Die Insolvenz aus den Köpfen bekommen

"Ich war heute beim Amtsgericht und habe dort den Antrag zur Eröffnung des Insolvenz-Verfahrens gestellt". Dieser Satz von Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt wird sicherlich in die Geschichte des FCK eingehen. Lange galt es als das Horror-Szenario schlechthin, doch wenn man den Verantwortlichen gestern genau zugehört hat, dann wurde auch klar: Es ist die einzig noch verbleibende Chance, den Verein zu sanieren und so zu retten und wieder auf Kurs zu bringen.

Es wird auch noch Fußball gespielt - Schwere Aufgabe am Dallenberg

Trotz oder vielleicht gerade wegen der großen Tragweite die dieses Thema auch noch in den nächsten Wochen spielen wird, ist es gut, dass auch noch der Ball rollt.


Nach zuletzt vier Spielen auf dem Betze am Stück, müssen die Roten Teufel heute Abend um 19 Uhr mal wieder auswärts antreten. Der Gegner ist dabei kein leichter, immerhin stehen die Würzburger Kickers auf dem fünften Tabellenplatz, punktgleich mit dem Relegationsplatz und in Schlagdistanz zu den direkten Aufstiegsrängen. Auch das 1:1 vergangenen Samstag bei Spitzenreiter Duisburg dürfte der Mannschaft von Trainer Michael Schiele Rückenwind gegeben haben, auch wenn sie erst in den letzten Minuten der Partie den Ausgleich kassierten und so die drei Punkte noch herschenkten.


Aber: Mit zehn Punkten aus fünf Spielen ist die Bilanz der Kickers nach dem Re-Start identisch mit der, der Roten Teufel. Insofern könnte es also ein Duell auf Augenhöhe werden.


Der FCK konnte gegen Chemnitz ebenfalls einen kleinen Befreiungschlag landen. Der 2:0 Heimsieg war nicht nur der erste richtige zu Hause seit über einem halben Jahr, er war zudem hoch verdient und befreite die Pfälzer zudem zumindest von den größten Abstiegssorgen. "Es geht jetzt nicht darum, mit irgend etwas zufrieden zu sein, sondern wir müssen uns optimieren und weiterentwickeln, um noch möglichst viele Punkte zu sammeln", will Boris Schommers allerdings keine Selbstzufriedenheit einkehren lassen. Was außerdem erfreulich ist: In Würzburg wird Stürmer Andri Bjarnason nach seinen Adduktorenproblemen endlich wieder eine Option für den Kader sein können. Simon Skarlatidis muss dagegen erneut passen.

Daten, Fakten, Statistiken

  • Beide Mannschaften trafen bislang fünf Mal aufeinander. Die FCK-Bilanz: Nur ein Sieg, bei zwei Unentschieden und zwei Niederlagen.
  • In der 3. Liga sind die Roten Teufel gegen Würzburg noch ohne Sieg: In drei Partien gab es zwei Niederlagen und ein Unentschieden für den FCK.
  • Das Hinspiel am Betzenberg verlor der FCK mit 2:3. Der Torschütze zum Lautrer 2:3 damals: Ex-Würzburger Simon Skarlatidis.
  • Würzburg stellt mit 58 Treffern die drittbeste Offensive der Liga, hat jedoch mit 51 Gegentreffer mehr Tore kassiert als der FCK.


Anpfiff in der Würzburger Flyeralarm-Arena ist um 19 Uhr. Schiedrichter der Partie ist Asmir Osmanagic, assistiert von Lars Erbst und Mario Hildenbrand. Das Spiel wird ausschließlich bei Magenta Sport in voller Länge zu sehen sein.


Quelle: Treffpunkt Betze