In der ersten Runde des Pokals traf der FCK auf den Erzfeind SV Waldhof Mannheim. Seit 30 Jahren hatte man gegen diesen Gegner nicht mehr verloren – Fans und Mannschaft waren sich einig: Daran sollte sich auch diesmal nichts ändern.
Die sportlichen Vorzeichen waren schwer zu bewerten: Der FCK startete zwar ohne Gegentor in die Saison der 2. Liga, konnte selbst aber noch nicht erfolgreich vor dem Tor werden. Der SV Waldhof hingegen durfte nach zwei stabilen Spielen gegen Fortuna Düsseldorf und Hansa Rostock durchaus von einem guten Saisonstart sprechen.
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Nervöse Spieler – heiße Ränge
Wie für ein Derby typisch, war beiden Teams von Anfang an eine gewisse Grundnervosität anzumerken. Beide Mannschaften waren vor allem darauf bedacht, keine Fehler zu machen, was den offensiven Drang etwas bremste. Gegen Ende der regulären Spielzeit hatte der FCK dann eine gute Phase mit Tazemeta und Berisha und konnte direkt zwei hochwertige Chancen hintereinander erspielen.
Die zweite Halbzeit plätscherte mit vereinzelten Möglichkeiten auf beiden Seiten vor sich hin und war wie bereits die erste durch zahlreiche Unterbrechungen geprägt. Rauchbildungen und Verzögerungen durch auf den Platz geworfene Gegenstände brachten das Spielgeschehen immer wieder ins Stocken, was den Mannschaften sichtlich anzusehen war.
Kanates Treffer in der 120. Minute war dann natürlich der krönende Abschluss für jeden FCK-Fan: eine gute Einzelaktion, gepaart mit einem absoluten Sonntagsschuss, der den Kurpfälzern das Herz brach.
Spielerische Sorgen bleiben
Bei aller Freude muss jedoch auch festgehalten werden, dass sich dieselben Probleme, die schon in den ersten Ligaspielen zu beobachten waren, auch gestern durch die gesamte Partie zogen.
Immer wieder war der FCK im Mittelfeld nicht kompakt genug, was vor allem bei höheren Ballverlusten schnell zu guten Umschaltsituationen für den SV Waldhof Mannheim führte.
Auch offensiv fehlt dem FCK teilweise ein klares Konzept, um kompakte Defensiven aufzubrechen und zu Torchancen zu kommen. Die Elf von Thorsten Lieberknecht ist hier noch zu stark von Umschaltsituationen abhängig.
Spielernoten:
Zur Saison 2026/27 bringen wir die Spielernoten zurück. Der jeweilige Redakteur benotet selbst – mit Begründung.
Julian Krahl: 2+
Sehr gut auf der Linie. Abschläge und Sicherheit am Ball bleiben aber ein großes Problem.
Mika Haas: 3-
Defensiv wenig involviert und auch offensiv ohne großen Impact.
Jacob Rasmussen: 2
Ähnliche sichere Defensivleistung wie Elvedi, allerdings mit deutlich mehr Drang nach vorne.
Maxwell Gyamfi: 2-
Nicht der Ruhepol in der Defensive wie noch zuletzt. Wirkte teilweise sehr aufgeregt.
Jan Elvedi: 2-
Deutlich sicherer im 1 gegen 1 als noch in der Vergangenheit
Paul Joly: 3
Konnte sich gut durchsetzen, aber teils wackelig in der Defensive
Semih Sahin: 4+
Unauffällig und mit Schwierigkeiten im Zusammenspiel mit Kunze.
Fabian Kunze: 4+
Zu passiv gegen den Mann und auch nicht überzeugend im Positionsspiel
Marlon Ritter: 3+
Brachte die nötige Intensität, wirkt aber teilweise in Situationen Fußballerisch limitiert.
Thierry Tazemeta: 4+
Nicht wirklich viel eingebunden, aber mit einem guten Abschluss in der 1. Halbzeit.
Mergim Berisha: 4-
Wirkte teilweise wie ein Fremdkörper in der Offensive. Ist zu abhängig vom Rest des Teams, das ihn zu selten einbindet.
Alex Murphy: 3
Vielversprechendes Debüt mit Torvorlage. Wirkt Körperlich dominant, muss sich aber noch einfinden.
Ibrahim Kanaté: 2
Traf teilweises die falschen Entscheidungen vorm Tor, entschied dennoch traumhaft das Derby.
Erencan Yardımcı: 3-
Nach der Einwechslung mit viel Drang, wirkte dennoch etwas fremd.
Kelven Frees: 3
Körperlich eine Wucht. Leichte Probleme mit dem Ball.
Quelle: Treffpunkt Betze





