Nur die Spitze des Eisbergs

Wird alles gut? Diese Hoffnung ist allgemein mit einem Trainerwechsel verbunden. Beim 1. FC Kaiserslautern gibt es aber auch nach der Trennung von Michael Frontzeck noch genug Probleme. In der undisziplinierten, überbewerteten Mannschaft, der Führungsetage und im Finanzbereich. So stark wie noch nie seit seinem Amtsantritt unter Druck: Sport-Geschäftsführer Martin Bader.


Die Sauna im Kabinentrakt auf dem Betzenberg bietet einen herrlichen Blick auf die Stadt Kaiserslautern und den angrenzenden Pfälzer Wald. Was das mit dem Trainerwechsel zu tun hat? Es ist ein Symbol für die vielen FCK-Probleme, die sich nicht nur mal eben durch einen neuen Chefcoach lösen lassen werden. Aber der Reihe nach.


Michael Frontzeck ist nach dem 0:5-Debakel in Unterhaching entlassen worden. Ihn als Alleinschuldigen für die auch in der 3. Liga anhaltende Misere des Fritz-Walter-Klubs hinzustellen, wäre jedoch die nächste von vielen Fehleinschätzungen, die den Verein seit Jahren wie Geschwüre befallen. Früh rückte das erklärte, durch ein Top-Kaderbudget von 5,5 Millionen Euro angemessene Ziel Aufstieg in weite Ferne. Über Monate wurden deutliche Anzeichen ignoriert, dass es in dieser Konstellation nicht passt. Diesen Vorwurf muss sich Sport-Geschäftsführer Martin Bader gefallen lassen, der zu lange auf die Wende mit dem von ihm verpflichteten Frontzeck zockte.


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Quelle: Kicker

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