Kaderanalyse Teil II: Zimmer und Götze herausragend

Hingeschaut: Die Kaderanalyse der beiden Offensivreihen

Im gestrigen ersten Teil unserer ausführlichen Kaderanalyse lag der Fokus auf den Defensivreihen des 1. FC Kaiserslautern. Im heutigen zweiten Teil nehmen wir die Offensivreihen der Roten Teufel unter die Lupe. Mit 47 Saisontreffern pendelt sich der FCK irgendwo in der unteren Tabellenhälfte ein. Allerdings schossen die Pfälzer allein 30 Tore unter der Leitung von Marco Antwerpen. Auch wenn die Tendenz seit dem Amtsantritt des neuen Trainer im offensiven Spiel nach oben zeigt, an Neuzugängen dürfte kein Weg vorbeiführen.

Das Mittelfeld: Spielerische Qualität, gepaart mit hohem Verletzungspech

Marlon Ritter (34 Einsätze, 4 Tore, 6 Torvorlagen)
Mit der Erfahrung aus 11 Bundesliga- und 24 Zweitligaeinsätzen kam der Mittelfeldspieler vor der Saison aus Paderborn. Zu Anfang der Saison schien der 26-jährige die 3. Liga noch deutlich unterschätzt zu haben. Es dauerte schon einige Einsätze bis sich der spielerisch hochbegabte Mittelfeldmann endlich gemüßigt sah, auch Defensivarbeit zu verrichten. Am Ball kann er so ziemlich alles, jedoch bewegte er sich fast permanent unterhalb seiner Möglichkeiten. Trotz herausragender Schusstechnik blieben nahezu all seine Freistöße und Fernschüsse wirkungslos. Vor der Winterpause war Ritter noch der einzige wirkliche Techniker des Teams. In der Rückrunde erhielten Anas Ouahim und Nicolas Sessa dann den Vorzug vor dem ehemailgen Paderborner. Vier Tore und sechs Vorlagen lesen nicht so schlecht, sind aber kein akzeptabler Wert für einen Spieler seiner Klasse.

  • TB-Note: 4,0
  • Ausblick: Ob der Coach die Geduld aufbringen will, das „schlampige Genie“ zurechtzubiegen? Vielleicht geht Ritter den Weg eines Julius Biada, der sich beim FCK in der 3. Liga nicht durchzusetzen vermochte und anschließend in der zweiten Liga (Sandhausen) in der Startelf gesetzt war.


Kenny Prince Redondo (31 Einsätze, 5 Tore, 5 Torvorlagen)
Der ehemalige Fürther ist wirklich schnell - so schnell wie kaum ein Spieler der 3. Liga. Auch mit dem Ball kann er passabel umgehen. Er könnte also eine echte Waffe auf der linken Außenbahn sein. Könnte. Leider ist KPR viel zu oft im “Stand-by-Modus“ unterwegs. Soll heißen, er erfasst oftmals die Situation nicht rechtzeitig, startet dadurch zu spät und verspielt somit den Vorteil seiner Schnelligkeit. Auch trifft er mit dem Ball am Fuß viel zu häufig die falsche Entscheidung, genau wie bei Laufwegen und beim Stellungsspiel in der Defensive. Zwischen dem 9. und 14.Spieltag hatte er seine stärkste Phase und erzielte sieben Scorerpunkte. Ansonsten ging zu wenig Torgefahr von ihm aus.

  • TB-Note: 4,0
  • Ausblick: Er muss sich taktisch und kämpferisch sehr steigern und vor allem „wach sein“, um nächste Saison eine Chance zu haben.


Hikmet Ciftci (21 Einsätze, 1 Tor, 0 Torvorlagen)
Dem 23-jährigen wurde eine „gebrauchte Saison“ angedreht. Gleich drei mehrwöchige Verletzungen warfen den Deutsch-Türken immer wieder zurück. Defensiv bot er sehr ansprechende Leistungen. In des Gegners Hälfte blieb er - mit Ausnahme seines späten Ausgleichstreffers in Wiesbaden - viel zu harmlos. Unerklärlich viele Fehlpässe unterliefen dem normalerweise sehr ballsicheren Mittelfeldspieler in der abgelaufenen Saison. Seine Normalform erreichte „Hiku“ daher nie, bevor ihn schließlich ein Muskelbündelriss zu einem vorzeitigen Saisonende zwang.

