Hildmann: "Mit viel Leidenschaft, aber kühlem Kopf ins Derby"

Rund 2.700 Karten wurden bisher an FCK Anhänger verkauft, der Verein rechnet mit mehr als 3.000 Fans, die die Roten Teufel in den Wildpark begleiten werden. FCK Pressesprecher Stefan Roßkopf appelierte auch deshalb heute noch einmal an die Vernunft aller Beteiligten, ein leidenschaftliches aber friedliches Derby erleben zu können.


Sascha Hildmann weiß um die Brisanz dieser Partie, ihm muss man nicht erklären, wie wichtig das Derby für die Fans ist. "Ich weiß als FCKler was es heißt, zum KSC zu fahren. Natürlich kribbelt es auch schon bei mir".

Wie er das Spiel am Samstag (14 Uhr) angehen möchte, das verriet er heute den anwesenden Medienvertretern.


Sascha Hildmann über:


die Personalsituation:

"Mads Albaek wird definitiv ausfallen, wir wollen bei ihm kein Risiko eingehen und hoffen, dass er nächste Woche wieder ins Training einsteigen kann. Grund zur Sorge besteht aber nicht. Dylan Esmel hat sich leider erneut das Kreuzband gerissen und wird lange ausfallen. Ansonsten sind alle Mann an Bord".


den Gegner Karlsruher SC und die Herangehensweise im Derby:

"Wir haben gegen Halle auch vieles richtig gemacht. Wir haben in der 2. Hälfte nur noch eine Torchance zugelassen, insgesamt nur drei. Gegen eine sehr gute Auswärtsmannschaft wie Halle war das schon gut. Die Möglichkeiten ein Tor zu erzielen waren gegen Halle leider nicht so da, wie wir uns das gewünscht hätten.

Auch gegen den KSC wollen wir natürlich so wenig Torchancen wie möglich zulassen. Karlsruhe hat eine sehr erfahrene Mannschaft, die fast immer in der gleichen Aufstellung spielt. Sie agieren in einem 4-4-2, mit einem Mittelfeldpressing, aber sie spielen eigentlich eher etwas abwartend.

Sie haben eine wahnsinnig gute Offensive, sind sehr gefährlich über Standards, 12 Tore plus fünf Elmeter sprechen eine deutliche Sprache. Wir müssen diese Situationen vermeiden und wenn es zu Standards kommt uns mit allem was wir haben dagegen stemmen. Mit einer guten Grundordnung, einer ordentlichen Portion Aggressivität müssen wir dann in die Umschaltmomente kommen, um selbst dann auch zu Torchancen zu kommen. Ich habe vor Meppen ja schon einmal gesagt: Vielleicht reicht dann auch einmal eine Gelegenheit, um ein Tor zu machen und das Spiel zu gewinnen".


die Abschlussschwäche:

"Natürlich ist das schwer zu trainieren. Die Spieler brauchen Selbstvertrauen, müssen weiter an sich glauben. Ich erwarte, dass sie in jedem Training alles von sich abfordern und dann mit viel Wille und Einsatz in die Spiele gehen. Natürlich brauchst du dann auch das nötige Matchglück, das gehört auch dazu".


"Wenn Alois Schwartz auch noch FCK-Fan ist, dann kann er uns gerne gewinnen lassen!"


der Bedeutung des Derbys:

"Ihr könnt sicher sein, dass die Spieler wissen, wie wichtig das Derby für alle im Verein ist. Wir dürfen aber bei aller Emotionalität auch nicht verkrampfen. Wir wollen schon mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen und mit Mut da hin fahren, aber du darfst dir auf keinen Fall zu großen Druck aufbauen, um dann Fehler zu machen, die du besser vermeiden solltest. Ich wünsche mir, dass alle Fans das Spiel genießen können, dass es friedlich bleibt und alle am Ende ein Fußballfest erleben können".


seine Stimmung vor dem Derby und den gegnerischen Trainer Alois Schwartz:

"Sie können mir eins glauben, ich weiß als FCKler was es heißt gegen den KSC zu spielen. Wenn die Konstellation so ist, dass Alois Schwartz auch noch FCKler ist, dann kann er uns ja gewinnen lassen am Samstag, umso besser (lacht). Natürlich kribbelt es auch bei mir als Fan des Vereins, aber in erster Linie bin ich jetzt Trainer. Ich muss der Mannschaft auch eine gewisse Ruhe vorleben und darf es da nicht übertreiben. Wir wollen alle mit einer ordentlichen Portion Leidenschaft in das Spiel gehen, müssen dabei aber einen kühlen Kopf bewahren".


die erneute, schwere Verletzung von Dylan Esmel:

"Wir wollten sicher gehen, dass er bevor er ins Training der 1. Mannschaft einsteigt, erst einmal bei der U21 mittrainiert und dort ein Spiel bestreitet. Leider ist es dann genau in dem Spiel passiert. Ich glaube, da kann man niemand einen Vorwurf machen, das ist einfach Zufall und ist leider passiert".


"Wer sich aufdrängt, wird spielen"

einen möglichen Einsatz von Julius Biada:

"Wir haben einen relativ großen Kader. Wir haben Spieler, die im Training auf sich aufmerksam machen. Das hat Julius getan und dementsprechend gegen Halle seine Chance bekommen, die er leider nicht so genutzt hat. Jetzt haben wir eine neue Trainingswoche und wir als Trainerteam wollen den Spielern eine Chance geben, die sich im Training aufdrängen. Wenn er das tut, dann wird er auch spielen".


Quelle: Treffpunkt Betze


Die Pressekonferenz im Videostream: