Notzon: "Ein Schlag ins Gesicht für jeden Lauterer"

Leere Versprechungen, eklatante Schwächen, wenig erfrischende Selbstkritik, fehlende Leidenschaft, kein Biss, keine Gier. Diese Liste könnte beliebig fortgeführt werden, spiegelt jedoch schon in dieser Kürze das derzeitige Stimmungsbild rund um den 1. FC Kaiserslautern wieder. Nach 7 von insgesamt 38 Spieltagen belegt der FCK den 18. Tabellenrang. In Zahlen ausgedrückt heißt das: Vier Punkte, kein Sieg, elf Gegentreffer. Für manchen Fan der Roten Teufel jetzt schon eine Saison, die zum wiederholten Male frühzeitig ad acta gelegt werden kann. Aus der selbst ernannten "Top-Mannschaft" entwickelte sich binnen weniger Wochen ein lupenreiner Abstiegskandidat.

Notzon: "Habe ohne Sieg nach den ersten 7 Spielen keine Argumente"

Nun übt auch Sportdirektor Boris Notzon deutliche Kritik am Auftritt des von ihm zusammengestellten Kaders. „Dass eine Mannschaft mit weniger Qualität mehr wollte, ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Lauterer“, äußert sich Notzon gegenüber der Rheinpfalz. "Wir haben verloren, weil der Gegner mehr Mentalität hatte", übt der Sportdirektor Kritik an der überwiegend nicht nachvollziehbaren und lustlosen Leistung, fügt jedoch an, dies gemeinsam mit den verantwortlichen Akteuren zu thematisieren. "Aber wir werden in den nächsten Tagen dafür sorgen, dass die Einstellung bei uns wieder stimmt. Traurig, dass man das überhaupt sagen muss".


Die Stimmung am Betzenberg droht wieder einmal zu kippen. Nachdem Boris Schommers, der zuerst für die Misere verantwortlich gemacht wurde, zu Saisonbeginn seinen Stuhl bereits räumen musste, erntet Boris Notzon derzeit haufenweise Kritik an der Kaderzusammenstellung. Der Sportdirektor gibt sich dennoch kämpferisch, will nach erst sieben Spieltagen nicht vorzeitig aufgeben. „Ich werde viel für die Kaderzusammenstellung kritisiert. Ich sage nach wie vor: Die Qualität stimmt bei uns. Aber ich weiß, dass ich ohne Sieg nach den ersten sieben Spieltagen gerade keine Argumente habe".


Wieder also ein verpatzter Saisonstart? Die Antwort darauf können nur die Mannschaft und das Trainerteam auf dem Platz geben. Wie es sich auch entwickelt, die Misere dieser Tage und erst recht zum bevorstehenden 100. Geburtstag Fritz Walters ist irgendwie "typisch FCK".


Quelle: Treffpunkt Betze