Heimspiel gegen Darmstadt: „Sehr schlagkräftige Truppe”

Vor dem Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 sprach der ehemalige Lilien-Trainer Torsten Lieberknecht über das weiterhin schwere Auftaktprogramm seiner Mannschaft und die Qualität des aktuellen Tabellenschlusslichts aus Hessen. Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften endete mit einem 4:0-Heimsieg für die Darmstädter. Das letzte Heimspiel auf dem Betzenberg konnten die Roten Teufel hingegen mit 3:1 für sich entscheiden. „Intensives Spiel weiterhin durchziehen” Der Cheftrainer der Roten Teufel bescheinigt den Lilien deutlich mehr Qualität, als ihr aktueller Tabellenplatz aussagt: „Es geht direkt weiter mit den Herausforderungen, da wir, unabhängig vom Tabellenplatz, gegen eine Topmannschaft spielen. Ihre bisherigen Spiele wurden unter anderem durch rote Karten beeinflusst und hätten auch zu Gunsten des SV Darmstadt ausfallen können.” Zwar möchte der 53-jährige „das intensive Spiel seiner Mannschaft weiterhin durchziehen”, trotzdem will er sein Team „auch auf die verschieden Spielsysteme des Gegners vorbereiten.” Lieberknecht attestiert seinem Ex-Klub eine „sehr schlagkräftige Truppe mit vielen interessanten Spielern wie Torhüter Marcel Schuhen oder Innenverteidiger Patric Pfeiffer.” Personal: Drei Ausfälle für das kommende Spiel Torsten Lieberknecht muss nach wie vor auf den langzeitverletzten Ivan Prtajin verzichten. Zudem fällt Naatan Skyttä aufgrund einer Knieverletzung aus, die er sich im Derby gegen den Karlsruher SC zugezogen hat. Youngster Owen Gibs muss wegen einer Schambeinentzündung pausieren. Am kommenden Samstag werden rund 44.157 Zuschauer auf den Betzenberg pilgern, darunter 2.046 Gästefans aus Darmstadt. Quelle: Treffpunkt Betze
Mario Sauer: Neuer Vorwärtsdrang im Mittelfeld

Die Roten Teufel rüsten im Mittelfeld noch einmal nach. Mario Sauer wechselt per Leihe mit Kaufoption auf den Betzenberg. Ist er der fehlende Motor, den der FCK gebraucht hat? Mario Sauer ist der fünfte Slowake, der das Trikot des FCK tragen wird. Der 22-jährige offensiv ausgerichtete Achter könnte genau das Puzzleteil sein, das den Lautrer in der Offensive bislang gefehlt hat. Gleichzeitig erhöht er die Konkurrenz im Mittelfeld und bringt mit seinem direkten Zug nach vorne ein Profil mit, das im Kader bislang nur bedingt vorhanden ist. Gerade im Spiel gegen den Ball gibt es bei dem Neuzugang jedoch noch Luft nach oben. Durchbruch in der Heimat Nur einen Tag nach seinem 17. Geburtstag, am 16. Mai 2021, feierte Sauer sein Profidebüt für MŠK Žilina. In den folgenden beiden Jahren sammelte er seine Spielpraxis allerdings überwiegend in der zweiten Mannschaft und kam bei den Profis nur sporadisch zum Einsatz. Der endgültige Durchbruch gelang ihm in der Saison 2023/24: Mit 19 Jahren gehörte der Spielmacher erstmals fest zum Stammpersonal und kam in 19 Ligaspielen auf vier Tore und sechs Vorlagen. Dabei fiel vor allem seine Fähigkeit auf, Chancen für seine Mitspieler zu kreieren. Laut Wyscout legte er 1,78 Schüsse pro 90 Minuten auf und gehörte damit ligaweit zu den Besten. Auch bei den Pre-Assists zählte er zu den stärksten Spielern der Liga. Sauer war also häufig schon einen Pass vor der eigentlichen Torvorlage entscheidend an der Entstehung einer Chance beteiligt. Hinzu kamen eine Passquote von fast 90 Prozent und seine Stärke, das Spiel selbst nach vorne zu treiben – entweder mit Ball am Fuß oder durch vertikale Pässe. In der darauffolgenden Saison bestätigte der in Bratislava geborene Mittelfeldspieler seine Leistungen. In 22 Spielen der regulären Saison sammelte er elf Scorerpunkte, in der anschließenden Meisterschaftsrunde kamen zwei weitere Treffer hinzu. Vor allem im direkten Spiel nach vorne machte er noch einmal einen deutlichen Schritt nach vorne. Mit 2,41 Progressive Carries* pro 90 Minuten gehörte er laut Wyscout zu den besten zehn Prozent der Liga, dazu kamen 8,57 Progressive Passes* pro 90 Minuten. Zahlen, die seine Qualitäten als Ballschlepper und Spielmacher unterstreichen. Zum Vergleich: Beim FCK war Semih Sahin mit 5,4 progressiven Pässen pro 90 Minuten der beste Lautrer in dieser Kategorie, während Naatan Skyttä mit 2,8 Progressive Carries pro 90 Minuten den höchsten Wert im Kader aufwies. Genau dieses Profil könnte der Offensive des FCK aktuell guttun. Die Lautrer Offensive ist bislang noch nicht richtig ins Rollen gekommen und könnte einen weiteren Spieler gebrauchen, der für Dynamik zwischen Mittelfeld und Angriff sorgt. Sauer kann den Ball selbst nach vorne tragen, Linien mit Pässen überspielen und gleichzeitig Chancen für seine Mitspieler vorbereiten. Er strahlt selbst Torgefahr aus, verfügt über eine starke Abschlusstechnik und kann auch aus der zweiten Reihe gefährlich werden. Er