Kühlwetter spielt sich derzeit in die Herzen der FCK-Anhänger

Er ist so was wie der Spieler der Stunde. Stürmer Christian Kühlwetter - 22 Jahre alt - ist eigentlich längst kein frisch entdecktes Talent mehr. "Kühli" wechselte im Sommer 2016 ablösefrei vom 1. FC Köln zum Betzenberg. In dieser Zeit absolvierte er für die zweite Mannschaft der Roten Teufel 60 Spiele, erzielte dabei 26 Treffer und bereitete insgesamt 19 Tore vor. Sein Profidebüt im Trikot des 1. FC Kaiserslautern gab Christian Kühlwetter am 8. Spieltag der laufenden Drittliga-Saison. Ausgerechnet Jena könnte man jetzt sagen, denn bei seinem Debüt erzielte Kühli auch direkt sein erstes Profitor. Seitdem brachte es Kühlwetter auf 16 Startelf-Einsätze, acht Tore und drei Torvorlagen.

Hildmanns Umstellung genau richtig

Obwohl der Kapitän der Oberliga-Mannschaft gewiss zu den Gewinnern der vergangenen Sommervorbereitung gehörte, war nicht ansatzweise abzusehen, dass sich Kühli so schnell ins Rampenlicht spielt. Zu verdanken hat Kühli seinen Sprung in die Profimannschaft Lauterns ehemaligen Trainer Fronzeck: "Michael Frontzeck hat mich hoch geholt. Er hat mir vertraut, dafür bin ich dankbar", so Kühlwetter vor dem letzten Heimspiel gegen Carl Zeiss Jena.


Anders als in der zweiten Mannschaft startete Kühlwetter bei seinen Profieinsätzen in der Regel auf der Linksaußen-Position. Zu verdanken hat Kühlwetter seinen derzeitigen Auftrieb beinahe der Tor- und Sturmflaute der Roten Teufel aus den letzten Wochen. Jene Flaute zwang FCK-Cheftrainer Sascha Hildmann nämlich zum Positionswechsels. Beim Südwestderby in Karlsruhe rückte Kühlwetter erstmals ins Sturmzentrum, wo er sich selbst auch sichtlich wohler fühlt: "Ich fühle mich im Zentrum schon wohler, vor allem auch wenn ein zweiter, großer Stürmer dabei ist". Kühlwetter dankte es dem Trainer und erzielte in den vergangenen vier Spielen seit der Umstellung pro Spiel mindestens einen Scorerpunkt (vier Tore, zwei Torvorlagen). Abgezockt und unbeschwert macht Christian Kühlwetter derzeit richtig viel Spaß.

Lobende Worte vom Cheftrainer

Doch auch der Cheftrainer weiß, was er vom derzeitigen Auftrieb Kühlwetters hat. Der Kühli ist auf gutem Weg", lobt Sascha Hildmann den gebürtigen Bonner, den er zudem als „Mentalitätsspieler“ schätzt: „Er hat den FCK verinnerlicht, er weiß, was den Menschen der Verein bedeutet", so Hildmann gegenüber der Rheinpfalz. Zuletzt traf Kühlwetter gegen Zwickau, Köln und Jena.


Ein Glück, könnte man sagen, dass Christian Kühlwetter erst im vergangenen Dezember seinen Profivertrag bis 2021 verlängert hat. Mit seiner Dynamik, seinem Körpereinsatz und zuletzt auch mit seiner Torgefährlichkeit reiht sich Kühlwetter ganz hervorragend in die Philosophie ein, die der FCK in diesen schweren Krisenzeiten verfolgt. Junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum sollen auf- und eingebaut und langfristig an den FCK gebunden werden und damit auch eine erfolgreichere Zukunft sichern.


Christian Kühlwetter, beim FCK derzeit gewiss der Spieler der Stunde. Manch einer vergleicht ihn jetzt schon mit Erik Jendrisek.


Quelle: Treffpunkt Betze

Quelle Foto: ms-sportfoto.de