Mehr Topspiel geht nicht

Am Samstag ist es so weit. Platz eins gegen zwei, beste Offensive gegen beste Defensive. Am Wochenende treffen mit dem 1. FC Kaiserslautern und dem 1. FC Magdeburg die zwei Schwergewichte der Liga zu einem wichtigen und wegweisenden Spiel aufeinander. Wer entscheidet das direkte Duell für sich? Mit heimischer Kulisse im Rücken wollen die Pfälzer auch dieses Spitzenspiel gewinnen. Eine extrem schwierige, aber nicht unlösbare Aufgabe.

Überragende Magdeburger dominieren die Liga

Dass der FCM in dieser Spielzeit oben mitspielen wird, war abzusehen. Jedoch hätten wohl die Wenigsten damit gerechnet, dass die Magdeburger die dritte Liga auf diese Weise dominieren. Mit zwölf Punkten Vorsprung auf die Pfälzer haben die Blau-Weißen inzwischen ein ordentliches Polster aufgebaut und thronen von der Tabellenspitze. Das sah in der vergangenen Saison noch ganz anders aus. Zusammen mit dem FCK steckten die Magdeburger tief im Abstiegskampf fest. Die Situation war bedrohlich, doch dann kam der Trainerwechsel. Christian Titz übernahm das Geschehen in Sachsen-Anhalt und führte das Team extrem schnell wieder in ruhiges Fahrwasser und feierte anschließend den souveränen Klassenerhalt. Im Sommer rüstete der FCM personell ordentlich auf und Shootingstar Baris Atik konnte gehalten werden. Seitdem scheint der Magdeburger Zug keine Bremse mehr zu haben und rauscht durch die gesamte Liga. Doch unschlagbar ist auch der FCM nicht. Tabellenschlusslicht Havelse konnte kürzlich einen Punkt in Magdeburg entführen. Auch gegen den 1. FC Saarbrücken hatte das Team von Christian Titz phasenweise große Probleme, setzte sich letztendlich doch noch durch.

Pünktlich zum Topspiel: Fans und mehrere Stammkräfte kehren zurück

Dass die FCK-Fans im Stadion immer wieder die letzten Prozente aus den Spielern auf dem Platz rauskitzeln können, ist bereits oft genug bewiesen worden. Auch Philipp Hercher untermalte kürzlich die Bedeutung der Zuschauer auf dem heimischen Betzenberg. "Wenn du da auf die Westkurve spielst, schreien die den Ball nach einer Ecke selbst ins Tor, da musst du als Spieler gar nicht mehr viel machen", so der fünffache Torschütze. Und pünktlich zum kommenden Wochenende sind nun auch endlich wieder Zuschauer erlaubt. Insgesamt 10.000 Fans werden in Fritz-Walter-Stadion strömen. Es gilt jedoch weiterhin die 2G-plus-Regel und Maskenpflicht im gesamten Stadionbereich.


Auch was die personelle Situation der Pfälzer betrifft, gibt es positive Neuigkeiten. Mit Raab, Kraus und Götze sind drei Stammkräfte wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und somit auch für Samstag eine Option. Ansonsten muss Marco Antwerpen nur auf die langwierigen Ausfälle von Hippe, Zimmer, Bakhat, Gözütok und Röser verzichten. Der restliche Kader steht dem 50-Jährigen vollständig zur Verfügung.

Niemand ist unschlagbar

Besonders wichtig gegen den FCM wird sein, den offensiven und schnellen Ballbesitzfußball zu unterbinden, Topscorer Baris Atik aus dem Spiel zu nehmen und die eigenen Stärken im Umschaltspiel effektiv zu nutzen. Der FCK wird sich gegen die zweitbeste Defensive der Liga gedulden müssen und darf sich von nichts aus der Ruhe bringen lassen. Auch wenn Magdeburg bisher mit Sicherheit eine extrem starke Runde gespielt hat, müssen sich die Roten Teufel auch nicht vor dem Spitzenreiter verstecken - vor allem nicht mit vier Siegen in Folgen im Rücken. Dass der FCK nach dem verpatzten Saisonstart überhaupt so weit oben steht, zeigt die große Qualität und gute Moral, die in dieser Mannschaft steckt.


All diejenigen, die nicht die Möglichkeit haben, das Spiel auf dem Betze live zu verfolgen, können auch an diesem Wochenende auf die Übertragung im Free-TV zählen. Der SWR überträgt die Partie kostenlos, Übertragungsbeginn ist wie gewohnt pünktlich zum Anstoß.


Quelle: Treffpunkt Betze

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