wäre somit nicht nur eine zusätzliche spielerische Alternative, sondern würde auch die Konkurrenzsituation in der Offensive noch einmal deutlich verschärfen. Gerade die Mischung aus Kreativität, Vertikalität und Zug zum Tor würde dem FCK ein neues Profil verleihen, das im bisherigen Kader nur begrenzt vorhanden ist. * Progressive Carries: Ballführungen, bei denen ein Spieler den Ball kontrolliert deutlich in Richtung des gegnerischen Tores trägt. * Progressive Passes: Pässe, die den Ball deutlich näher an das gegnerische Tor bringen und dadurch Raum gewinnen oder gegnerische Linien überspielen. Toulouse als erste große Hürde Im Sommer folgte schließlich der Schritt nach Frankreich zum FC Toulouse. Dort fand Sauer sich zunächst durchaus ordentlich zurecht und pendelte in den ersten Monaten zwischen Startelf und Bank. Zwar konnte er sich keinen festen Stammplatz erarbeiten, er bekam aber regelmäßig Spielzeit und durfte sich immer wieder von Beginn an zeigen. Eine Verletzung am 13. Spieltag stellte dann einen Einschnitt dar, durch die er vier Spiele verpasste. Nach seiner Rückkehr änderte sich seine Rolle deutlich. Über die eines Ergänzungsspielers kam er fortan kaum noch hinaus und wurde überwiegend als Joker eingesetzt. Mehr als 28 Minuten am Stück standen seitdem nicht mehr zu Buche. Auch offensiv konnte er nur selten an seine Leistungen aus Žilina anknüpfen; lediglich einen Treffer erzielte er für Toulouse. Gerade nach der Verletzung geriet seine Entwicklung ins Stocken. Regelmäßige Spielzeit und die Möglichkeit, über längere Einsätze wieder in einen Rhythmus zu kommen, blieben aus. Die Leihe zum 1. FC Kaiserslautern bietet ihm nun die Chance auf einen neuen Anlauf. Der direkte Schritt aus der slowakischen Liga in die Ligue 1, die immerhin zu den stärksten Ligen Europas zählt, war groß. In der 2. Bundesliga trifft er nun auf ein etwas niedrigeres Niveau, ohne dass die Anforderungen gering wären. Für den noch jungen Mittelfeldspieler könnte dies genau der richtige Zwischenschritt sein, um wieder regelmäßig auf dem Platz zu stehen und an die Entwicklung anzuknüpfen, die ihn überhaupt erst für Toulouse interessant gemacht hat. Die Arbeit gegen den Ball als Baustelle Bei all seinen Qualitäten mit dem Ball gibt es bei Sauer aber auch Bereiche, in denen noch Luft nach oben ist. Besonders auffällig ist dabei die Arbeit gegen den Ball. In seiner letzten Saison bei Žilina kam der Mittelfeldspieler laut Wyscout auf 5,48 defensive Aktionen pro 90 Minuten, in Toulouse waren es mit 5,35 fast genauso viele. In der Ligue 1 gehörte er damit im Vergleich mit anderen zentralen Mittelfeldspielern zu den schwächeren Spielern. Auch seine Zweikampfwerte stechen nicht wirklich positiv heraus. Das könnte beim FCK durchaus zum Thema werden. Marcel Klos bezeichnete den 22-Jährigen bei seiner Vorstellung ausdrücklich als „klassischen Box-to-box-Spieler“, der vor allem mit seinem Tiefgang und seiner Abschlussqualität neue Möglichkeiten schaffen soll. Damit dürfte auch klarer sein, wo der Neuzugang im System von Torsten Lieberknecht seinen Platz finden könnte. Für eine Rolle auf einer der beiden Zehnerpositionen, die beim FCK häufig in den Halbräumen besetzt werden, spricht sein Profil eher weniger. Stattdessen dürfte Sauer eine Reihe dahinter auf der Acht eingeplant sein und dort vor allem die Konkurrenz zu Sahin und Kunze erhöhen. Auch deshalb deutet der Transfer zunächst nicht auf einen Systemwechsel hin, sondern vielmehr auf eine zusätzliche Alternative für die bestehende Grundordnung. Gerade auf der Acht wird unter Torsten Lieberknecht aber auch gegen
Leihe: Sturmtalent Miloš Luković wechselt zum FCK

Ein Balkan-Baller für die Roten Teufel: Mehr oder Weniger aus dem Nichts verpflichtet der 1. FC Kaiserslautern den serbischen U21-Nationalspieler per Leihe. Miloš Luković kommt von Chelsea-Partner RC Straßburg. Die Pressemeldung des 1. FC Kaiserslautern: Der 1. FC Kaiserslautern hat sich nochmal in der Offensive verstärkt: Stürmer Miloš Luković wechselt auf Leihbasis vom französischen Erstligisten Racing Straßburg in die Pfalz. Miloš Luković wurde in Belgrad geboren und begann auch dort seine fußballerische Ausbildung. Sein Profidebüt feierte er bei seinem Heimatverein FK IMT Belgrad, mit dem er 2023 den Aufstieg in die erste Liga feiern konnte und bei dem er mit 17 Jahren zum Kapitän ernannt wurde. Im Alter von 18 Jahren wechselte er zu Racing Straßburg in die französische Ligue 1. Es folgten unter anderem Leihen zum SC Heerenveen und UD Las Palmas, bei denen er bereits in jungen Jahren Erfahrung auf internationalem Parkett sammeln konnte. Für Serbien lief der 20-jährige Offensivakteur in der U19- und U21-Nationalmannschaft auf. Mit der U21 bestritt er beispielsweise die Qualifikation zur Europameisterschaft