Ziemlich genau 13 Monate nach Verpflichtung gibt der FCK Mahir Emreli vorerst wieder ab. Der Stürmer wechselt in die erste polnische Liga.
Nach einem für beide Seiten enttäuschenden Jahr ist es den Roten Teufeln gelungen, dem wechselwilligen Offensivspieler einen Transfer zu ermöglichen. Der aserbaidschanische Nationalstürmer wechselt zu Raków Czestochowa. Emreli war ablösefrei in die Pfalz gewechselt, blieb nach einer Verletzung aber außen vor und fiel letzten Endes eher durch Nebenkriegsschauplätze auf. Die „Causa Emreli” verdeutlicht die Vielschichtigkeit von Transfers und macht deutlich, dass ein Fehlkauf zum Geschäft dazugehört und nicht zwangsläufig einen „Schuldigen“ hat.
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Viel Geld – wenig Erfolg
Als der 1. FC Kaiserslautern am 28. Juni des vergangenen Jahres Vollzug meldete, waren die Hoffnungen groß. Als Leistungsträger wechselte Mahir Emreli vom Ligakonkurrenten aus Nürnberg in die Pfalz und sollte eine tragende Rolle in der Betze-Offensive einnehmen, weshalb der FCK angeblich tief in die Tasche in Sachen Gehalt griff. Es kam jedoch anders: Nach mehreren bemühten, aber unglücklichen Einsätzen blieb der Neuzugang außen vor. Besonders die Nationalmannschaft setzte das Verhältnis zusätzlich unter Druck, da der Aserbaidschaner Spielpraxis für eine Nominierung benötigte, die er wohl nicht im erwarteten Ausmaß erhielt. Daraufhin machten Medienberichte über eine schlechte Stimmung die Runde, woraufhin es zur Aussprache mit den Verantwortlichen und Emreli kam. Dieser verletzte sich jedoch bei seiner Rückkehr auf den Rasen an den Adduktoren und musste knapp drei Monate pausieren. So zerschlug sich wohl auch ein möglicher Winterwechsel, dessen Gerüchte dennoch einen Fingerzeig bedeuteten. Der 1. FC Kaiserslautern und Mahir Emreli passen nicht zusammen.
Gute Lösung für alle
Bei solchen Fehleinkäufen wird oft versucht, einer Partei den Schwarzen Peter zuzuschieben, denn wenn das Ansehen schwindet, verlieren Vereine, Spieler und Agenten Geld. Beim FCK endete die Personalsituation glücklicherweise vorerst ohne Schlammschlacht. Es schien ein offenes Geheimnis zu sein, dass Emreli den Verein verlassen würde, und auch Trainer Torsten Lieberknecht ließ sich diesbezüglich zu einer vielsagenden Aussage hinreißen.
Die Zeit von Mahir Emreli beim FCK war von Fehleinschätzungen geprägt und ist nun erstmal pausiert. Dennoch ist es nicht undenkbar, dass mit etwas mehr Glück und anderen Umständen hier ein völlig anderes Resümee hätte stehen können.
Quelle: Treffpunkt Betze





