ZitatAlles anzeigenFCK spielt morgen Abend im DFB-Pokal gegen Bayer Lerverkusen
Kaiserslautern. Der 1. FC Kaiserslautern hat derzeit viele gute Tage. Die Tage, an denen die Roten Teufel in der Zweiten Fußball-Bundesliga 4:1 gegen den MSV Duisburg und nun auch beim bisherigen Tabellenführer FC St. Pauli 2:1 gewonnen haben, waren besonders gute.
Wenn am morgigen Mittwoch (Anpfiff 20.30 Uhr) der Bundesliga-Zweite Bayer Leverkusen zur zweiten DFB-Pokalrunde im Fritz-Walter-Stadion gastiert, will der Zweite der Zweiten Liga wieder einen tollen Tag erleben.
"Leverkusen ist eine fußballerisch sehr starke Mannschaft. Die wollen den Ball laufen lassen, und das müssen wir unterbinden", sagt FCK-Mittelfeldspieler Bastian Schulz, "wir wollen aggressiv zur Sache gehen, aber trotzdem mit breiter Brust auftreten und unsere Chance suchen."
Der 24 Jahre alte Ex-Hannoveraner würde sich zudem am liebsten gleich morgen eine kleine persönliche Wiedergutmachung verschaffen. Der gute Tag des FCK in Hamburg hatte für Schulz nicht so gut begonnen: Mit einem von Fabian Boll an Dragan Paljic verschuldeten Elfmeter war Schulz am Sonntag beim Stand von 0:0 in der 19. Minute an St. Paulis Torwart Mathias Hain gescheitert. Und war natürlich später doppelt froh, dass es mit dem Auswärtssieg für die Lauterer doch noch geklappt hat. "Ich bin mit einem blauen Auge davongekommen", sagt Schulz erleichtert, "ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen."
Und wenn es morgen gegen die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes Elfmeter gibt? "Dann schnappe ich mir den Ball", sagt Schulz, allerdings nicht allzu laut.
Den Ball schnappen kann sich auch wieder Tobias Sippel. Der FCK-Torwart hat nun seine Rot-Sperre verbüßt, die seine Notbremse vor knapp zwei Jahren in der Pokalpartie bei Rot-Weiss Essen nach sich gezogen hat. Ivo Ilicevic dagegen muss morgen zuschauen; der 22 Jahre alte Flügelflitzer ist nach seiner Roten Karte aus der Erstrunden-Partie in Braunschweig gesperrt.
Ob Sidney Sam gegen Leverkusen von links auf Ilicevics rechte Seite rückt und Dragan Paljic links spielt, oder ob Daniel Pavlovic - der Vorbereiter des 2:0 in Hamburg - in die Startelf rückt, ist offen. Die Aufstellung der Roten Teufel hängt davon ab, ob Angreifer Erik Jendrisek nach seiner Erkältung wieder fit ist. Gestern hat der 22-Jährige wieder mit der Mannschaft trainiert. Mittelfeldspieler Georges Mandjeck aber plagen leichte muskuläre Probleme.
Gleichwie: Einen Tag wie vor fast genau einem Jahr mit seinem ehemaligen Klub möchte Schulz nicht wieder erleben. "Mit Hannover habe ich 0:4 in Leverkusen verloren, wir wurden regelrecht auseinandergenommen", sagt der 24-Jährige, der beim FCK neben Mandjeck im zentralen Mittelfeld eine feste Größe ist, mit Ballsicherheit und Übersicht gefällt. "Die Abstimmung wird von Tag zu Tag besser", sagt Schulz, "aber ich muss noch dominanter spielen."
Nicht nur das wird morgen eine Riesenherausforderung gegen das eingespielte Bayer-Ensemble. FCK-Coach Kurz freut sich: "Wir haben einen tollen Gegner vor einer tollen Kulisse." 27.000 Karten waren bis gestern für das Flutlichtspiel gegen Heynckes" Top-Team verkauft. Sein Kollege Kurz weiß: "Wir müssen einen sauguten Tag erwischen, um für die Überraschung zu sorgen ..."
Quelle : Die Rheinpfalz