im vergangenen Jahr. Klos: Antrittsschnell, Variabel, Torgefährlich Mit Miloš gewinnen wir nochmal einen physisch kompakten Spieler für die Offensive hinzu, der sehr antrittsschnell und torgefährlich ist. Er ist variabel einsetzbar und kann sowohl als alleinige Spitze als auch in der Doppelspitze zum Einsatz kommen. Zudem ist er noch jung und entwicklungsfähig, was einmal mehr unsere aktuelle Transferpolitik bekräftigt“, äußerte sich FCK-Sportdirektor Marcel Klos zum Neuzugang. Luković: “sehr viel Vertrauen gespürt” „Der ganze Verein hat sich sehr um mich bemüht. Ich habe sehr viel Vertrauen in mich gespürt, dafür möchte ich mich bei den Verantwortlichen bedanken. Ich glaube, dass ich sehr gut hierher passe. Die Spielweise passt sehr gut zu mir. Ich arbeite hart, im Training und im Spiel, und ich möchte die Leidenschaft, die mir entgegengebracht wurde, zurückgeben. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit der Mannschaft zu arbeiten und hoffentlich eine erfolgreiche Saison zu spielen“, so Miloš Luković zu seinem Wechsel. Quelle: Treffpunkt Betze / 1. FC Kaiserslautern
Aus der Ligue 1 auf den Betze – Sauer wird ein Roter Teufel

Der FCK ist gegen Ende der Transferphase nochmals auf dem Transfermarkt aktiv geworden und leiht Mario Sauer inklusive Kaufoption für ein Jahr vom FC Toulouse. Der 22-Jährige Slowakische Nationalspieler wechselt erst vergangenen Sommer für eine ablöse von knapp unter 2 Millionen aus der Slowakei nach Frankreich. Dort gehörte der Offensive Achter zum Stammpersonal verlor diesen aber direkt zu beginn der noch jungen Saison. Nun der Wechsel in die Pfalz. Die Pressemeldung des 1. FC Kaiserslautern: Kurz vor Ende der Transferphase darf der 1. FC Kaiserslautern einen weiteren Neuzugang auf dem Betze begrüßen: Mittelfeldspieler Mario Sauer wechselt auf Leihbasis vom französischen Erstligisten FC Toulouse zu den Roten Teufeln. Der 22-jährige Slowake absolvierte seine fußballerische Ausbildung in seinem Heimatland beim slowakischen Erstligisten MŠK Žilina. Im Sommer des vergangenen Jahres wechselte Sauer zum französischen Ligue 1 Klub FC Toulouse, für die er in der vergangenen Spielzeit insgesamt 29 Spiele absolvierte. Für die slowakische Nationalmannschaft läuft der Mittelfeldspieler seit der U15 auf und nahm mit der U21 im vergangenen Jahr an der U21-Europameisterschaft teil, bei der er in allen drei Gruppenspielen zum Einsatz kam. Für die A-Nationalmannschaft debütierte er im März 2026 und absolvierte bisher drei Einsätze. Klos: “Klassischer Box-to-box-Spieler mit Tiefgang” „Mit Mario gewinnen wir einen weiteren jungen und talentierten Spieler für uns, der mit seinem flexiblen Profil zu unserer aktuellen Transferstrategie passt. Er komplettiert unser Mittelfeld als klassischer Box-to-box-Spieler, wobei er uns durch seinen Tiefgang und seine Abschlussqualitäten mehr Möglichkeiten im Offensivspiel schafft. Außerdem fügt er sich mit seiner hohen Laufbereitschaft optimal in unsere intensive Spielweise ein“, so FCK-Sportdirektor Marcel Klos zum Neuzugang. Sauer: “Ein Spieler, der viel läuft und sein Herz auf dem Platz lässt” „Ich bin sehr glücklich, hier zu sein und ein Teil dieses traditionsreichen Vereins zu sein. Ich möchte mich hier persönlich und sportlich weiterentwickeln, und ich bin sehr dankbar, dass mir die Verantwortlichen des FCK die Möglichkeit dafür geben. Von den Fans und der Atmosphäre hier im Stadion habe ich schon viel gehört und ich freue mich darauf, es selbst zu erleben. Ich bin ein Spieler, der viel läuft und sein Herz auf dem Platz lässt. Das möchte ich hier zeigen und gemeinsam mit der Mannschaft und den Fans eine erfolgreiche Saison spielen“, kommentierte Mario Sauer seinen Transfer Quelle: Treffpunkt Betze / 1. FC Kaiserslautern
Derbysieg im Rücken, Baustellen im Gepäck – FCK auf St. Pauli

Der FCK hat den ersten Sieg im Rücken, St. Pauli den Druck auf den Schultern. Am kommenden Sonntag trifft der 1. FC Kaiserslautern um 13:30 Uhr am Millerntor auf den nächsten und gleichzeitig letzten Bundesligaabsteiger. Nach dem Abstieg des VfL Wolfsburg wartet mit dem FC St. Pauli der zweite Absteiger aus der vergangenen Saison auf die Roten Teufel. Dabei treffen zwei Mannschaften aufeinander, die nach zwei Spieltagen jeweils noch auf ihren ersten Ligasieg warten und aktuell direkte Tabellennachbarn sind. Während der FCK zuletzt immerhin das Südwestderby in Mannheim für sich entscheiden konnte, steht St. Pauli nach zwei Unentschieden und dem überraschenden Pokalaus gegen Rot-Weiss Essen bereits etwas mehr unter Druck. Historisch klar vorne, zuletzt klar hinten Insgesamt trafen beide Vereine bereits 42-mal aufeinander. Dabei konnten die Lautrer 22 Partien für sich entscheiden, achtmal wurden die Punkte geteilt und zwölf Begegnungen gingen an den FC St. Pauli. Die Gesamtbilanz spricht damit deutlich für den FCK, ein Blick auf die jüngere Vergangenheit zeichnet allerdings ein anderes Bild. Die letzten drei Duelle gingen allesamt an die Kiezkicker. Zuletzt trafen beide Mannschaften am 20. Januar 2024 am Millerntor aufeinander. Damals mussten sich die Lautrer unter Dimitrios Grammozis mit 0:2 geschlagen geben. Für den FCK war es gleichzeitig die siebte Niederlage in Folge. Der letzte Sieg gegen die Hamburger gelang im September 2022 auf dem Betzenberg, als sich die Roten Teufel mit 2:1 durchsetzen konnten. Noch länger zurück liegt der letzte Auswärtssieg: Am 30. November 2014 gewann der FCK mit 3:1 am Millerntor. Gerade die Spiele aus der jüngeren Vergangenheit gingen also vermehrt an St. Pauli. Am Sonntag gilt es für die Lautrer, diese Serie zu beenden. Enttäuschende Kiez Kicker Der Saisonstart der Hamburger verlief bisher ebenfalls nicht nach Wunsch. Nach zwei Spieltagen stehen lediglich zwei Punkte auf dem Konto. Sowohl gegen Greuther Fürth als auch gegen Holstein Kiel konnten die Kiezkicker in Führung gehen, schafften es allerdings nicht, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Gegen Fürth reichte es nach einer zwischenzeitlichen Führung nur zu einem 1:1, gegen Kiel verspielte St. Pauli sogar eine Zwei-Tore-Führung und musste sich am Ende mit einem 2:2 begnügen. Auch im DFB-Pokal gab es am vergangenen Wochenende den nächsten Rückschlag. Beim Drittligisten Rot-Weiss Essen schied der Bundesligaabsteiger überraschend mit 0:2 aus. Während vor allem die Defensive in den ersten drei Pflichtspielen anfällig wirkte, fehlte gegen RWE zusätzlich die nötige Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. Unter dem neuen Trainer Marcel Rapp bleibt St. Pauli seiner grundsätzlichen Spielidee treu. Der ehemalige Trainer des Karlsruher SC lässt mit einer Dreierkette und einer Doppelspitze spielen. Auf der Zehnerposition agiert mit Branimir Hrgota ein Spieler, der bereits reichlich Zweitligaerfahrung mitbringt. Generell konnten die Hamburger einen großen Teil ihres Bundesliga-Kaders zusammenhalten und diesen punktuell mit erfahrenen Zweitligaspielern verstärken. Das vorhandene Spielermaterial macht St. Pauli damit trotz des bisher enttäuschenden Saisonstarts zu einem Gegner, den der FCK keinesfalls unterschätzen darf. Spielt den gleichen Song nochmal… Hier könnte fast der gleiche Text stehen wie in der vergangenen Woche. Der FCK konnte zwar das hitzige Südwestderby mit 0:1 für sich entscheiden und damit den ersten Saisonsieg feiern, gleichzeitig zeichnet sich vor allem ohne Naatan Skyttä ein noch drastischerer Trend zur offensiven Ideenlosigkeit ab. Zu wenigen wirklich gefährlichen Situationen gesellt sich weiterhin eine fehlende Treffsicherheit. Noch auffälliger ist allerdings ein anderer Trend: In zwei Spielen hintereinander waren die Lautrer in der zweiten Halbzeit das klar schwächere Team. Auch in Mannheim musste der FCK über weite Strecken der Schlussphase tief verteidigen. Dass am Ende trotzdem die Null stand, lag nicht zuletzt an Julian Krahl, der kleinere und größere Patzer seiner Vorderleute konsequent ausbügelte. Hier muss sich das Trainerteam um Torsten Lieberknecht dringend eine Lösung überlegen. Frühere Wechsel, eine veränderte Startelf oder auch taktische Anpassungen könnten Möglichkeiten sein, um der Mannschaft in der zweiten Halbzeit wieder mehr Kontrolle und offensive Entlastung zu geben. Mit nach Hamburg – ohne Krahl? Trotz der offensiven Probleme sollte der FCK allerdings mit Mut und Selbstvertrauen nach Hamburg reisen. Die Defensive funktioniert bislang deutlich besser als noch in der vergangenen Saison und gibt den Roten Teufeln eine Grundlage, auf der man aufbauen kann. Zudem dürfte der Druck am Sonntag eher auf Seiten der Gastgeber liegen. St. Pauli wartet noch auf den ersten Sieg, musste bereits das Pokalaus hinnehmen und möchte vor heimischem Publikum entsprechend schnell für ein Erfolgserlebnis sorgen. Der FCK kann dagegen auf dem Derbysieg aufbauen. Gelingt es den Lautrern, trotz des drohenden Ausfalls von Julian Krahl, die defensive Stabilität auch am Millerntor auf den Platz zu bringen und gleichzeitig offensiv wieder etwas mehr Gefahr zu entwickeln, ist auch gegen den Bundesligaabsteiger etwas zu holen. Voraussichtliche Aufstellung: Onohiol – Elvedi, Gyamfi, Rasmussen – Haas, Sahin, Kunze, Joly – Ritter – Berisha, Kanate
Offiziell Bestätigt: Erik Wekesser wechselt zu Fortuna Düsseldorf