  • TB-Saisonnote: 4,0
  • Ausblick: Der 23-jährige Deutsch-Türke hat das Zeug zum Leistungsträger. Es bleibt zu hoffen, dass sein Verletzungspech mit dieser Spielzeit für die nächsten Jahre abgegolten ist.


Anas Ouahim (16 Einsätze, 0 Tore, 3 Torvorlagen)
Technisch herausragend, aber zu ballverliebt und zu uneffektiv präsentierte sich der Wintertransfer aus Sandhausen in seinen ersten Partien für den FCK. Anschließend bekam ihn Trainer Antwerpen dann in die Spur – u.a. mit einer Ein- und Wiederauswechslung in Magdeburg. Als die Saison in die entscheidende Phase ging, fand auch Ouahim zu seiner Form. Die herausragende Fähigkeit des offensiven Mittelfeldspielers ist die Ballführung. Er ist in der Lage, auch in höchster Bedrängnis Bälle anzunehmen und sauber zu verarbeiten. Findet er keine Anspielstation, tanzt er noch einen Gegenspieler aus. Dabei scheint ihm der Ball am Fuß zu kleben. Auch defensiv zeigte sich der Deutsch-Marokkaner extrem fleißig und bot sogar auf der Sechserposition erstaunlich starke Partien. Sein Manko bleibt, dass er trotz seiner brillianten Technik nur auf drei Torvorlagen kommt und keinen einzigen Treffer erzielte. Allerdings gab er dem Spiel der Roten Teufel unheimlich viel Sicherheit. Ouahim gelang es immer wieder, Bälle zu halten, die in der Hinrunde noch zu sicheren Ballverlusten geführt hätten. Das war sein entscheidender Beitrag zu Klassenerhalt.

  • TB-Note: 2,5
  • Ausblick: Wie bei Jean Zimmer hält der FCK auch bei Anas Ouahim eine Kaufoption. Ob diese gezogen wird, hängt auch von den Gehaltsvorstellungen des 23-jährigen ab. Auch Ouahim hatte zuletzt einen Zweitligavertrag. Sportlich wäre sein Verbleib definitiv wünschenswert.


Felix Götze (11 Einsätze, 1 Tor, 0 Torvorlagen)
Fast zwei Jahre hat der Bundesligaprofi verletzungsbedingt kein Fußball spielen können. In der 3. Liga sollte Götze endlich wieder Spielpraxis zu sammeln. Kaum am Betzenberg angekommen, war es eine Adduktorenverletzung, die den gebürtigen Dortmunder direkt wieder ausbremste. Eigentlich hatte ihn kaum noch jemand so richtig auf dem Zettel, als er in Magdeburg 15 Minuten lang für die Roten Teufel debütierte. Im nächsten Match gegen Halle stand er dann bereits in der Startelf. Zweikampfstark, unglaublich ballsicher und mit einer enormen Laufbereitschaft überzeugte Götze nun direkt als Leader. Mit seiner intelligenten Spielweise stabilisiert er das ganze Team, allen voran seinen Nebenmann Tim Rieder. Die Zeit des Tandems Götze/Rieder auf der Sechserposition endet, als im Derby gegen Saarbrücken mit Winkler und Kraus die komplette Innenverteidigung ausfällt. Kurzerhand wird das Duo in der neu formierten Dreierkette aufgestellt – und funktioniert auch dort tadellos. Mit Götze hat der FCK erstmals einen souveränen Innenverteidiger, der ein nahezu fehlerfreies Aufbauspiel gewährleisten kann. Die grandiose Lauterer Aufholjagd startet mit dem 3:1 Heimsieg gegen Halle justament beim ersten 90-Minuten-Einsatz von Felix Götze. Das kann Zufall gewesen sein, muss aber nicht.

  • TB-Note: 1,5
  • Ausblick: So sehr die beiden FCK-Fans Thomas Schmitt und Mark Forster ihr Netzwerk (u.a. Joko Winterscheidt) und ihre mediale Reichweite auch einsetzen: Ein Verbleib der Augsburger Leihgabe ist sehr unwahrscheinlich. Mehr noch als Teamkollege Jean Zimmer müsste der Bundesligaspieler Götze finanziell und sportlich Abstriche machen, um am Betzenberg zu bleiben.


