Merk: Wie eine "Kaffeefahrt im Emsland"

Der misslungene Saisonstart sorgt im Umfeld des 1. FC Kaiserslautern nicht nur für Unmut und Kritik, sondern stellt den Verein wieder einmal vor schwere Zeiten. Der FCK ist eigentlich zum Siegen verdammt, zum Aufstieg gezwungen. Die wirtschaftliche Situation erlaubt auf sportlicher Fehler nur wenige Fehler. Im SWR-Sportstudio sprach heute Abend der Beiratsvorsitzende Markus über die gegenwärtige Situation und die schmerzhafte Niederlage beim SV Meppen. Markus Merk über …


… das Spiel in Meppen


"Ich bin heute immer noch schockiert über den Auftritt unserer Mannschaft in unserer Situation. Wir bewegen in diesem letzten Jahr so unglaublich viel und wir haben ein großes Vertrauen in diese Mannschaft und das Trainerteam. Und dieses Vertrauen heißt es jetzt natürlich auch zurückzugeben. Gestern hatte ich den Eindruck, da ist eine Sporttruppe unterwegs, im Trikot des FCK auf einer Kaffeefahrt im Emsland. Es war viel zu wenig. Kein Prozent FCK. In dieser Woche heißt es wieder ganz klar, Vertrauen zu schaffen, es bedarf der Aussprache. Wir müssen über die Mentalität sprechen, weil die Qualität in der Mannschaft vorhanden ist".


… Vertrauen in beide Richtungen


"Wir sind absolut enttäuscht, weil wir andere Werte verkörpern und vielleicht ist es nur dieser Funke, der der Mannschaft noch fehlt. Aber da kann jeder garantiert sein, ein ‚weiter so‘ wird es nicht geben. Wir werden das in dieser Woche ganz klar analysieren und wir müssen gemeinsam aus dieser sportlichen Situation heraus kommen. Das muss auch die Mannschaft wissen, dass Vertrauen zurückgegeben werden muss. An uns, die in den Gremien an der wirtschaftlichen Situation arbeiten, an unsere Investoren. Deswegen heißt es, das Bewusstsein zu schärfen".


… fehlende Leidenschaft


"Das ist im Fußball simpel und einfach. Unsere Mannschaft hat Qualität, aber ohne Leidenschaft wird es keinen Erfolg geben. Es sind in dieser Liga Leidenschaft und Kampf, Wille und Galligkeit gefragt. Du musst den Gegner zu Fehlern zwingen und unter Druck setzen. Es ist eigentlich herzlich einfach".


… über die kommenden Wochen und Ziele


"Wir stehen auf einem Abstiegsplatz, das ist grausam. Wir können als FCK und mit unserer Tradition mit dem Mittelmaß nicht zufrieden sein. Wir müssen den Anspruch haben, zumindest oben mitzuspielen. Der Aufstieg ist im Moment kein Thema. Jetzt geht es darum, gemeinsam die Mentalität zu drehen. Wir müssen es wieder schaffen, das auf den Platz zu bringen, was FCK bedeutet. Wir müssen Siege erzwingen".


Quelle: Treffpunkt Betze