Beim FCK hat sich ein weiterer Abgang eines Reservisten ergeben. Neben Spielern wie Heuer, Alidou und Abiama wechselt der nächste beim FCK eher glücklose Spieler zu einem neuen Verein. Erik Wekesser wird von nun an bei der Fortuna aus Düsseldorf auflaufen. Glücklose Zeit auf dem Betze endet Seit dem Ende der letzten Saison häuften sich Medienberichte, dass der Verein dem Linksverteidiger einen Abgang nahe gelegt habe. Trotz der ausschließlich positiven Worte seitens Lieberknechts über seinen nun Ex-Schützling konnte Wekesser selten auf dem Platz überzeugen. 30 Einsätze und lediglich zwei Vorlagen stehen auf der Habenseite des 29-Jährigen. Zum Stammpersonal zählte das einstige Lautrer Eigengewächs nur zeitweise unter Markus Anfang zu Beginn seiner Zeit beim FCK. Neue Heimat Düsseldorf Nun wechselt der in Schwetzingen geborene Linksfuß in die Landeshauptstadt von NRW. Laut dem Transferforum “Transfermarkt” wechselt Wekesser ablösefrei zu den Fortunen. Quelle: Treffpunkt Betze
Spätes Siegtor bringt Erlösung – Ereignisreiches Südwestderby

In der ersten Runde des Pokals traf der FCK auf den Erzfeind SV Waldhof Mannheim. Seit 30 Jahren hatte man gegen diesen Gegner nicht mehr verloren – Fans und Mannschaft waren sich einig: Daran sollte sich auch diesmal nichts ändern. Die sportlichen Vorzeichen waren schwer zu bewerten: Der FCK startete zwar ohne Gegentor in die Saison der 2. Liga, konnte selbst aber noch nicht erfolgreich vor dem Tor werden. Der SV Waldhof hingegen durfte nach zwei stabilen Spielen gegen Fortuna Düsseldorf und Hansa Rostock durchaus von einem guten Saisonstart sprechen. Nervöse Spieler – heiße Ränge Wie für ein Derby typisch, war beiden Teams von Anfang an eine gewisse Grundnervosität anzumerken. Beide Mannschaften waren vor allem darauf bedacht, keine Fehler zu machen, was den offensiven Drang etwas bremste. Gegen Ende der regulären Spielzeit hatte der FCK dann eine gute Phase mit Tazemeta und Berisha und konnte direkt zwei hochwertige Chancen hintereinander erspielen. Die zweite Halbzeit plätscherte mit vereinzelten Möglichkeiten auf beiden Seiten vor sich hin und war wie bereits die erste durch zahlreiche Unterbrechungen geprägt. Rauchbildungen und Verzögerungen durch auf den Platz geworfene Gegenstände brachten das Spielgeschehen immer wieder ins Stocken, was den Mannschaften sichtlich anzusehen war.Kanates Treffer in der 120. Minute war dann natürlich der krönende Abschluss für jeden FCK-Fan: eine gute Einzelaktion, gepaart mit einem absoluten Sonntagsschuss, der den Kurpfälzern das Herz brach. Spielerische Sorgen bleiben Bei aller Freude muss jedoch auch festgehalten werden, dass sich dieselben Probleme, die schon in den ersten Ligaspielen zu beobachten waren, auch gestern durch die gesamte Partie zogen.Immer wieder war der FCK im Mittelfeld nicht kompakt genug, was vor allem bei höheren Ballverlusten schnell zu guten Umschaltsituationen für den SV Waldhof Mannheim führte.Auch offensiv fehlt dem FCK teilweise ein klares Konzept, um kompakte Defensiven aufzubrechen und zu Torchancen zu kommen. Die Elf von Thorsten Lieberknecht ist hier noch zu stark von Umschaltsituationen abhängig. Spielernoten: Zur Saison 2026/27 bringen wir die Spielernoten zurück. Der jeweilige Redakteur benotet selbst – mit Begründung. Quelle: Treffpunkt Betze
Next Generation Betze 3.0: Die nächste Reihe rückt nach

Zum dritten Mal richten wir den Blick auf die Talente aus dem Nachwuchs des FCK. Welche Spieler sollte man im Auge behalten und wer könnte perspektivisch den Sprung zu den Profis schaffen? Der FCK hat in den vergangenen Monaten gezeigt, dass der Weg vom Fröhnerhof zu den Profis wieder kürzer werden kann. Gleichzeitig rücken im Nachwuchs weitere Talente nach, die sich für höhere Aufgaben empfehlen wollen. Im dritten Teil unserer Talent-Rundschau stellen wir fünf Spieler vor, die aktuell ganz unterschiedliche Schritte in ihrer Entwicklung gehen. Vom 16-jährigen Spielgestalter auf der Sechs bis zum U19-Kapitän, der inzwischen im Regionalliga-Kader angekommen ist, richtet sich der Blick diesmal vor allem auf die Defensive. David Schnoor (16) : Defensives Mittelfeld U17 Mit Dion Hofmeister und David Schramm hat der FCK auf der Sechs bereits zwei Talente hervorgebracht, die wir zuvor in diesem Format vorgestellt haben und die mittlerweile den Sprung in den Profikader geschafft haben. David Schnoor könnte der Nächste sein. Der 16-jährige Deutsch-Vietnamese spielt seit der Rückrunde der vergangenen Saison für die U17 der Roten Teufel. Er hat gerne den Ball am Fuß, ist beidfüßig, passsicher und übernimmt im Mittelfeld immer wieder die Rolle des Spielgestalters. Dabei sucht er gerne den Weg nach vorne und schreckt auch vor dem einen oder anderen Fernschuss nicht zurück. Dass sein Spiel aber nicht nur vom Ballbesitz lebt, zeigen auch die Daten von Eyeball. Mit 11,74 Ballgewinnen pro 90 Minuten arbeitet er viel gegen den Ball, während 9,56 Vorwärtspässe seinen Drang unterstreichen, das Lautrer Spiel nach vorne zu bringen. Der 16-Jährige steht noch am Anfang seiner