Nicolas Sessa (11 Einsätze, 0 Tore, 2 Torvorlagen)

Wegen einer Bänderdehnung in der Vorbereitung verpasste der 25-jährige Neuzugang die ersten Saisonspiele. Sein anschließendes Comeback am 10 .Spieltag gegen Magdeburg dauerte exakt acht Minuten. Dann zog er sich einen Muskelfaserriss zu und fiel bis zum einschließlich 30. Spieltag aus. Trainer Antwerpen führte den ehemaligen Auer erst langsam wieder an das Team heran. Ab dem 3:1 Heimsieg gegen Halle stand er regelmäßig, aber selten länger als 60 Minuten auf dem Feld. Stark im eins gegen eins und mit einem gefährlichen Schuss ausgestattet, zeigte Sessa auch in seinen Teileinsätzen immer wieder seine Qualitäten. Lediglich 461 Minuten stand er in dieser Saison auf dem Spielfeld, weshalb eine faire Bewertung nicht möglich ist.

  • TB-Note: Ohne Bewertung
  • Ausblick: Bleibt er unverletzt, kann der torgefährliche Mittelfeldmann nächste Saison der entscheidende Mann für den FCK werden. Dass er in der Zentrale überall einsetzbar ist, konnte er in seinen wenigen Einsätzen bereits unter Beweis stellen.


Anas Bakhat (13 Einsätze, 0 Tore, 1 Torvorlage)
Für den gebürtigen Mainzer war es ein verlorenes Jahr. Mit einem Riss des Syndesmosebandes fiel der 21-jährige fast die komplette erste Saisonhälfte aus. Anschließend kam er nicht über den Status des Einwechselspielers hinaus. Sein einziger Startelfeinsatz unter Marco Antwerpen fand ausgerechet beim 0:3 in München statt. Dort musste der zentrale Mittelfeldspieler auf der für ihn ungewohnten linken Seite aushelfen.

  • TB-Note: Ohne Bewertung
  • Ausblick: Bakhat sollte nächste Saison ein ernsthafter Kandidat für einen Stammplatz im zentralen Mittelfeld sein. Tempo, Aggressivität und Ballsicherheit bringt er hiefür zweifelsohne mit.


Anil Gözütok (10 Einsätze, 0 Tore, 0 Torvorlagen)
In seinen wenigen und kurzen Auftritten enttäuschte der 20-jährige Allrounder zwar nie, bot aber auch keine herausragenden Leistungen. Als er endlich einmal vier von fünf möglichen Spiele am Stück absolvieren durfte, flog er in Zwickau nach einem Karate-Kick vom Platz. Anschließend reichte es nur noch für einen einzigen Einsatz. Zwei Trainerwechsel und permanenter Abstiegskampf sind kein optimales Umfeld für einen Nachwuchsspieler. Dies gilt für Gözütok leider genauso wie für seinen Teamkollegen Bakhat.

  • TB-Note: Ohne Bewertung
  • Ausblick: Schwer zu sagen wie Thomas Hengen und Marco Antwerpen mit dem Tübinger planen. Macht er den nächsten Schritt, wäre er sicherlich eine Bereicherung für das Team.


Simon Skarlatidis (12 Einsätze, 0 Tore, 0 Torvorlagen)
„Erst kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.“ So könnte man die Saison des ehemaligen Würzburgers treffend zusammenfassen.
In den ersten sieben Partien stand er noch regelmäßig auf dem Feld und lief dabei Form und Gegner hinterher. Anschließend kam es noch dicker: Eine Leisten-OP, eine Coronavirus-Erkrankung und lediglich 54 weitere Spielminuten runden seine „Saison zum Vergessen“ ab.

  • TB-Note: Ohne Bewertung
  • Ausblick: Via Instagram gab „Skarla“ bereits bekannt, den Verein zu verlassen.


Janik Bachmann (14 Einsätze, 1 Tore, 0 Torvorlagen)
„Stimmt, der war ja auch noch da“, möchte man sagen. Bachmann wirkt wie ein Symbol aus einer Zeit, die man am liebsten vergessen würde. Nicht, dass der Erfinder des „miese Bauchplatschers“ so schlecht spielte, aber ein Leistungsträger war er ebenfalls in keinem Moment. Sein Wintertransfer zum SV Sandhausen im Tausch gegen Anas Ouahim entpuppte sich als Win-Win-Situation für alle beteiligte Parteien.

  • Saisonnote: 4,5


Anil Aydin (2 Einsätze, 0 Tore, 0 Torvorlagen)
Unter Jeff Saibene bekam der 21-jährige Mittelfeldspieler immerhin zwei Einsätze. Unter Marco Antwerpen stand er hingegen nie im Kader.

