Konzentriert und selbstbewusst ins "Heimspiel" nach Köln

Es hat schon fast Tradition, dass der 1. FC Kaiserslautern jedes Jahr mindestens einmal zu einem Auswärtsspiel nach Köln fahren darf. Dieses Jahr wartet allerdings nicht der FC oder die Fortuna aus Köln auf die Pfälzer, erstmals heißt der Gegner Victoria Köln. Über 2.000 Lautrer Fans werden beim Auswärtsspiel am Samstag um 14 Uhr dabei sein. Heimspiel-Atmosphäre also für die Roten Teufel.

Alle Mann an Bord - Schommers ist mit der Qualität zufrieden

Keine Sorgen machen muss sich Boris Sommers um die Gesundheit seiner Spieler. Nachdem schon beim Heimsieg gegen Rostock bis auf Ersatzkeeper Avdo Spahic alle Spieler fit waren, steht nun auch der Torhüter wieder zur Verfügung. "Das Training am Mittwoch war in der Tat sehr gut. Die Jungs leben den Konkurrenzkampf vor, den ich ausgerufen habe und sind voll motiviert. Ich werde mich bestimmt nicht beschweren, dass ich bei der Aufstellung jetzt die Qual der Wahl habe. Wenn sich der Kader quasi von alleine aufstellen würde, dann hätten wir ein Problem", sagt Schommers.


Allgemein merke man der Mannschaft die Erleichterung nach dem zweiten Sieg in Folge an. "Es war wichtig, dass wir jetzt den Turnaround geschafft haben und das Selbstvertrauen in den letzten drei Wochen steigern konnten. Unsere Arbeit der letzten Monate trägt jetzt Früchte. Wir müssen aber hochkonzentriert bleiben. Denn wir fahren nach Köln, um auch dort etwas mitzunehmen", so Schommers.

Agieren statt Abwarten: Im Heimspiel-Modus gegen Köln

Mit Victoria Köln erwartet den FCK allerdings ein Aufsteiger, der nicht nur in der Tabelle zwei Punkte vor den Pfälzern steht, sondern mit 29 Toren auch eine der besten Offensiven stellt. Dementsprechend gewarnt ist FCK-Trainer Schommers. "Die Basis ist es, die Räume eng zu machen und kompakt zu verteidigen. Köln hat beispielsweise mit Wunderlich, Handle und Bunjaku gute Offensivkräfte, die wir nicht ins Spiel kommen lassen dürfen. Wir müssen agieren und unser Spiel aufziehen und dürfen nicht abwarten", so der Lautrer Coach.


Dementsprechend erwartet Schommers von seiner Mannschaft dasselbe Auftreten wie im Heimspiel gegen Rostock. "Der einzige Unterschied ist, dass wir nicht in diesem wunderschönen Stadion und vor 20.000 Fans spielen dürfen. Ansonsten gehe ich Auswärtsspiele nicht anders an als Heimspiele. Ich habe meine Vorstellung, wie der FCK Fußball spielen soll und die erwarte ich, egal ob zu Hause oder Auswärts", erklärt Schommers seine Herangehensweise.

Florian Pick blüht auf - Aussortiertes Trio bleibt außen vor

Der Mann der Stunde ist ohne Zweifel Florian Pick, der auch gegen Rostock wieder ein wunderschönes Tor erzielen konnte und mittlerweile schon 16 Scorerpunkte (Zwölf Tore und vier Vorlagen) verbuchen konnte. Dass es derzeit endlich etwas bergauf zu gehen scheint, tut offenbar besonders dem Flügelflitzer des FCK gut. "Picki hat sich die Situation des Vereins sehr zu Herzen genommen. Wir haben versucht etwas Druck von ihm zu nehmen. So einem Spieler darf man die Freiheiten nach vorne nicht nehmen, die lassen wir ihm auch. Ich habe aber auch das Gefühl, dass sein Spiel gegen den Ball jetzt besser geworden ist", analysiert Schommers.


Weiterhin bei den Amateuren bleiben die degradierten Spieler Christoph Hemlein, Janek Sternberg und Antonio Jonjic. Das erklärte Boris Schommers auf Nachfrage auf der Pressekonferenz. Allerdings sei er in engem Austausch mit Trainer Hans-Werner Moser. "Die Jungs trainieren jetzt regelmäßig mit der U21 und haben letzte Woche auch ein sehr gutes Spiel gemacht. Locke hat sogar getroffen. Allerdings haben es andere Spieler auch sehr gut gemacht und ich ziehe sie deshalb nicht direkt hoch zu den Profis. Und gegen Rostock hat meine Mannschaft auch sehr gut gespielt. Deshalb bleibt vorerst alles so wie es ist", so Schommers.


Quelle: Treffpunkt Betze


Die Pressekonferenz im Videostream: