Der Tag des Sascha Hildmann: "Eine Ehre, für den FCK arbeiten zu dürfen"

"Als Mensch ist es das Größte für mich, hier Trainer zu sein. Es ist eine Ehre, das zu tun". Mit dieser Aussage stellte sich Sascha Hildmann den Journalisten im gut gefüllten Presseraum des Fritz-Walter-Stadions vor. Das Interesse war groß, wer denn da jetzt das Ruder übernehmen sollte. Der waschechte Lautrer Hildmann habe schon einige Ideen im Kopf, versprach, dass vieles neu werden würde und er schon am Samstag erfolgreich sein wolle. "Wir müssen das Stadion und die Fans als großen Rückhalt sehen. Ich weiß, was für eine Wucht dieser Verein hat. "


Sascha Hildmann, 1994 unter Friedel Rausch selbst einmal bei den Profis des FCK, war danach lange bei den FCK Amateuren aktiv, unter anderem als Spielführer. Als Trainer war er nach Stationen bei Rodenbach, Idar-Oberstein, Hauenstein, Elversberg und der U-16 von Mainz, zuletzt bis Oktober bei der SG Sonnenhof Großaspach. Offenbar wurde auch Martin Bader schon beim Spiel des FCK in Großaspach am 2. Spieltag auf ihn aufmerksam. "Wir haben Sascha seit längerem verfolgt, ganz bewusst auch nach unserem Spiel in Großaspach. Da war es bemerkenswert, wie sie gegen uns gespielt haben. Die Gespräche mit ihm waren sehr emotional", so der Geschäftsführer Sport.


Das Trainerteam wird indes dasselbe bleiben, Alexander Bugera, Gerry Ehrman, Martin Raschik und Bastian Becker stehen auch Hildmann weiterhin zur Verfügung.


Und mit selbigen und der kompletten Mannschaft ging es um 15 Uhr auf den Trainingsplatz. Mehr als 100 Zuschauer applaudierten Hildmann, als er mit den Teufeln den Platz betrat. Da sieht man mal wieder, wie wenig dieser Verein braucht, um auch in einer bescheidenen sportlichen Situation, positive Emotion zu entfachen.

Hildmann mit energischer Ansprache - Die Emotion ist zurück auf dem Platz


Zunächst versammelte Hildmann seine Mannen in einem Spielerkreis und hielt eine kleine Ansprache. Die lauschten brav und begaben sich anschließend in Trainingsruppen, um verschiedene Variationen des Passspiels zu trainieren.


Und kaum waren ein paar Minuten trainiert, griff der neue Cheftrainer auch schon ein.

"Ihr müsst miteinander kommunizieren, ich hör ja gar nichts von Euch. Das ist ganz wichtig. Zwei Minuten will ich das jetzt einmal fehlerfrei von euch sehen, auf jetzt!" Dem Lautrer Coach fehlte es definitiv nicht an Emotion und siehe da, seine Spieler sollten es auch anschließen besser machen.


Allgemein war Sascha Hildmann mittendrin, gab Anweisungen, unterbrach, wenn ihm etwas nicht gefiel. Auch spielte er mit der Mannschaft Szenarien durch, wie der Gegner reagieren könnte und gab Marschrouten vor, wie sich die Mannschaft dann zu verhalten habe.


Insbesondere das aggressive Pressing, enge Zweikampfführung, und genaues Passpiel waren ihm dabei besonders wichtig. Es mag täuschen, aber man hatte den Eindruck, dass ein neuer Zug und ein Ruck durch die Mannschaft ging.


Standards wurden ebenfalls trainiert, offensiv wie defensiv. Hildmann stellte sich dabei auch schon einmal auf die Linie und zeigte seinen Abwehrspielern, wie sie sich zu positionieren hätten. Das macht Mut für Samstag!



Zum Abschluss des Trainings gab es noch ein richtiges Trainingsspiel, das auch aufgezeichnet wurde. Die Roten Teufel waren dabei energisch bei der Sache, kommunizierten wie gewünscht viel und Sascha Hildmann war im Stile eines Schiedsrichters immer nah dran am Geschehen.


Nach gut 1,5 Stunden lief die Mannschaft locker aus, der Fußballgott Olaf Marschall schaute auch noch einmal vorbei und dann war die erste Trainingseinheit des Sascha Hildmann, der auch noch geduldig für Fragen zur Verfügung stand, beendet.



Quelle: Treffpunkt Betze