Entwicklung, bringt aber ein interessantes Profil für die Sechserposition mit. Er könnte sich in den kommenden Jahren Schritt für Schritt durch die höheren Nachwuchsmannschaften am Fröhnerhof spielen. Nikita Gendelmann (17) : Innenverteidigung U19 Von außen betrachtet hatte Nikita Gendelmann ein fast perfektes Jahr hinter sich. Der in Trier geborene Spieler war in der abgelaufenen Saison absoluter Stammspieler und eine feste Säule der U17-Mannschaft, die sich für die A-Liga qualifizieren konnte. Laut Wyscout gehört der 1,86 Meter große Verteidiger mit 1,1 geblockten Schüssen pro Spiel zu den besten Spielern Deutschlands in dieser Statistik. Auch seine übrigen Defensivwerte bewegen sich im durchschnittlichen bis überdurchschnittlichen Bereich. Besonders bei den Statistiken, die für Aggressivität stehen, weiß Gendelmann zu überzeugen: Geblockte Schüsse, Tacklings und gewonnene Defensivduelle zählen zu seinen Stärken. Im April mündete seine Entwicklung schließlich in einer Vertragsverlängerung, die im Stadion gemeinsam mit Sportdirektor Marcel Klos präsentiert wurde. Im Mai folgte der nächste Höhepunkt: Gendelmann wurde zum DFB-U17-Perspektivlehrgang eingeladen und durfte sich beim Spiel gegen die Westfalenauswahl erstmals das Trikot der deutschen Nationalmannschaft überstreifen. Yannis Sahib (17) : Innenverteidigung U19 Zu Beginn der vergangenen Saison bildete Yannis Sahib gemeinsam mit Nikita Gendelmann noch die Innenverteidigung der U17. In der Rückrunde folgte für den damals 16-jährigen Deutsch-Marokkaner bereits der Sprung in die U19, in der er sich schnell zu einer festen Säule in der A-Liga entwickelte. Als Linksfuß übernimmt Sahib bevorzugt den linken Part in der Innenverteidigung, kann bei Bedarf aber auch als linker Außenverteidiger eingesetzt werden. Seine Stärken liegen vor allem in der Zweikampfführung und im aggressiven Verteidigen nach vorne. Entwicklungspotenzial gibt es dagegen noch in der Spieleröffnung: Sahib könnte mit dem Ball am Fuß häufiger selbst dribbeln und so das Spiel nach vorne antreiben. In seiner Spielweise erinnert er dabei ein wenig an Maxwell Gyamfi: Er zeigt viele Defensivaktionen, bringt viel Dynamik ins Spiel und hat die Fähigkeit, in direkten Duellen immer wieder Fouls für die eigene Mannschaft herauszuholen. Mit dem Ball besteht hingegen noch Luft nach oben. Der 17-jährige Jungprofi dürfte auch in dieser Saison eine feste Säule der U19 des 1. FC Kaiserslautern sein und dort die nächsten Schritte in seiner Entwicklung machen. Samet Acar (18) : Rechtsverteidiger, U19 Durch seine Spielweise gehört Samet Acar sicherlich zu den auffälligeren Akteuren der U19 des 1. FC Kaiserslautern. Der türkische U18-Nationalspieler zeichnet sich vor allem durch eine hohe Intensität gegen den Ball aus, was sich auch in seinen individuellen Statistiken widerspiegelt. Im Vergleich mit anderen Spielern der U19-Nachwuchsliga lagen Acars Defensivwerte in der vergangenen Saison in vielen Bereichen über dem Durchschnitt. Laut Wyscout fing er 7,62 Bälle pro 90 Minuten ab und gewann 61,9 Prozent seiner Defensivduelle. Gerade für das von Eimen Baffoun geforderte Pressing und das aktive Verteidigen nach vorne bringt Acar damit das passende Profil mit. Seine aggressive Spielweise hat allerdings auch eine Kehrseite: Er geht manchmal mit hohem Risiko in Zweikämpfe, was zu unnötigen Fouls und Karten führt. Mit 7,67 progressiven Pässen pro 90 Minuten zeigt er zudem ordentliche Ansätze im Spiel mit dem Ball, ohne dort bislang ähnlich hervorzustechen wie bei der Verteidigung. Nachdem Acar in der Vorrunde der vergangenen Saison noch überwiegend Ergänzungsspieler war, entwickelte er sich in der A-Liga-Hauptrunde zum Stammspieler. Setzt er diese Entwicklung fort, könnte er perspektivisch auch für höhere Aufgaben interessant werden. Mit seiner intensiven und bisweilen leicht provokanten Spielweise bringt er jedenfalls ein Profil mit, das auf dem Betzenberg durchaus Anklang finden könnte. Linus Tautenhahn (18): Innenverteidigung/Rechtsverteidigung U21 Linus Tautenhahn ist auf dem Fröhnerhof längst kein Unbekannter mehr. Der gebürtige Mainzer trägt seit 2017 das Trikot der Roten Teufel und führte die U19 in der vergangenen Saison als Kapitän aufs Feld. Der 18-Jährige ist flexibel einsetzbar, kann sowohl in der Innenverteidigung als auch auf der rechten Abwehrseite spielen und bringt sich mit seinen Dribblings immer wieder ins Spiel nach vorne ein. Wie stark seine vergangene Saison war, zeigen auch die Daten von Wyscout. Mit 74,3 Prozent gewonnenen Defensivduellen erreichte er einen Elitewert und gehörte deutschlandweit zu den besten zehn Prozent auf seiner Position. Auch bei seinen Defensivaktionen und geblockten Schüssen bewegte er sich deutlich über dem Durchschnitt. Entwicklungspotenzial besteht dagegen noch in puncto Disziplin sowie im kontrollierten Spielaufbau und Passspiel. Dass man ihm beim FCK den nächsten Schritt zutraut, zeigte sich bereits in der vergangenen Saison. Neben Einsätzen für die U21 durfte er auch schon bei der Profimannschaft mittrainieren. Mittlerweile gehört er fest zum Regionalliga-Kader und bekommt dort die Chance, sich dauerhaft im Herrenfußball zu beweisen. Wer Schafft es? Wie schnell es im
Derbyklappe die Zweite – Südwestduell beim SVW

Südwestderby und DFB-Pokal – viel mehr Zutaten für einen spannenden Fußballabend braucht es wohl nicht. Am Freitagabend um 18 Uhr trifft der 1. FC Kaiserslautern in der ersten Pokalrunde auf den SV Waldhof Mannheim. Dabei geht der FCK erstmals seit längerer Zeit als Favorit in das Duell mit dem ungeliebten Nachbarn. Während die Roten Teufel sich in der 2. Bundesliga im Dunstkreis der Aufstiegsfavoriten bewegen, gehört der SVW mittlerweile zu den Stammgesichtern der 3. Liga. Die letzten Aufeinandertreffen fanden dagegen noch unter vermeintlich deutlich ausgeglicheneren Voraussetzungen statt. Alte Rivalität, neue Vorzeichen Wenn Mannheim und Kaiserslautern aufeinandertreffen, geht es selten ausschließlich um Fußball. Die Duelle der vergangenen Jahre waren auf und neben dem Platz immer wieder von Kampf, Schmähungen und aufgeheizter Stimmung geprägt. Fußballerische Qualität stand dabei nicht unbedingt immer im Mittelpunkt, dafür sorgten Eskapaden und Platzverweise regelmäßig für zusätzliche Schlagzeilen. Das letzte Aufeinandertreffen liegt inzwischen allerdings mehr als vier Jahre zurück. Am 20. Februar 2022 trennten sich beide Mannschaften im Carl-Benz-Stadion 0:0. Den letzten Sieg konnte der FCK sogar an gleicher Stelle feiern: Am 6. Februar 2021 gewannen die Lautrer durch Tore von Hendrick Zuck und Marius Kleinsorge mit 2:0. Die letzte Niederlage gegen den Waldhof datiert dagegen aus dem November 1996. Insgesamt spricht die Statistik mit zehn Siegen, zehn Unentschieden und sechs Niederlagen leicht für die Roten Teufel. Auch im DFB-Pokal konnte der Waldhof bislang noch keinen Sieg gegen den FCK feiern. Beide bisherigen Pokalduelle gingen an die Pfälzer. Zuletzt trafen die Vereine im November 2001 in der zweiten Pokalrunde aufeinander. Damals setzte sich der FCK in Mannheim mit 3:2 durch. Waldhof mit neuem Trainer und gutem Saisonstart Für den SV Waldhof ist das Derby gleichzeitig das erste große Highlight der noch jungen Saison. Nach einer durchwachsenen vergangenen Spielzeit und Platz zehn soll unter dem neuen Trainer Rui Mota wieder mehr Konstanz und eine klare Spielidee einkehren. Der Portugiese wurde im Sommer als Nachfolger von Luc Holtz verpflichtet und steht für intensiven, taktisch flexiblen Fußball mit schnellen Umschaltmomenten. Der Saisonstart macht dabei durchaus Mut. Zum Auftakt bezwang Mannheim Fortuna Düsseldorf mit 2:1, ehe man am zweiten Spieltag bei Hansa Rostock trotz einer zwischenzeitlichen 3:1-Führung noch den Ausgleich zum 3:3 hinnehmen musste. Vor allem die Chancenverwertung hätte dabei besser sein können. Von den bisher fünf erzielten Treffern fielen drei nach Standardsituationen. Besonders gut gestartet ist Neuzugang Julian Ulbricht. Der vom SV Meppen gekommene Angreifer konnte bereits zwei Treffer und eine Vorlage beisteuern und dürfte damit auch gegen die Lautrer im Fokus stehen. Ebenfalls eine wichtige Rolle nimmt Rechtsverteidiger Jid Okeke ein, der bereits zwei Torvorlagen sammeln konnte. Der Waldhof dürfte dabei versuchen, den FCK nicht über lange Ballbesitzphasen zu dominieren, sondern nach Ballgewinnen schnell den Weg nach vorne zu suchen. Genau dieses Umschaltspiel könnte gegen die favorisierten Lautrer zur größten Waffe der Mannheimer werden. Defensiv stabil, offensiv noch ohne Glanz Während der SVW offensiv bereits einige Akzente setzen konnte, zeigte sich der FCK zum Saisonstart vor allem defensiv stabil. Saisonübergreifend blieben die Roten Teufel in vier Pflichtspielen ohne Gegentor. Für eine Mannschaft, deren Defensive in der Vergangenheit häufig und zurecht kritisiert wurde, liest sich diese Serie durchaus gut. Daran gilt es festzuhalten. Offensiv fehlt dagegen bislang noch etwas der Glanz. In den vergangenen sieben Pflichtspielen konnten die Lautrer lediglich einen Treffer aus dem Spiel heraus erzielen. Die beiden weiteren Tore fielen jeweils nach Elfmetern durch Kapitän Marlon Ritter. Trotzdem wird und sollte man mit breiter Brust nach Mannheim fahren. Der FCK geht als Favorit in die Partie und dürfte entsprechend auch mehr Ballbesitz haben. Gerade deshalb wird es darauf ankommen, geduldig zu bleiben und nicht durch einen unnötigen Fehler die Mannheimer in ihre gewünschte Umschaltrolle zu bringen. Denn so sehr die Rollenverteilung vor dem Spiel auch für den FCK spricht: Ein Derby bleibt ein Derby. Und spätestens wenn am Freitagabend der Ball im Carl-Benz-Stadion rollt, dürften die Tabellenstände und Ligaunterschiede nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Im Pokal gelten schließlich die eigenen Gesetze – auch wenn man beim FCK vermutlich nichts dagegen hätte, wenn es dieses Mal etwas weniger dramatisch als bei den vergangenen Derbyduellen zugeht. Voraussichtliche Aufstellung: Krahl – Rasmussen, Gyamfi, Elvedi – Haas, Sahin, Kunze, Asta – Kanate, Ritter – Berisha Quelle: Treffpunkt Betze
