt noch gesperrt gefehlt hat, wird dagegen aller Voraussicht nach wieder zum Kader gehören. Zu den zuletzt aufgekommenen Gerüchten um den Außenverteidiger wollte sich der Cheftrainer nicht äußern.

Murphy „passt auf den Betzenberg“

Mit Alex Murphy hat der FCK unter der Woche noch einmal in der Defensive nachgelegt. Der 22-jährige Innenverteidiger kommt auf Leihbasis von Newcastle United und soll vor allem die linke Position in der Dreierkette verstärken, wobei Lieberknecht betonte, dass er ebenso auf der linken Schiene agieren kann. Grundsätzlich zeigte sich Lieberknecht angetan von seinem neuen Schützling und unterstrich, dass „Murphy mit seiner Art gut nach Kaiserslautern und auf den Betzenberg passe“. Der junge Ire komme mit einer gewissen Bodenständigkeit und vor allem mit großer Lust auf den FCK an.

Mit dieser Verpflichtung ist die Defensive für Lieberknecht nun komplett. „Jetzt haben wir in der Dreierkette jede Position doppelt besetzt“, erklärte der FCK-Coach. Besonders wichtig war ihm dabei gewesen, neben Jacob Rasmussen einen weiteren Linksfuß im Defensivverbund zu haben. Ob Murphy bereits im Spiel gegen Karlsruhe im Kader steht, soll erst kurzfristig entschieden werden.

„Müssen emotionale Spiele werden“

Die besondere Bedeutung des Duells mit dem KSC und auch des darauffolgenden Pokal-Derbys in Mannheim hob Lieberknecht bereits auf der Pressekonferenz deutlich hervor: „Die Bedeutung ist für beide Seiten enorm hoch.“ Ein Derby unterscheidet sich damit auch von einem gewöhnlichen Ligaspiel: „Es ist irgendwo auch kein Fußballspiel, sondern eben ein Derby.“

Auch innerhalb der Mannschaft ist die Bedeutung der Partien angekommen. Marlon Ritter scherzte mit Blick auf den Neuzugang Alex Murphy, dieser sei bereits „eingenordet“ und damit mit den Besonderheiten des Duells vertraut.

Wanitzek nicht einziger Faktor

Sportlich ist der KSC noch schwierig einzuschätzen, erst ein Pflichtspiel hat man unter dem neuen Coach Maximilian Senft absolviert. Der FCK-Coach hob zudem hervor, dass sich der KSC in der Vorbereitung oft etwas an den Gegner angepasst hat – das erleichtert die Vorbereitung nicht. Gleichzeitig warnt Lieberknecht davor, die Karlsruher ausschließlich auf ihren „technisch hoch versierten“ Kapitän Marvin Wanitzek zu reduzieren.

Der FCK will sich derweil nicht zu stark nach dem Gegner richten. Lieberknecht sieht seine Mannschaft vor allem in der Pflicht, die eigene Spielidee weiter auf den Platz zu bringen: „Das haben wir in Wolfsburg nicht immer perfekt gezeigt, aber wir haben dort an die stetige Weiterentwicklung aus der Vorbereitung angeknüpft“.

Gegen den KSC soll dieser Weg nun vor heimischem Publikum fortgesetzt werden.

Quelle: Treffpunkt Betze

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