"Dem Gegner den eigenen Spielstil aufdrücken"

Nach der 1:3 Pleite bei den Löwen aus München erwartet der 1. FC Kaiserslautern am morgigen Samstag (14 Uhr) den Tabellenletzten Carl Zeiss Jena am Betzenberg. Trainiert wird der Ostclub derzeit von Interimscoach und U23-Trainer Fröhlich. Schommers erwartet zwar einen motivierten Gegner, will ihm aber auch seinen eigenen Spielstil aufdrücken. Erwartet werden bei dieser Heimpartie rund 15.000 Zuschauer.

Personalsituation: Ohne Thiele und Hercher

Ganz ohne Personalsorgen wird FCK-Trainer Boris Schommers das morgige Heimspiel nicht antreten können. Stürmer Timmy Thiele hat sich im Training das Nasenbeinbruch gebrochen, Hendrick Zuck hat sich eine Bänderverletzung zugezogen – beide Spieler werden nicht im Kader sein. Ebenfalls fraglich ist der Einsatz von Carlo Sickinger. Hingegen kehrt Neuzugang Andri Runar Bjarnason nach langer Verletzungspause in den Kader zurück. Linksverteidiger Philipp Hercher fehlen nach überstandener Verletzung noch ein paar Prozent, sodass ihn Boris Schommers noch nicht einsetzen wird.

Die Suche nach der Hierarchie

Grundsätzlich hat auch diese Mannschaft eine Hierarchie“, so Schommer. Diese ergibt sich durch ein natürliches Gefüge, aber auch durch den Spielerrat und das Amt des Kapitäns. Zudem ergeben sich durch einen neuen Trainer immer wieder neue Dynamiken. „Spieler, die sich vorher nicht eingebracht haben, bekommen neuen Rückenwind. Und in den Gesprächen signalisiere ich meine Erwartungen“. Schommers fordert gleichzeitig, dass diese Hierarchien eindeutig auf dem Platz gezeigt werden müssen. „Entweder muss ein Spieler das umsetzen, oder ich suche mir einen neuen“, stellt Schommers unmissverständlich klar.


Ein viel diskutiertes Thema der letzten Wochen ist die spürbare Verunsicherung der Mannschaft. Leichtsinns- oder Stellungsfehler und fehlende Konzentration waren immer wieder an der Tagesordnung. Das aus den Köpfen raus zubekommen lässt sich nur „über ein gutes Training, eine gute Analyse und die Tatsache, dass man Spieler stärkt“. Hierbei ist die Dokumentation der Stärken vorrangig. „Wenn man das einem Spieler drei Mal dokumentiert, dann glaubt er es irgendwann. Und wenn man es ihm drei Tage später in der Einzelanalyse visuell aufzeigt, dann glaubt er es recht. Das ist wie bei kleinen Kindern“, beschreibt Schommers das Vorgehen des neuen Trainerteams. „Konstruktiv, ehrlich, kritisch, reflektiert“, lautet dabei die Devise.

„Die Tabelle interessiert bei diesem Spiel nicht“

Auch Carl Zeiss Jena hat sich vor einigen Tagen von ihrem Cheftrainer getrennt. Boris Schommers erwartet deswegen auch einen Gegner, der mit Aufbruchstimmung zum Betzenberg kommt. „Es ist keine Mannschaft, die man so einfach schlagen kann. Sie haben wie jede andere Mannschaft auch ihre Berechtigung in dieser Liga“. Unabhängig der Spielidee und Taktik von Jena will Boris Schommers aber auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. „Wir spielen zu Hause, wir wollen dominieren und wir wollen agieren. Und wir wollen dem Gegner unseren Spielstil aufdrücken“, lautet Schommers Ansage für morgen.


Quelle: Treffpunkt Betze


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