Kühlwetter startklar

Sturm und Drang: Christian Kühlwetter kehrt nach einer Muskelverletzung heute beim Drittligisten 1. FC Kaiserslautern ins Mannschaftstraining zurück. Er fühlt sich fit und einsatzbereit für das Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen KFC Uerdingen.


„Ich habe einen Härtetest gemacht. Es klappt“, erklärte Kühlwetter gestern nach einer individuellen Trainingseinheit unter Anleitung von Fitness-Coach Bastian Becker strahlend. „Ich kann spielen und hoffe, dass mich der Trainer auch spielen lässt“, sagte der 22-Jährige, den die 0:2-Niederlage beim Spitzenreiter VfL Osnabrück noch immer wurmt. „Wir haben da ein richtig gutes Spiel gemacht, mussten in der Halbzeit 1:0 oder 2:0 führen. Dann hätten wir auch gewonnen“, sagt der aus der U21 zu den Profis beförderte Angreifer, der sich am linken Flügel einen Platz in der Mannschaft erkämpft und erarbeitet hat. Der Trainer schätzt Kühlwetters Tordrang, aber auch seine große Laufbereitschaft und die engagierte Mitarbeit im Rückwärtsgang.


“Ich habe richtig Lust auf das Spiel, gerade daheim“, sagt der gebürtige Bonner, der im Sommer 2016 vom 1. FC Köln nach Lautern kam. Bei seiner Profi-Heimpremiere, beim 2:0 gegen die Sportfreunde Lotte, vergab Kühlwetter eine Riesenchance. „Ich hab’ in dem Moment zu viel gedacht“, gesteht der Vollblutstürmer. „Ich hab’ die Kurve gesehen …“ Es war „Die West“ – ein Traum für einen jungen Stürmer gerade da zu treffen.


Das Leben des 22-Jährigen hat sich mit dem frischen Ruhm nicht wirklich verändert. „Sicher stand ich jetzt öfter in der Zeitung und so, es haben sich nach meinen Einsätzen und Toren auch plötzlich Leute gemeldet, von denen ich fünf, sechs Jahre nichts mehr gehört habe. Aber ich weiß ja, auf wen ich mich verlassen kann“, betont Kühlwetter: „Nein, mein Leben hat sich nicht verändert. Das will ich ja auch gar nicht.“


Verändern werden aber soll die sportliche Situation mit einem Heimsieg gegen Uerdingen. „Die Mannschaft ist heiß“, betont Kühlwetter.


Noch keine Option für Samstag ist nach Einschätzung von Trainer Michael Frontzeck Abwehrriese Lukas Gottwalt, der nach einem Muskelfaserriss ebenso wie Özgür Özdemir individuell trainiert. Für Gottwalt verteidigt weiterhin André Hainault.


Beim Training gestern standen Zweikampfschulung und Torabschluss im Mittelpunkt. Es ging gut zur Sache, es war Feuer in den Duellen. Eindrucksvoll beispielsweise die Zweikämpfe zwischen Christoph Hemlein und Janek Sternberg. Beeindruckend die Defensivstärke von Hendrick Zuck, der sich gegen Jan Löhmannsröben behaupten musste. Klasse die Torquote von Julius Biada. „Ein wirklich guter Fußballer“, lobte Frontzeck. Wenn sie nur am Samstag gegen die Uerdinger mal so träfen ...


Der SWR überträgt die Partie gegen den Tabellenzweiten live. FCK-Trainer Frontzeck ist am Sonntag (22.05 Uhr) Gast von Christian Döring in der SWR-Sendung Flutlicht.


Quelle: Die Rheinpfalz