Hildmann: "Wir müssen gegen Zwickau nachlegen!"

An das Hinspiel dürfte der 1. FC Kaiserslautern keine allzu guten Erinnerungen haben. In der sprichwörtlich letzten Sekunde der Nachspielzeit bekam der FCK durch einen unberechtigten Elfmeter den späten 1:1 Ausgleich - Der Auftakt für eine Serie von späten Gegentoren. Im Anschluss folgte die schon legendäre "Cornflakes-Rede" von Jan Löhmannsröben. "Das war das Kellog's Spiel", erinnert sich auch Trainer Sascha Hildmann.


Am Sonntag (13 Uhr) wollen die Roten Teufel diesmal einen Sieg einfahren. Für das Spiel sind bisher 14.535 Karten verkauft, es besteht also noch viel Luft nach oben. Schiedsrichter der Partie wird Daniel Schlager sein.


Wie immer stand FCK Coach Sascha Hildmann wieder den anwesenden Medienvertretern zur Verfügung und gab einen Einblick in die Vorbereitung auf das Heimspiel am Sonntag.


Sascha Hildmann über ...


die Personalsituation:

"Leider habe ich gerade erfahren, dass sich Julius Biada schlimmer verletzt hat. Er hat eine muskuläre Verletzung, die er sich gestern im Training zugezogen hat. Es ist wohl schlimmer als zunächst angenommen, eine genaue Diagnose steht allerdings noch aus. Er wird aber definitiv ausfallen. Christoph Hemlein fehlt gelbgesperrt. Erfreulich ist, dass Mads Albaek und Timmy Thiele wieder voll im Training sind und uns wieder zur Verfügung stehen".


den Gegner FSV Zwickau:

"Zwickau steht drei Punkte hinter uns, hat zwei Tore mehr geschossen und sechs weniger kassiert als wir. Das zeigt schon eine gewisse Qualität. Mit einem Sieg könnten sie sogar an uns vorbeiziehen, deswegen müssen wir höllisch aufpassen. Ihre Stärke sind sicherlich die zwei großen, robusten Stürmer König und Lauberbach. Sie spielen viel auf den zweiten Ball, wir müssen im Gegensatz dazu ihre langen Bälle in den Strafraum so früh es geht unterbinden. Wir müssen früh die Bälle klauen, in Umschaltsituationen kommen und so wieder Torchancen kreieren. Es wird sicherlich eine heikle Aufgabe, aber wir haben den Anspruch zu Hause zu gewinnen".


das Hinspiel gegen Zwickau und die späten Gegentore:

"Ich glaube, seit ich hier Trainer bin spielt das überhaupt keine Rolle mehr. Ich habe das Spiel damals gesehen, das war das Kellog's Spiel. Ansonsten prallt das an mir total ab. Wir haben jetzt eine neue Situation, wir haben in den letzten Wochen und Monaten auch keine Last Minute Gegentore mehr bekommen. Natürlich kann das immer mal wieder passieren, aber es beschäftigt uns nicht mehr explizit".


die gute Stimmung nach dem Derbysieg:

"Zunächst einmal fand ich unsere Zuschauer in Karlsruhe überragend. Wir hatten wirklich ein paar mal Gänsehaut, das war sehr ergreifend. Alex Bugera hat sonntags in der Bäckerei zwei Leute mit FCK-Trikot gesehen, das gab es auch länger nicht mehr. Man merkt schon, dass uns das einen kleinen Kick gegeben hat und das freut uns sehr. Aber ich habe es schon direkt nach dem Spiel gesagt: Damit dieser Derbysieg noch mehr wert ist, müssen wir ihn mit einem Sieg gegen Zwickau "vergolden". Wir wollen unbedingt am Sonntag nachlegen, damit die Stimmung noch besser wird".


Quelle: Treffpunkt Betze


Die Pressekonferenz im Videostream: