Auswärts in Heidenheim: Einfach weitermachen!

Foto: Imago Images / Thomas Frey

Als Aufsteiger erst eine Niederlage, gemeinsam mit Fortuna Düsseldorf die zweitbeste Offensive der Liga und Tabellenplatz sieben – das ist die Lautrer Bilanz nach acht gespielten Partien. Betze Herz, was willst du mehr. Oder um es in den Worten von FCK-Cheftrainer Dirk Schuster zu sagen: „Chapeau“. Nach dem zweiten ‚Betztakel‘ in Folge geht es für die Pfälzer am 9. Spieltag zum FC Heidenheim. Der Tabellendritte glänzt vor allem mit der besten Defensive der zweiten Liga.

FC Heidenheim: Ein Zweitligist par excellence


Mittlerweile hat sich der 1. FC Heidenheim in der zweiten Liga etabliert und ist zu einer festen Größe gereift. Der Blick in die untere Tabellenregion ist für den Club seit Jahren nicht mehr nötig. Stattdessen mischt der FCH immer wieder im Aufstiegskampf mit - so auch in der vergangenen Saison, in der die Heidenheimer bis zum Schluss zur Verfolgergruppe gehörten. Besondere Kontinuität und Ruhe auf der Trainerposition um Frank Schmitt sind eine große Stärke der Schwaben.


Trotz des Abgangs von drei wichtigen Stützen (Oliver Hüsing, Robert Leipertz, Tobias Mohr) gelang es dem FCH, sich punktuell sinnvoll zu verstärken. Besonders stark zeigen sich dabei die jungen Neuzugänge Jan-Niklas Beste (23) und Lennard Maloney (22), die sich beide direkt in die Stammelf gespielt haben. Zudem treffen die Lautrer mit Florian Pick und Christian Kühlwetter in Heidenheim auf zwei ehemalige Weggefährten – beide sehen sich allerdings größerer Konkurrenz ausgesetzt und gehören gegenwärtig nicht mehr zur Startelf. Trotz allem Spektakels, den Kaiserslautern zuletzt bot, stößt die Mannschaft von Dirk Schuster auf eine richtig starke Defensive. In vier von acht Spielen blieb Heidenheim ohne Gegentor und kassierte insgesamt erst fünf Gegentreffer. Ein hartes Brett für den FCK.

Zieht Schuster die Karte „Systemwechsel“?


Besonders auffällig war in den beiden Heimspielen gegen Magdeburg (4:4) und Darmstadt (3:3) die nach dem erfolgten Systemwechsel verbesserte und temporeichere Spielweise der Roten Teufel. In beiden Fällen stellte Schuster von einem 4-2-3-1 auf die von Marco Antwerpen lange praktizierte Dreier-Verteidigung mit zwei schnellen Schienenspielern. In beiden Fällen drehte der FCK einen Rückstand und überlief seinen Gegner förmlich. Trotz allen Erfolgs ist davon auszugehen, dass Schuster auswärts erstmal auf eine defensive Kompaktheit und folglich die 4er-Kette mit einer Doppel-6 davor setzt. In dem Fall werden eher personelle Entscheidungen auf den Außenverteidiger-Positionen spannend. Zuck anstelle von Durm, der links erhebliche Schwächen aufweist? Und rückt Durm dann zurück auf die Rechtsverteidigerposition, auf der Jean Zimmer noch nicht sein spielerisches Niveau von früher erreicht hat? Und bleibt Mike Wunderlich trotz seiner starken Leistung nach der Einwechslung im Spiel gegen Darmstadt weiterhin vorerst auf der Bank?

Ein Punkt ist allemal drin


Noch sind die Pfälzer in dieser Saison auswärts ungeschlagen – aber auch der FC Heidenheim verlor keines seiner bisherigen drei Heimspiele. Ungeachtet dessen dürfen die Roten Teufel mit jeder Menge Vorfreude an die Schwäbische Alb reisen, denn schließlich ist nach vier Jahren Drittklassigkeit jedes Spiel ein gefühltes Highlight, ob mit oder ohne Spektakel. Obwohl der FCH lediglich ein Kontingent für 1.500 Gästefans offeriert, ist davon auszugehen, dass mindestens ein Viertel der Voith-Arena (Gesamtkapazität: 15.000) in rot-weiß gehüllt sein wird. In diesem Sinne: Auf geht’s Lautern kämpfen und siegen!


Quelle: Treffpunkt Betze

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