U19: Nur noch ein Schritt zum Klassenerhalt

Während sich beim 1. FC Kaiserslautern Machtspiele und Grabenkämpfe, der Kampf um die Lizenz, die Personalsituation in Vorstand und Aufsichtsrat sowie ein möglicher Einstieg von (regionalen) Investoren zu einem Thema vereinen und alles Sportliche überlagern, geht beinahe unter, dass es tatsächlich noch eine Mannschaft im Verein gibt, die kurz davor steht, ihr Saisonziel zu erreichen: Nein, nicht die Triathleten sind gemeint. Die U19 kann am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Heidenheim (Klassenerhalt am letzten Spieltag durch den 3:0 Heimsieg gegen den FSV Frankfurt gesichert) den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen. Dabei wäre sie lautstarker Unterstützung durch den FCK-Anhang sicher nicht abgeneigt.

Einen Verein erwischt es auf jeden Fall: Frankfurt, Nürnberg oder der FCK

Durch einen überraschenden 3:1 Auswärtssieg in Augsburg am vorletzten Spieltag hat sich die Mannschaft von Trainer Marco Laping den 11. Tabellenplatz, der zum Klassenerhalt reichen würde, zurückerobert. Nach den bereits feststehenden Absteigern vom FSV Frankfurt und den Stuttgarter Kickers muss am letzten Spieltag der A-Junioren Bundesliga Staffel Südwest noch ein weiterer Verein um den Klassenerhalt (bzw. um den Abstieg in die Regionalliga) bangen. Neben dem FCK (28 Punkte, Tordifferenz: -16) kommen noch die Frankfurter Eintracht (28 Punkte, Tordifferenz: -8) und der 1. FC Nürnberg (27 Punkte, Tordifferenz: -14) für den dritten Abstiegsplatz in Frage. Bei einem Sieg bleiben die Roten Teufel definitiv erstklassig. Im Falle einer Niederlage würde der FCK nur dann drin bleiben, wenn der FCN ebenfalls verliert. Ein Unentschieden reicht zum Klassenerhalt, wenn Nürnberg nicht gewinnt oder die Eintracht verliert.

Enttäuschende Saison? Auf die Perspektive kommt es an

Komfortable neun Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge hatte der FCK nach 14 von 26 Spieltagen. Ungünstigerweise starteten die Nürnberger just an diesem 14. Spieltag Spieltag eine Serie von vier Siegen in Folge und zogen zuletzt gar an den Roten Teufeln vorbei. Zieht man in Betracht, welcher Liga die jeweiligen Profiteams angehören, fällt auf, dass die U19-Teams der unterklassigen Stuttgarter Kickers und des FSV Frankfurt beinahe erwartungsgemäß absteigen. Aus der dritten Liga ist neben der Pfälzern einzig der Karlsruher Sportverein vertreten. Sollte der Klassenerhalt am letzten Spieltag tatsächlich gelingen, und stattdessen die Vertretung der SGE oder des Nürnberger Clubs in die Regionalliga geschickt werden, es wäre wohl ein riesiger Erfolg für die Jugendarbeit des Lautrer Nachwuchsleistungszentrums. Und vielmehr als das, der Klassenerhalt wäre wohl auch der Grundstein für zukünftige FCK-Teams, denn allein die Zusammenstellung der Jugendkader wird heute immer schwieriger.

Was kann der FCK überhaupt bieten?

Wie sollen Talente überhaupt zum FCK gelockt bzw. hier gehalten werden, wenn umliegende Vereine wie Mainz, Frankfurt oder Hoffenheim neben dem finanziellen Aspekt noch mit der Aussicht auf Bundesligafußball reizvoller erscheinen. Und diese Situation dürfte zukünftig noch schwieriger werden, wenn erst die Nachbarn aus Karlsruhe oder Wehen-Wiesbaden zweitklassig spielen und Mannheim in der dritten Liga mitmischt. Selbst in der Regionalliga bringen sich Elversberg und Saarbrücken in Stellung, um auf Profiebene mit dem FCK gleichzuziehen. Das einzige Argument, dass der FCK derzeit noch hat, ist die hohe Durchlässigkeit der Talente in den Profikader. So schafften diese Saison mit Carlo Sickinger, Lennart Grill, Lukas Gottwalt und Antonio Jonjic gleich vier Spieler, die dem Lauterer Nachwuchs entstammen, den Sprung in den Profikader und konnten sich dort sogleich mit einer Reihe von Einsätzen etablieren. Daher wäre es elementar wichtig, die U19 weiterhin in der höchsten A-Junioren-Spielklasse vertreten zu sehen. Im 'worst-case-Szeanario' hingegen würde sogar die U19 von Elversberg in der kommenden Spielzeit eine Klasse höher als der FCK spielen!

Unterstützt die Zukunft des FCK!

Lassen wir Lautrer es also nicht soweit kommen! Am kommenden Samstag (Anstoß: 13 Uhr) wird das "Finale" der Nachwuchskicker angepfiffen. Die Begegnung der Profis beim Auswärtsspiel gegen die Würzburger Kickers scheint eine lautstarke Unterstützung nicht unbedingt zu begünstigen. Doch andererseits geht es für den FCK in Liga 3 um nichts mehr. Ein weiterer Anreiz das Nachwuchsteam einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, besteht natürlich auch darin, die Jonjics von morgen einmal in Aktion sehen. Schließlich haben Anas Bakhat, Constantin Fath, Leon Hotopp, Anil Gözütök und Torwart Lorenz Otto bereits Profiverträge beim FCK unterschrieben.


Auch Trainer Marco Laping ist voller Vorfreude auf das letzte Saisonspiel: „Der Druck war enorm in den letzten Wochen. Alle haben uns schon abgeschrieben. Wir können jetzt zu Hause gegen Heidenheim alles klar und damit den Klassenerhalt perfekt machen“. Ausgetragen wird die Partie gegen Heidenheim im Sportpark Rote Teufel


Quelle: Treffpunkt Betze

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