Roundhouse-Kick: Age of Heroes

Das neue FCK-Jahr startet mit einem pickepackevollen Wochen-Rückblick

Hashtag der Woche: #chancenutzen. Neues Jahr, neues Glück? Naturgemäß stehen im Januar bei dem ein oder anderen Veränderungen ins Haus. Teilweise gewollt, teilweise ungewollt. Dass die Corona-Welle den Betzenberg erneut fest im Griff hat, spricht zunächst einmal für einen bescheidenen Jahresauftakt. Aber er ist ja noch jung und hat eine weitere Chance durchaus verdient. Beispielsweise würden vier Siege in den vier Januar-Partien für ein wenig mehr Heiterkeit sorgen. Aber zunächst blicken wir auf all das, was in der letzten Woche wichtig war. Unser Wochenrückblick.


1. M.A. - The G.O.A.T.: Gestern Abend war Marco Antwerpen zu Gast bei SWR Sport. Unter anderem versuchten die Mainzer der Beliebtheit des Lautrer Coaches auf den Grund zu gehen. Und obwohl der Saisonstart etwas holprig verlief, stand es bei den Lautrer Anhängern Recherchen zufolge nie zur Debatte, dass der FCK mit seiner letzten Trainerentscheidung einen Volltreffer landete. Der Mann betreibt nicht nur mit seiner Frisur FKK auf höchstem Niveau, auch seine Dynamik und seine Emotionalität genügen maximalen Ansprüchen. Dass er selbst, auf Bitte der Moderatorin hin, den FCK und dessen Umfeld in möglichst einem Wort zu charakterisieren, die "pure Leidenschaft" benennt, zeigt deutlich, dass der richtige Mann am richtigen Ort zu sein scheint. Lediglich seine Essgewohnheiten gilt es wohl noch ein wenig anzupassen. Saumagen stünde eher nicht auf seinem Speiseplan und andere pfälzische Spezialitäten seinen ihm bisher nicht bekannt, antwortete 'Ante' auf Nachfrage. Natürlich helfen wir da gern etwas nach. Bei Bedarf können die Rezepte von Fleeschknepp mit Grumbeere oder Lewwerknepp mit Sauerkraut nachgereicht werden.


FCK-Trainer Marco Antwerpen – als Anpeitscher zum Fanliebling


2. Hömma, lass Essen gehen: Vor anderthalb Jahren wechselte Marius Kleinsorge vom SV Meppen zum FCK. So richtig durchstarten konnte der Flügelstürmer bei den Roten Teufeln jedoch nicht. In lediglich 18 Drittligapartien stand er seit seinem Wechsel nach Kaiserslautern auf dem Platz und konnte die in ihn gesetzten Erwartungen bislang nicht erfüllen. In der Hoffnung auf mehr Spielzeit lässt sich der 26-jährige nun an den Regionalligisten Rot-Weiss Essen verleihen. Das Leihgeschäft mit dem Spitzenreiter der Regionalliga West ist zunächst bis zum Saisonende befristet. Dass er mit seinen Toren wahre Freudensprünge auslösen kann, weiß der FCK-Fan seit seinem Treffer zum 2:0 im Derby beim Antwerpen-Einstand in Mannheim bestens. Hoffentlich dürfen die Anhänger von RWE genauso jubeln - und womöglich findet ein weiterer Traditionsverein durch Lautrer Unterstützung den Weg zurück in den Profifußball.


Kleinsorge auf Leihbasis zu Rot-Weiss Essen


3. Wer suchet der findet: Eric Lindon kann es nicht glauben. Er ist der Meinung, der FCK sei schon vor dem 02. Juni 1900 gegründet worden. Und er will dies auch beweisen. Der ehemalige Major der US-Luftwaffe hat 1988 bei einem Besuch eines Bundesligaspiels sein Herz an die 'Red Devils' verloren. Nur zwei Jahre später besaß er seine erste Dauerkarte, wurde zum eingefleischten Fan und gehörte später auch als ehrenamtlicher Beisitzer dem Vorstand der Initiative „Leidenschaft FCK – Fritz-Walter-Museum Kaiserslautern“ an. Wer also glaubt, ein US-Amerikaner könne nichts mit dem europäischen Fußball anfangen, sieht sich getäuscht. „Wir lieben Profisport und haben bei Fußball und einem Bier genauso viel Spaß wie Deutsche“, berichtet Lindon gegenüber der Rheinpfalz. Um dem wahren Gründungsdatum seines geliebten FCK auf die Spur zu kommen, weiß er, in welchen verstaubten Winkeln und Archiven er zu suchen hat. Schließlich ist er mittlerweile stellvertretender Vorsitzender des Vereins für Pfälzische Sportgeschichte und verfügt demnach über genügend Erfahrungswerte.


Eric Lindon will die pfälzische Sportgeschichte neu sortieren


4. Die Wampe von Aspach: Die SG Sonnenhof Großaspach hat die Reißleine gezogen. Schluss mit flachbäuchigen Leichtgewichten, auf deren Trikot der Hauptsponsor fast verschwindet. Der Dorfklub hat den ehemaligen Löwenkapitän und die einstige Wampe von Giesing, Sascha Mölders, bis Saisonende unter Vertrag genommen. Der 36-Jährige, der kurz vor Weihnachten seinen Vertrag bei den Sechzigern aufgelöst hat, wechselt als spielender Co-Trainer zum abstiegsgefährdeten Regionalligisten. "Ich bin nach wie vor als Spieler topmotiviert und möchte der SG natürlich direkt auf dem Platz weiterhelfen. Gleichzeitig möchte ich aber auch abseits des Platzes in einer verantwortlichen Rolle als Trainer weiter wachsen und kann hier von Hans-Jürgen (Boysen, d.R.) lernen - daher freue ich mich auch riesig auf die Aufgabe hier beim Dorfklub", ließ Mölders die Pressevertreter bei seiner Vorstellung wissen. Na dann, gutes Gelingen und viel Erfolg!


Paukenschlag: Mölders wird spielender Co-Trainer in Großaspach


5. Stammt jeder Werner zwingend aus Werne? "Würzburg sortiert Pourié aus", berichtete der kicker zu Beginn der letzten Woche. Als mittlerweile aufmerksamer Beobachter der dritten Liga ist man von dieser Schlagzeile jedoch nur mäßig geschockt. Bei 13 verschiedenen Vereinen aus vier Nationen stand der ehemalige Juniorennationalspieler in seiner seit 2009 andauernden Profikarriere unter Vertrag. Aber egal für welchen Verein der einstige Nachwuchskicker des FC Liverpool gerade das Trikot überstreifte, zwei Konstanten begleiteten ihn stets: Eine stattliche Trefferquote und ein schnelles Vertragsende. In Anbetracht seiner durchschnittlichen Verweildauer von weniger als zwölf Monaten pro Club können nur zwei Schlüsse gezogen werden. Entweder leidet Pourié an mangelnder Fähigkeit zur Selbstreflexion oder er ist vom Pech verfolgt und trifft immer auf die falschen Leute. Nach seinem Aus beim FCK äußerte sich der Goalgetter via Instagram: "Am Ende des Tages sind wir alle Menschen, Ehrlichkeit ist heute keine Tugend mehr, es ist ein disziplinarischer Fehltritt! Wenn dem so ist, dann werde ich wohl noch 1.000.000 Mal diese Fehltritte begehen! Jedoch kann ich in den Spiegel schauen und sagen: ich bin menschlich, ich bin ein Kämpfer und ich gebe niemals auf!". Zusammengefasst heißt das wohl, der Heiligenschein der Woche geht zwangsläufig an die Tormaschine aus Werne.


"Interne Dinge": Würzburg sortiert Pourié aus


6. Witzigkeit kennt kein Pardon "Drei Ecken…“, "Elfer oder was?“, "Siehst Du? Du kannst es doch!“, es folgt heftiges Gekicher. Was sich anhört wie der Auszug aus einem schlechten Daily-Soap-Drehbuch war ein Wortwechsel des neuen Traumduos am Kommentatorenhimmel Fuss/Kuntz. Die beiden selbsternannten Ulknudeln begleiteten mit ihren mehr oder weniger sinnvollen Kommentaren den Rückrundenauftakt zwischen Bayern und Gladbach – oder wie „Wolffi“ meinte, das Neujahrsspringen der Fußball-Bundesliga. Der nahezu unerträgliche Schwall schlechter Wortspiele und Witze wurde zugegebenermaßen von Fuss eröffnet. Aber der ehemalige U21-Coach Kuntz versuchte zum Leidwesen aller auch noch mitzumischen. Und wenn er eines nicht ist, dann witzig. Er gibt sich zwar größte Mühe, immer sein Schwiegersohnlächeln aufzusetzen und unter keinen Umständen anzuecken, aber mit den Zoten eines Wolff-Christoph Fuss kann er nicht mithalten. Noch ein paar Beispiele gefällig? "Gegen Bayern muss auch mal das 8er Eisen raus“, "mit dem 8er Eisen kann man nicht putten“, "ein Ball täte dem Spiel sichtlich gut“ oder auch der Klassiker "wenn der Fußballgott bereit ist einen auszugeben, musst du da sein“. Fips Asmussen wäre stolz auf das Fuss'sche Dauerfeuer räudiger Floskeln. Offenbar hat das Pausbäckchen aus Nürtingen immer in der ersten Reihe gesessen, wenn sein ehemaliger Chef Marcel Reif in der Moderatorenschule referierte. Es kann kein Zufall sein, dass auch er diesen „oberg'scheiten“ Moderationsstil hat. Es bleibt nur zu hoffen, dass Fuss sich nicht auch eines Tages von seinen eigenen Untergebenen als Experte interviewen lässt, so wie es sein Oberlehrer einst bei Sky so gerne tat.


Schnee in Mün­chen und trotzdem war der Sommer heiß


Quelle: Treffpunkt Betze

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