Der 1. FC Kaiserslautern feiert den zweiten Heimsieg der Saison – dank einer unglaublichen Leistungssteigerung in der Schlussviertelstunde und dreier Jokertore. Nach der Führung der Gäste bewies FCK-Trainer Torsten Lieberknecht bewies bei seinen Einwechslungen ein besonders gutes Händchen: Er brachte mit Naatan Skyttä, Faride Alidou und Tobias Raschl alle Torschützen zum 3:1-Endstand von der Bank. Marlon Ritter, Naatan Skyttä, Neuzugang Paul Joly, Marcel Klos und Torsten Lieberknecht mit den Stimmen zum Spiel.
Marlon Ritter: Können alle stolz sein
„Wir haben in der ersten Halbzeit ein ganz gutes Spiel gemacht. Nach dem Gegentor mussten wir uns zwar kurz schütteln, aber jedem, der hier spielt oder schon einmal hier gespielt hat, ist klar, dass man mit einer Aktion das Stadion wieder auf seine Seite bringen kann. Es muss nicht immer ein Tor sein, man muss einfach bis zum Ende dran glauben. Das haben wir gemacht und wurden am Ende belohnt. Wir können alle stolz sein. Auf Faride Alidou ist in den letzten Wochen viel eingeprasselt. Wir haben ihm immer gesagt, dass er einfach sein Ding machen soll, denn seine Chance wird irgendwann kommen. Es gibt nichts Schöneres, als so ein wichtiges Tor zu schießen. Deswegen können wir heute alle glücklich sein, dass wir das Spiel noch gedreht haben."
Naatan Skyttä: Mein Tor hat sich unglaublich angefühlt
„Nach dem Ausgleich zum 1:1 hatte ich das Gefühl, dass wir das Momentum auf unserer Seite hatten. Wir haben uns noch weitere Chancen herausgespielt, zwei weitere Tore geschossen und drei wichtige Punkte geholt. Mein Tor heute hat sich unglaublich angefühlt. Ich war im Vorfeld auch nicht wütend darüber, nicht in der Startaufstellung gestanden zu haben. Im Fußball muss man hart arbeiten, um einen Platz in der Mannschaft zu bekommen. Der Sieg heute war vor allem mental sehr wichtig für uns."
Paul Joly: Das erste Mal außerhalb von Frankreich
„Ich bin sehr froh, dass ich mit einem Sieg im ersten Spiel angefangen habe – und dazu noch mit dieser verrückten Stadionatmosphäre. Wir haben nach einem Gegentor das Spiel gedreht, und wir alle sind sehr glücklich über den Sieg. Für mich ist es natürlich eine Veränderung, es ist das erste Mal, dass ich außerhalb von Frankreich spiele, aber meine Mitspieler haben mich super integriert. Und auf dem Platz braucht man ohnehin keine Sprache, um zu spielen. Dazu werde ich ab nächster Woche mit Deutschkursen anfangen, um wenigstens ein bisschen die Grundlagen zu kennen – und um mich bestmöglich zu integrieren."
Marcel Klos: Habe mich entschuldigt
„Ich möchte mich natürlich auch entschuldigen, das sind eben Emotionen. Das war auch für uns eine wichtige Phase im Spiel. Wir erzielen den Ausgleich, dann gab es die Situation mit dem VAR, gegen die wir protestiert haben. Wir haben auch gesehen, dass es keine Abseits war. Trotzdem darf ich mich nicht so aufführen und los stürzen und mich beschweren. Ich habe mich entschuldigt und es gab einen Handshake. Bei den Heimspielen ist immer viel Druck und immer viel los. Natürlich bin ich froh, dass wir vor der Länderspielpause das zweite Heimspiel gewonnen haben. Das heute haben wir uns alle gemeinsam erarbeitet, die Mannschaft, das Trainerteam und die Bank. Die Einwechselspieler haben heute getroffen und das zeichnet uns am Ende aus, dass wir als Mannschaft gemeinsam durch diese zweite Liga gehen.
Zudem freue ich mich riesig für Faride Alidou, dass er heute sein Tor gemacht hat. Das war ein richtiger Brustlöser. Nicht nur für uns in dieser Phase des Spiels, sondern auch für ihn selbst. Er gibt immer Gas im Training und in den Spielen. Ich freue mich so sehr für ihn, weil er so ein guter Mensch ist und immer 100 Prozent gibt. Das hier dann alle seinen Namen gerufen haben, tut ihm einfach gut.
Torsten Lieberknecht: Sind glücklich heute gewonnen zu haben
„Wir wussten, dass Darmstadt ungeschlagen war. Das war phasenweise auch zu sehen. Im Vorfeld haben wir die Körperlichkeit und Physis, gerade bei den Standardsituationen, angesprochen. Diese haben wir auch hervorragend verteidigt. Die Schienenspieler hätten bei den Diagonalbällen von Darmstadt ihre Position allerdings besser anpassen müssen, um diese Pässe besser verteidigen zu können. Es war ein taktisch geprägtes Spiel, bei dem beide Mannschaften bemüht waren, ihre offensive und defensive Struktur beizubehalten. Wir wussten, dass wir das Spiel auch über unsere Athletik gewinnen können, insbesondere durch viele Tempoläufe. Durch die Wechsel bekam das Spiel ein anderes Tempo. Die Geschichte des Spiels ist, dass die Joker alle drei Tore erzielt haben. Faride Alidou hat dem Spiel die Wende gegeben. Wir haben viele gute Lösungen gegen die tief stehenden Darmstädter gefunden und sind glücklich, heute gewonnen zu haben."
Quelle: Treffpunkt Betze
Antworten 1
satisfaction98
Alidou scheint im Team sehr angesehen zu sein. Das hat man auch nach dem 2:1 gesehen, wie alle auf ihn zu sind und ihn gefeiert haben. Das habe ich das letzte mal in dem Ausmaß gesehen, als Sircho sein erstes Tor für uns gemacht hat. Laut TL scheint er auch sehr gut zu trainieren und hat sich somit heute selbst belohnt.
Für ihn freut es mich, da er in den letzten Wochen viel Scheiße fressen musste. Kritik ist bis zu einem gewissen Maße ok, aber manches auch überzogen. Und man kann TL sicher für einiges kritisieren, aber wie er grade für diese Spieler einsteht ist toll anzusehen und heute haben sie es zurückgezahlt. Hoffentlich geht es nach der Länderspielpause so weiter.