  • TB-Note: Ohne Bewertung
  • Ausblick: Wie die Perspektiven des spielstarken Youngsters in der nächsten Saison sind, können wohl nur Trainer und Sportdirektor beantworten.


Mohamed Morabet (2 Einsätze, 0 Tore, 0 Torvorlagen)
Vier Hinrundeneinsätze stehen bei dem 23-jährigen Frankfurter zu Buche. In der Rückrunde wurde er in die Regionalliga nach Aalen verliehen. Dort konnte er sich ebenfalls nicht durchsetzen.

  • TB-Note: Ohne Bewertung
  • Ausblick: Mit einer dauerhaften Rückkehr des Mittelfeldspielers ist nicht zu rechnen.


Marius Kleinsorge (14 Einsätze, 1 Tor, 0 Torvorlagen)

Mehrfach verletzt, mehrfach gesperrt (Rotsperre und Gelbsperre), teilweise nur auf der Tribüne – so liest sich die Bilanz des ehemaligen Meppeners. Seinen optimalen Fitnesszustand erreichte er nie und fiel im letzten Drittel der Spielzeit wegen einer Leisten-Operation aus. Einer der wenigen positiven Momente seiner Saison war sein wunderschöner Treffer beim Derbysieg in Mannheim. Gerade einmal 661 Saisonminuten, die er größtenteils bereits mit Leistenbruch absolvierte, lassen keine objektive Bewertung seiner Leistung zu.

  • TB-Note: Ohne Bewertung
  • Ausblick: Wenn er komplett fit wird und an seine Meppener Zeit in puncto Schnelligkeit und Torgefahr anknüpfen kann, könnte er nächste Saison durchaus einen Stammplatz auf der offensiven Außenbahn anpeilen.

Der Angriff: 19 Tore sind zu wenig für höhere Ambitionen

Marvin Pourié (33 Einsätze, 10 Tore, 3 Torvorlagen)
Als „Goalgetter mit Aufstiegsgarantie“ wurde der Mittelstürmer vom KSC ausgeliehen. Zumeist als einzige Spitze eingesetzt, erlebte Pourié eine höchst abwechslungsreiche Saison: Ein Platzverweis, ein 2-wöchiges Einzeltraining, zehn Tore, drei Torvorlagen und eine Kaderverbannung am letzten Spieltag sind seine Saisonbilanz. Im Angriff konnte er häufig Bälle festmachen, verteilen und sich gegen mehrere Gegenspieler durchsetzen. Zehn Treffer, darunter der wichtige Elfmeter gegen Unterhaching, sprechen zunächst für den ehemaligen Braunschweiger. In seinem Abschlußzeugnis steht aber auch die Unruhe, die er deutlich zu oft im Team verbreitete, sowie eine lange Torflaute. Einem Stürmer mit 20 Saisontreffern und 10 Assists könnte man das noch durchgehen lassen. Für einen Besserverdiener, der der 30-jährige im Team wohl ist, war der „Tore/Unruhe Quotient“ dann doch zu niedrig.

  • TB-Saisonnote: 3,0
  • Ausblick: Die Tatsache, dass Marco Antwerpen zuletzt öffentlich die Verfehlungen Pouriés ansprach, deutet nicht auf eine Weiterverpflichtung hin. Es sei denn, dies wäre Teil der Strategie ihn möglichst ablösefrei vom Karlsruher SC loszueisen.


Daniel Hanslik (27 Einsätze, 7 Tore, 3 Torvorlagen)
Der 24-jährige ist das, was man einen ambivalenten Offensivspieler nennt. Er kann sämtliche Positionen im Sturm besetzen, alternativ sogar die Außenbahnen im Mittelfeld. Zum Leidwesen der Leihgabe aus Kiel spielten die Roten Teufel zumeist mit einem Stürmer - und diese Position hatte Marvin Pourié gebucht. So blieb für Hanslik zumeist nur die Rolle des linken oder rechten Mittelfeldspielers. Diese füllte er immer engagiert, mitunter aber auch unglücklich aus. Tiefpunkt: Für die Spiele gegen Halle und Zwickau wird der 24-jährige noch nicht einmal für den Spieltagskader nominiert. Erst am 31. Spieltag nimmt die Saison von Hanslik rasant Fahrt auf: In Lübeck wird er zur Pause eingewechselt und erzielt mit einem sehenswerten Kopfball den 1:1 Endstand. Ab dem Moment ist er selbst durch eine zweiwöchige Verletzung nicht mehr zu bremsen: In seinen nächsten vier Einsätzen gelingen ihm weitere vier Treffer.

