Kann der FCK die Krise des Kleeblatts verschärfen?

Foto: Getty Images / Alex Grimm

Trotz der Heimpleite gegen den SC Paderborn ist der Saisonstart des 1. FC Kaiserslautern weiterhin als zufriedenstellend zu bewerten. Mit sieben Punkten aus den ersten vier Spielen stehen die Pfälzer auf einem gesicherten Mittelfeldplatz, den es am bevorstehenden fünften Spieltag zu verteidigen gilt. Im Duell mit Bundesligaabsteiger Greuther Fürth strebt das Team von Dirk Schuster dabei den ersten Auswärtsdreier an.

SpVgg Greuther Fürth: Der Bundesligaabsteiger offenbart große Probleme

Im letzten Jahrzehnt war das Kleeblatt in der Regel im Tabellenmittelfeld der zweiten Bundesliga aufzufinden. Das war auch im Februar 2019 der Fall, als Stefan Leitl den Trainerposten bei der Spielvereinigung übernahm. Leitl sollte den Verein nach schlechten Leistungen in die Spur bringen und den Klassenerhalt sichern. Nach dem erfolgreichen Klassenerhalt wurde in der darauf folgenden Saison der Grundstein für eine ganz besondere Spielzeit gelegt. Die Fürther konnten mit vergleichsweise wenig Mitteln und schönem Offensivfußball den Aufstieg in die Bundesliga feiern. Die Euphoriewelle in der Bundesliga hielt jedoch nicht lange, denn nach nur einer Saison im deutschen Oberhaus folgte der direkte Wiederabstieg. Grund dafür waren auch die fehlenden finanziellen Möglichkeiten, die es den Franken unheimlich erschwerten, konkurrenzfähig zu bleiben.


Mit dem Abstieg endete auch die Amtszeit von Stefan Leitl. Der 44-Jährige wechselte in diesem Sommer zu Hannover 96 - sein Nachfolger wurde Marc Schneider. Der Schweizer gilt in Deutschland noch als komplett unbeschriebenes Blatt, schließlich arbeitete Schneider bisher nur in der Schweiz für den FC Thun und den belgischen Zweitligisten SK Beveren. Um den Abgang von einigen Leistungsträgern zu kompensieren, setzte Geschäftsführer Sport Rachid Azzouzi vermehrt auf junge Spieler, die noch ordentlich Entwicklungspotenzial vorweisen. Der Saisonstart ging allerdings richtig nach hinten los. Ebenso wie der zweite Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld offenbaren auch die Franken große Schwächen. Die bisherige Bilanz: Nur drei Punkte nach vier Spieltagen und das Erstrunden-Aus im DFB-Pokal gegen einen Oberligisten.

Zuck fehlt gesperrt - Vorsichtsmaßnahme bei Ritter

Neben dem langzeitverletzten Angelos Stavridis wird beim Auswärtsspiel in Fürth auch weiterhin Neuzugang Ben Zolinski fehlen. Der 30-Jährige, der seit dem Auftaktspiel gegen Hannover 96 verletzungsbedingt pausiert, absolviert gegenwärtig individuelles Reha-Training. Die Rückkehr ins Mannschaftstraining könnte in der kommenden Woche ein Thema werden. Ebenfalls pausieren musste Mittelfeldmotor Marlon Ritter - Grund dafür sind muskuläre Probleme. Ob sein Einsatz am Sonntag in Frage steht, ist nicht bekannt. In Fürth zuschauen muss zudem der rotgesperrte Hendrick Zuck, der aller Voraussicht nach von Erik Durm vertreten wird. Die Rechtsverteidigerposition kann von Dominik Schad, Jean Zimmer oder Philipp Hercher besetzt werden.


Linksverteidiger Neal Gibs, der in dieser Saison unter Dirk Schuster noch kein einziges Mal im Spieltagskader stand, verlängerte in dieser Woche sein gültigen Vertrag vorzeitig, wechselte allerdings gleichzeitig auf Leihbasis zum Regionalligsten Astoria Walldorf. Und Mittelfeldspieler René Klingenburg will sich trotz seiner sportlich herausfordernden Situation beim FCK durchbeißen. Obwohl es mit Erzgebirge Aue und neuerdings auch Rot Weiß Essen bereits konkrete Wechselgerüchte gab, denkt der 28-Jährige gar nicht an einen vorzeitigen Abschied aus Kaiserslautern. "Ich glaube, jeder Spieler hat in seiner Karriere einen Verein, bei dem er sein Herz lässt. Für mich ist das hier. Ich werde einen Teufel tun und das hergeben, so Klingenburg gegenüber der Rheinpfalz.

Großer Auswärtsupport in Fürth

Erstmals in dieser Saison befindet sich der FCK im Ligabetrieb in einer ungewohnten Situation. Schließlich kassierte das Team von Dirk Schuster die erste Saisonniederlage. Und in Anbetracht der Ergebnisse aus dem Saisonstart gehen die Lautrer nicht zwingend als Underdog in die Partie. Wie wird der Cheftrainer seine Mannschaft darauf einstimmen? Wie werden die Roten Teufel mit der Angeschlagenheit ihres Gegners umgehen?


Wenn der 1. FC Kaiserslautern am Sonntagnachmittag im Sportpark Rohnhof zu Gast sein wird, werden auch wieder zahlreiche Lautrer Anhänger dabei sein, um ihr Team lautstark zu unterstützen. Für alle Daheimgebliebenen wird die Partie wie gewohnt auf Sky und bei OneFootball im Einzelstream übertragen.


Quelle: Treffpunkt Betze

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