Roundhouse-Kick: Ein richtiges "Scheiß-Gefühl"

Foto: Getty Images / Alex Grimm

Unser hashtag der Woche: #durchatmen. Ein Viertel der Saison ist gespielt. Zeit für eine Länderspielpause und einen zufriedenen Blick auf die ersten neun Begegnungen. 14 Punkte und ein sehr guter siebter Tabellenplatz sind das Ergebnis eines nahezu perfekten Saisonstarts. Lediglich gegen Aufstiegsaspirant Paderborn gingen die Roten Teufel leer aus, in allen anderen Partien konnte dem Guthabenkonto Zählbares hinzugefügt werden. Es sind aber nicht nur die nackten Zahlen, die die FCK-Fans derzeit begeistern. Es ist der Umgang der Mannschaft mit Rückschlägen, der immens beeindruckt. Egal, ob das Team mit zweit Toren im Hintertreffen liegt oder ob es Dank eines Platzverweises dezimiert ist, Dirk Schusters Jungs glauben an sich und kämpfen bis zum Umfallen. Eine Tatsache, die auch der 1. FC Heidenheim anerkennen musste. Alles, was rund um den FCK und in der letzten Woche sonst noch wichtig war - hier in unserem Wochen-Rückblick.


1. Leidenschaft + Moral = FCK 2022: Erfolg ist immer eine Frage des Blickwinkels. Während beim FC Bayern nach vier sieglosen Spielen in Serie der Baum allmählich Feuer fängt, wird eine Liga tiefer dieselbe Tatsache gefeiert. Dirk Schusters Büffelherde trotzte auch in Heidenheim allen widrigen Umständen und entführte nach zwei Rückständen sowie einem Platzverweis einen hochverdienten Punkt von der Brenz. Das vierte Unentschieden in Folge zeigte einmal mehr, wie eingeschworen und mental stark diese FCK-Mannschaft ist. Zu ihren kämpferischen Fähigkeiten kommt noch spielerische Finesse und eine hohe Effizienz vor dem gegnerischen Tor - insgesamt ein Kollektiv, das in der derzeitigen Form nur schwer zu schlagen ist. So bleibt nur die Frage des Tages: Was haben Avdo Spahic und Treffpunkt Betze-Redakteur Dominik gemeinsam? Beide waren auf das Gastspiel beim FCH heiß wie Frittenfett und sofort zur Stelle, als sie gebraucht wurden! Der eine im Tor, der andere als personifiziertes Analysegerät.


Die Mentalitätsmonster vom Betzenberg


2. Ritterspiele: Während der SV Darmstadt 98 letzte Woche ankündigte, keine auf Plakaten ausgedrückten Trikotwünsche mehr zu erfüllen, erhielt Marlon Ritter auf gleichem Weg einen mehr oder weniger verlockenden Vorschlag. Dem gebürtigen Essener wurde der Bruder eines Plakathalters im Tausch gegen sein Jersey angeboten. Welchen Vorteil Ritter bei diesem Deal erlangen sollte, ist allerdings unbekannt. Hinlänglich bekannt ist jedoch der Wert, den sich MR7 seit seinem Wechsel 2020 zu den Roten Teufeln erarbeitet hat. Nach leichten Anlaufschwierigkeiten, in deren Zeiten auch das Trikot leicht spannte, konnte der 27-Jährige mittlerweile eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass er zum FCK passt wie die Faust auf's Auge. Er geht voran, lässt sich nie hängen, kämpft bis zum bitteren Ende und sorgt hin und wieder für geniale Momente auf dem Spielfeld. Damit jeder etwas von ihm hat und er nicht nur als Tauschobjekt fungieren muss, baten ihn die Kollegen des SWR zum Interview.


Marlon Ritter: Sympathieträger und Antreiber beim FCK


3. Fritti, Scampi, et Chianti, Calamari, Lautern sei per me - NUMERO UNO: Der 1. FC Union Berlin führt zur Zeit die Tabelle der Fußball-Bundesliga an. Die Köpenicker übernahmen nach ihrem 1:0-Auswärtssieg beim 1. FC Köln den angestammten Tabellenplatz des FC Bayern und sind somit der erst 34. Club, der das Erstliga-Ranking anführt. Die 11Freunde haben die außergewöhnlichsten Spitzenreiter aus 59 Jahren Bundesliga-Geschichte zusammengetragen - erstaunlich dabei ist, wer die Konkurrenz schon so von oben grüßte. Natürlich darf der FCK in dem Bericht nicht fehlen. Lautrer Top-Platzierungen sind zwar nicht das außergewöhnlichste Ereignis - schließlich liegt der Betze mit 91 Pole Positions auf Rang sechs der Liste. Bemerkenswert ist aber der Lauf, der in der Spielzeit 1997/98 aus 32 Tabellenführungen entstand und dessen Ende hinlänglich bekannt ist.


Von Meistern und Absteigern – Nicht alltägliche Spitzenreiter der Bundesliga


4. „I look not back, I look in front“: Loddar Maddäus, fünffacher Ex-Ehemann und vierfacher Vater mit drei seiner Verflossenen, wurde in den letzten Wochen häufiger auf dem Sportgelände des TSV Grünwald gesichtet. Wer nun aber denkt, der Sky-Experte sei bei den Bambini-Müttern auf der Suche nach seiner nächsten Ex-Frau, täuscht sich gewaltig. Der Sohn des Rekordnationalspielers kickt nämlich im Münchner Vorort und dem Team des Juniors fehlte ein Trainer. Matthäus, von jeher ein Mann der Tat, fackelte nicht lange und übernahm kurzerhand selbst die E2 des TSV. Den Kids weht seitdem ein anderer Wind um die Ohren. In einer seiner ersten Amtshandlungen erhöhte er die Trainingsintensität von zwei wöchentlichen auf drei Übungseinheiten, um darüber hinaus gnadenlos festzustellen, dass seine Spieler zwischen acht und zehn Jahre alt sind und somit Schluss mit lustig ist. Indirekt dürfte Loddar damit auch die Leistungsfähigkeit der E1 deutlich steigern. Die Jungs geben sicher in jedem Training Gas. Schließlich dürfte keiner scharf darauf sein, zur E2 versetzt zu werden und Straf-Liegestütze abzupumpen.


„Das ist zum Weinen“: Rauer Matthäus-Tonfall im Training bei E-Jugend des TSV Grünwald


5. Der Morgenschiss kommt ganz gewiss - auch wenn's erst spät am Abend ist! Miro Muheim musste 66 Minuten lang auf der Bank schmoren, bevor er für seinen HSV gegen Fortuna Düsseldorf ran durfte. Der Grund war durchaus ungewöhnlich. Der Linksverteidiger verpasste es, unter der Woche pünktlich zum Trainingsbeginn auf dem Platz zu stehen, weil er auf der Toilette sitzend die Zeit vergaß. Coach Walter sanktionierte die ausufernde Sitzung mit Startelfverbot. Laut Muheim sei es ein „Scheiß-Gefühl“. Ob dieses vor dem Toilettengang oder erst im Anschluss eingesetzt hat, fällt ebenso in das Reich der Spekulationen wie die Frage, ob die Thronklassiker Candy Crush oder Homescapes die Auslöser für Muheims Stuhlgang-Gate waren.


Zu lange auf dem Klo: Muheim verliert Stammplatz beim HSV


Quelle: Treffpunkt Betze

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