  • TB-Note: 3,0
  • Ausblick: Noch Anfang April hätte wohl niemand ernsthaft über eine Weiterverpflichtung des Stürmers nachgedacht. Sollte Holstein Kiel der Aufstieg in die Bundesliga gelingen, wäre dort ein Abgang des Deutsch-Polen wahrscheinlich. Ob der FCK dann den Zuschlag bekommt, steht auf einem anderen Blatt. Die „Hanslik-Wochen“ ab dem Lübeck-Spiel werden auch anderen Klubs nicht entgangen sein.


Elias Huth (29 Einsätze, 2 Tore, 1 Torvorlagen)
Die Daten von lediglich acht Startelfeinsätzen und kümmerlichen zwei Saisontoren beschreiben bereits eindrucksvoll, wie verkorkst die Spielzeit des 24-jährigen war. Mit der Empfehlung von 14 Saisontoren kehrte der Mittelstürmer von seiner Leihe aus Zwickau zurück. Endlich hatte der FCK nun wieder einen kopfballstarken Stürmer in seinen Reihen. Einen Stammplatz in der Doppelspitze hatte der ehemalige Erfurter dann aber nur an den ersten vier Spieltagen. Anschließend spielte das Team zumeist nur mit einem Stürmer, und der hieß Marvin Pourié. Für Huth gab es somit meist nur noch Kurzeinsätze, bei denen ihm wenig geling. Zumindest zwei wichtige Treffer konnte er in der Rückrunde noch erzielen.

  • TB-Saisonnote: 4,5
  • Ausblick: Für ein System mit nur einem Stürmer ist Huth eher nicht geeignet, da ihm hierfür die nötige Ballsicherheit fehlt. Wird mit zwei Angreifern gespielt, könnte Huth mit seiner Kopfballstärke der Zielspieler für hohe Flanken werden.


Lukas Röser (4 Einsätze, 0 Tore, 0 Torvorlagen)
Nur vier Einsätze bekam der ehemalige Dresdner am Anfang der Saison beim FCK. In diesen präsentierte er sich gewohnt unauffällig. Es kommt einem Wunder gleich, dass Ligakonkurrent Türkgücü München den 27-jährigen Stürmer zur Winterpause verpflichtete. Dies schaffte finanziellen Spielraum für die Wintertransfers am Betzenberg. Wer weiß, wie die Saison sonst geendet hätte?

  • TB-Note: Ohne Bewertung
  • Ausblick: Schwer vorstellbar, dass die vier Saisontreffer des Stürmers den Münchner Club nun zu einer Weiterverpflichtung motivieren können. Sportlich rechnet am Betzenberg wohl niemand mehr mit dem Durchbruch des Ludwigshafeners. Ihn von der Gehaltsliste zu bekommen, wird allerdings entscheidend für die weitere Kaderplanung sein.

Keine Sommerpause für Hengen und Antwerpen

In der Hinrunde der abgelaufenen Saison hatte der FCK zwar gute Spieler, aber kein schlagkräftiges Team. Schlüssel zum Erfolg in der Rückrunde waren Führungsspieler wie Zimmer und Götze. Gehen die Lauterer nun mit tollen Kickern, aber ohne Leadertypen in die neue Saison, so wird auch diese kein Erfolg werden. Mit dem Team der letzten Wochen wäre in der nächsten Spielzeit sicherlich alles möglich. Leider wird es definitiv einen Kaderumbruch geben. Die Frage ist, wie groß dieser sein wird. Der aktuelle Kader ist quantitativ überdimensioniert. Bei manchen Spielern müssen trotz laufender Kontrakte Leihen oder Vertragsauflösungen vereinbart werden. Zudem laufen 13 Verträge aus. Spannendstes Thema bleibt das Bemühen um die Leihspieler Ouahim, Senger, Hanslik und Zimmer beziehungsweise um Alternativen.


Das bedeutet richtig viel Arbeit für den Geschäftsführer Sport, Thomas Hengen. Aber auch Trainer Marco Antwerpen wird die Sommerpause in der Pfalz verbringen, um ebenfalls am Kader mitzuwirken. Man darf gespannt sein, welche Spieler beim Trainingsauftakt in gut drei Wochen auf dem Platz stehen werden. Um es vorsichtig zu formulieren: Das Misstrauen gegenüber den verantwortlichen Personen in der sportlichen Leitung auf dem Betzenberg war schonmal größer.


Quelle: Treffpunkt Betze