Saison 2020-21: Das Teilnehmerfeld steht

Am 18. September 2020 wird die dritte Liga in die neu Spielzeit starten. Mit dem Last-Minute-Tor beim Relegationsduell zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem FC Ingolstadt steht mit dem FCI nun auch der letzte Teilnehmer für die kommende Spielzeit in der dritten Liga fest. Wir geben euch hier einen Überblick über die 19 gegnerischen Vereine des FCK.

Wehen-Wiesbaden und Dresden steigen ab

Nach dem überraschenden Aufstieg hatte der SV Wehen-Wiesbaden nur den Klassenerhalt in Liga zwei im Visier. Doch dieses Ziel sollte die Mannschaft von Trainer Rüdiger Rehm verpassen. Mit der ligaweit schlechtesten Abwehr (65 Gegentore) und lediglich neun Siegen stieg der SVWW direkt ab. Ebenfalls antreten muss den Gang in Liga drei Dynamo Dresden. Schon von Beginn der abgelaufenen Spielzeit an kämpften die Dresdener gegen den Abstieg. Am Ende hatte die um den ehemaligen Lautrer Verteidiger Chris Löwe ligaweit schlechteste Offensive (32 Tore in 34 Partien) keine Chance, um sich gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf zu behaupten.


Im Relegationsduell zwischen dem 1. FC Nürnberg (Tabellensechzehnter 2. Liga) und dem FC Ingolstadt (Tabellendritter 3. Liga) sahen die Franken nach dem Hinspiel (2:0) zunächst wie der sichere Sieger aus. Doch im Rückspiel bewies der FCI Moral, drehte in der zweiten Spielhälfte auf, schoss binnen 13 Minuten 3 Tore und sah sich kurz vor Spielende als sicherer Aufsteiger. Doch dann kam die 96. Spielminute und die eigentlich letzte Situation des Spiels. Und die Nürnberger machten das Unmögliche möglich und drückten den Ball doch noch über die Linie. Dank der inzwischen viel kritisierten Auswärtstorregel (Endstand: 3:3) sichert sich der FCN den Klassenerhalt und mindestens ein weiteres Jahr in der 2. Bundesliga. Die Ingolstädter bleiben in Liga 3.

Regionalliga-Aufstieg am grünen Tisch

Die wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Spielzeiten in den Regionalligen wurden überwiegend abgebrochen. So wurde der Aufstieg zwei Regionalverbänden am grünen Tisch entschieden. Den Beginn machten der 1. FC Saarbrücken (Regionalliga Südwest) und der VfB Lübeck (Regionalliga Nord). Anders sah die Entscheidung im bayrischen Verband aus. Dort entschied man sich, die Saison nicht gänzlich abzubrechen. Stattdessen wurde die Ligaordnung dahingehend geändert, dass die Mannschaft aufsteigt, die bis zum Zeitpunkt des Ablaufs der Meldefrist des Aufsteigers in die 3. Liga Tabellenerster der Regionalliga Bayern ist. Während es aus sportlicher Sicht also keine Zweifel mehr über den Aufstieg gab, erwies sich die Stadionfrage zunächst als großes Hindernis. Weil Türkgücü München über keine eigene Spielstätte verfügt, war der Verein auf die Hilfe der Stadt angewiesen. Eine Lösung wurde gefunden. Austragen wird Türkgücü seine zukünftigen Heimspiele sowohl im Grünwalder- als auch im alten Olympiastadion.


Der vierte Aufsteiger wurde dann schließlich in zwei Aufstiegsspielen zwischen Lokomotive Leipzig (Regionalliga Nordost) und dem SC Verl (Regionalliga West) ermittelt. Auch hier war die Auswärtstorregel entscheidend. Der SC Verl setzte mit einem 1:1 und einem 2:2 Remis durch. Ähnlich wie Türkgücü München verfügt der SV Verl über keine für die 3. Liga geeignete Spielstätte. Ihre Heimspiele werden die Ostwestfalen im benachbarten Paderborner Stadion austragen.


Die Teilnehmer der dritten Liga, Spielzeit 2020-21 im Überblick:


VereinEntfernungVereinEntfernung
1. FC KaiserslauternKFC Uerdingen294 Kilometer
1. FC Magdeburg535 Kilometer
MSV Duisburg316 Kilometer
1. FC Saarbrücken73 Kilometer
SC Verl384 Kilometer
1860 München416 Kilometer
SpVgg Unterhaching423 Kilometer
Bayern München II408 Kilometer
SV Meppen485 Kilometer
Dynamo Dresden573 Kilometer
SV Wehen Wiesbaden97 Kilometer
FC Ingolstadt373 Kilometer
Türkgücü München416 Kilometer
FSV Zwickau
480 Kilometer
VfB Lübeck660 Kilometer
Hallescher FC490 Kilometer
Viktoria Köln249 Kilometer
Hansa Rostock776 Kilometer
Waldhof Mannheim77 Kilometer


Auf welchen Gegner freut ihr euch ganz besonders? Welches Spiel werdet ihr - vorausgesetzt die Stadien werden wieder für Zuschauer geöffnet - unbedingt besuchen?


Quelle: Treffpunkt Betze