FCK auswärts in Lübeck: Einfach weitermachen!

Nach langer Verletzungspause zurückgekehrt: Nicolas Sessa
Nach langer Verletzungspause zurückgekehrt: Nicolas Sessa

Wie heißt es so schön? Mund abputzen und weiter machen. Trotz des Last-Minute-Ausgleichs im Nachholspiel gegen den FSV Zwickau, der zwar niederschmetternd und grausam war, gibt es für den 1. FC Kaiserslautern bei drei Punkten Rückstand auf das rettende Ufer und noch zu vergebenden 24 Punkten keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Aufgeben war auf dem Betzenberg noch nie eine Option.

Abstiegskrimi pur

Im morgigen Auswärtsspiel an der Lohmühle sind beim ebenfalls kriselnden Aufsteiger aus Lübeck wieder drei Punkte zu vergeben. Der VfB belegt derzeit mit 29 Punkten den 19. Tabellenrang, die Lübecker trennen dementsprechend vier Punkte vom ersten Nicht-Abstiegsplatz. Die Roten Teufel erwartet an diesem 31. Spieltag also ein weiteres und brisantes Kellerduell. „Das ist ein ganz wichtiges Spiel. Wir müssen uns wieder so reinhauen, müssen den Kampf annehmen, mit Emotionen Fußball spielen. Dann bin ich mir sicher, dass wir die drei Punkte holen“, so Philipp Hercher gegenüber der Rheinpfalz-Redaktion. Mit einem Sieg könnten die Pfälzer den Abstand nach oben verringern und den Abstand nach unten vergrößern.

Die Tendenz stimmt

Dass sich nach der Niederlage in Magdeburg seriös festhalten lässt, dass der Klassenerhalt wieder realitisch und greifbar geworden ist, kommt bereits einem kleinen Wunder gleich. Durch die Länderspielpause und die damit verbundene erhöhte Trainingsintensität zeigt der FCK ein ganz anderes Gesicht. Die Überstunden scheinen sich gelohnt zu haben, denn Einsatz, Kampf und Comeback-Qualitäten hat der FCK in den beiden vergangenen Heimspiele gleich mehrfach unter Beweis gestellt. Nun gilt es die vier Punkte mit einem weiteren Dreier zu veredeln. "Wir haben zweimal sehr gute Heimspiele gezeigt und hätten auch das Spiel gegen Zwickau gewinnen können, eigentlich müssen. Deshalb nehmen wir die gute Leistung mit", äußert sich der Cheftrainer im Gespräch mit dem SWR.

Kraus und Redondo kehren zurück

In Lübeck wird FCK-Cheftrainer Marco Antwerpen wieder auf seine beiden zuletzten gesperrten Stammkräfte Kevin Kraus (Innvenverteidigung) und Kenny Prince Redondo (Außenbahn) zurückgreifen können. Anil Gözütok, der gegen Zwickau die rote Karte sah, wird den Pfälzern in den kommenden drei Ligaspielen fehlen. Einen echten Gewinn stellte im Heimspiel gegen Zwickau Dauerpechvogel Nicolas Sessa dar. Der Mittelfeldstratege, der aufgrund zahlreicher Verletzungen erst wenige Spielminuten bestreiten konnte, zeigte nach seiner Einwechselung eine starke Leistung. Sessa präsentierte sich sehr ballsicher und äußerst dribbelstark, und hatte deswegen auch einen maßgeblichen Anteil am 1:1 Ausgleichstreffer durch Philipp Hercher. "Da haben wir richtig fußballerische Qualität auf den Platz bekommen. Er hat das Spiel komplett an sich gezogen“, zeigt sich Antwerpen gegnüber der Rheinpfalz voll des Lobes für den Rückkehrer. Ein Startelf-Einsatz kommt nach der langen Verletzungspause aber wahrscheinlich noch zu früh.


Im Überblick: Der aktuelle Teamstatus


Quelle: Treffpunkt Betze