Nullnummer im Derby: „Wenig zugelassen und füreinander gekämpft”

Das Südwest-Derby endet mit einem 0:0-Unentschieden, wobei die Roten Teufel zwei verschiedene Gesichter zeigten. Spieler und Trainer mit den Stimmen zum Spiel. Von zartem Abtasten war im Derby von Beginn an keine Spur. Die Roten Teufel schnürten die Karlsruher in der eigenen Hälfte ein – einzig der Führungstreffer fehlte, um die fast perfekte erste Halbzeit zu krönen. Kurz vor der Halbzeit kamen die Gäste gefährlich vor das von Julian Krahl gehütete Tor. In der zweiten Halbzeit waren die Gäste haushoch überlegen, doch Julian Krahl verhinderte mehrfach den Führungstreffer des KSC. Youngster Ibrahim Kanate hatte die gefährlichste Torchance, scheiterte aber am Außennetz. Marlon Ritter, Julian Krahl, Jan Elvedi, Mika Haas und Torsten Lieberknecht mit den Stimmen zum Spiel. Marlon Ritter: „Dass es hitzig wird, ist ganz normal” „Die erste Halbzeit ging mehr an uns, die zweite mehr an den KSC. Wir konnten nicht mehr richtig Druck ausüben und haben uns zu sehr hinten reindrängen lassen. Bis auf die letzten fünf bis sechs Minuten vor Spielende hatten wir zu wenig Entlastung. Wir haben hinten wieder die Null gehalten, aber leider auch vorne. Bis ins letzte Drittel spielen wir ganz gut, doch am Ende fehlt uns der entscheidende Pass oder die Flanke. Die Leute wollen sehen, dass wir alles geben und dass wir dieses Spiel auf gar keinen Fall verlieren. Das ist uns heute auch wieder gelungen. Dass es dabei auch mal hitzig wird, ist ganz normal. Nächste Woche beim Derby gegen Waldhof Mannheim wird es einen Sieger geben, und ich hoffe, dass wir es sein werden.” Julian Krahl: „Man muss die Jungs loben” „Letzte Woche waren in Wolfsburg alle mit dem Unentschieden zufrieden. Wir hatten heute eine sehr gute Anfangsphase, in der wir das Stadion mitnehmen konnten. Ähnlich wie in Wolfsburg haben wir kurz vor der Halbzeitpause tief verteidigt, aber immer wieder die Momente verpasst, um ins Angriffspressing zu kommen. Wir haben es verpasst, rauszuschieben und für Entlastung zu sorgen. Trotzdem muss man die Jungs loben. Sie haben alles gegeben und zum zweiten Mal in Folge zu Null gespielt. Wir haben wenig zugelassen und füreinander gekämpft.” Jan Elvedi: „Müssen mit dem Punkt leben” „Das Spiel verlief ähnlich wie letzte Woche: Es gab zwei unterschiedliche Halbzeiten. Wenn es gut läuft, gewinnen wir heute, wenn nicht, verlieren wir. Deswegen müssen wir mit dem Punkt leben. Es ist schade, dass wir so gut ins Spiel starten, dann aber den Faden verlieren und nicht mehr ins mannorientierte Pressing kommen. Aber wir haben jetzt etwas, an dem wir arbeiten können. Wir hätten für mehr Entlastung sorgen und vielleicht mal den Ball tief schlagen müssen, damit alle von hinten rausschieben können, um wieder ins hohe Pressing zu kommen. Das hat uns heute ein wenig gefehlt. Aktuell macht uns stark, dass wir viel kommunizieren und anhand von Videosequenzen viel analysieren.” Mika Haas: „Drang zum Tor hat gefehlt.” „Ich glaube, dass wir trotz des Unentschiedens zufrieden sein können. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und sind mit der Einstellung reingegangen, heute zu gewinnen. Deshalb hätte ich das 0:0 vor dem Anpfiff nicht unterschrieben. Trotzdem müssen wir die Köpfe nicht hängen lassen. Ich glaube, dass uns der Drang zum Tor gefehlt hat. Wir hätten gieriger sein und aggressiver in Richtung Tor spielen müssen.” Torsten Lieberknecht: „Einem Derby würdig” „Bis zur ersten Trinkpause fand ich uns extrem stark. Danach haben wir den Gegner durch einen eigenen Fehler stark gemacht. Bis dahin haben wir unglaublich viel gepresst und gestresst und hatten immer wieder Ballgewinne. Wir waren mental und physisch sehr intensiv unterwegs. Auch heute muss ich wieder die Defensive loben, die gerade in der zweiten Halbzeit viele Einwürfe und Ecken wegverteidigen musste. Wir sind aber zu selten in die Tiefe gegangen und Ibrahim Kanate hätte den Führungstreffer erzielen müssen. Ab einer gewissen Phase gehörte die zweite Hälfte dem KSC, weil wir den Ball zu schnell verloren haben und die Konter nicht sauber ausgespielt haben. Das Spiel war leidenschaftlich, intensiv und einem Derby würdig.” Quelle: Treffpunkt Betze