Saibene: "Müssen den Lucky Punch machen"

Die Pfälzer warten auch nach dem 5. Spieltag auf ihren ersten Saisonsieg. Im Auswärtsspiel im Grünwalder Stadion taten sich die Roten Teufel gegen spielbestimmende und dominante Bayern lange Zeit sehr schwer, tauten in der Schlussviertelstunde jedoch auf und hätten mit gleich mehreren hochkarätigen Chancen sogar noch den Sieg einfahren können.

"Müssen den Lucky Punch machen"

"Wir müssen am Schluss den Lucky Punch machen. Wir haben noch 4-5 Riesenchancen gehabt, wo wir das Spiel entscheiden müssen. Wir haben heute ein neues Spielsystem gespielt und zunächst gegen einen spielstarken Gegner Mühe ins Spiel zu kommen", sagte Saibene mit Blick auf die auf vier Positionen veränderte Mannschaft, die der Trainer heute erstmals im 4-1-4-1 System spielen ließ. "Im Laufe des Spiels wurde es aber immer besser, wir wurden immer kompakter, die Bayern bekamen immer mehr Probleme und wir kamen zu unseren hundertprozentigen Torchancen. Schade, dass wir kein Tor gemacht haben, aber ich denke, das war eine Leistung, auf der wir aufbauen können", analysierte der Cheftrainer die heutigen 90 Minuten im Gespräch mit MagentaSport.


Als Erfolg verbuchen lässt sich heute, dass der FCK hinten stabil und sicher verteidigte und bis zum Schluss in der Defensive die Null halten konnte. Allerdings blieben die Lautrer zum wiederholten Male in der ersten Hälfte im Spielaufbau und der Vorwärtsbewegung zu schwach. Gegen das aggressive Pressing der Bayern fand der FCK vor allem in den ersten 45 Minuten überhaupt keine Mittel, um sich nachhaltig zu befreien, so wurden die Roten Teufel von Spielzug zu Spielzug immer mehr in der eigenen Hälfte eingeschnürt. "Ich habe das Gefühl, wenn wir am Anfang zu offen und zu aktiv sind, dann kann es mit der Qualität der Bayern problematisch werden", fand Saibene eine Erklärung für die Schwierigkeiten in der ersten Hälfte. "Im Großen und Ganzen haben wir nach einer halben Stunde gut ins Spiel gefunden und in der zweiten Halbzeit auch die klaren Chancen gehabt", so der Lautrer Cheftrainer.


Trotz der hochkarätigen Torchancen durch Marvin Pourié, Marlon Ritter, Hendrick Zuck und Mohamed Morabet wollte einfach kein Tor fallen. Am Ende sogar ärgerlich aus Sicht der Pfälzer, denn damit hätte der FCK den beinahe kompletten Spielverlauf auf den Kopf stellen können. "Wir müssen ehrlicherweise zugeben, dass die Bayern den Ball haben sehr gut laufen lassen, da waren wir besonders zu Beginn zu passiv, sind nicht in die Zweikämpfe gekommen und hatten keinen Zugriff. Trotzdem sind wir in der Lage das Spiel zu für uns zu entscheiden. Schade, dass es nicht geklappt hat", äußerte der eingewechselte und stark spielende Simon Skarlatidis nach der Partie.


Als Grund für die erneute Passivität nennt Skarlatidis die Ergebnisse und sportlichen Entwicklungen der vergangenen Wochen. "Wir hatten scheiß Ergebnisse gehabt. Jetzt sind wir zumindest drei Spiele ungeschlagen, das ist wenigstens positiv, aber mir wäre es lieber, wenn wir langsam einen Sieg holen. Das würde uns beflügeln und uns ein positives Gefühl geben. Man merkt, dass wir gehemmt sind. Die Basis ist, dass wir in die Zweikämpfe kommen. Und wenn wir Zweikämpfe gewinnen und dann noch Punkte holen, dann wird der Rest von alleine kommen".

Englische Woche: Erst Ingolstadt, dann Meppen

Viel Zeit bleibt dem 1. FC Kaiserslautern nicht, um sich über die vergebenen Chancen und verlorenen Punkte zu ärgern. Am Mittwoch empfängt der FCK die Ingolstädter auf dem Betzenberg, und nur drei Tage später geht es ins Emsland zum SV Meppen. Dementsprechend müssen Mannschaft und Trainerteam die heutige Leistung schnell analysieren und nach vorne schauen. Doch geht das überhaupt so schnell? "Natürlich. Das ist doch grad das Geile, dass man direkt wieder kicken kann. Auch für mich persönlich, dass ich meine Spielpraxis sammeln kann, damit ich meinen Motor wieder richtig hochfahren kann", äußert sich Skarlatidis kampfeswillig mit Blick auf die englische Woche.


Und auch der Cheftrainer freut sich auf die bevorstehenden beiden Spiele, weiß aber zugleich auch, dass am Ende nur Siege zählen. "Wenn wir heute ein Tor geschossen hätten, dann wären alle zufrieden gewesen. Die Jungs haben eine gute Einstellung, aber klar ist, wir brauchen unbedingt einen Sieg" blickt Saibene kurz nach dem Spiel auf die kommenden Duelle.


Quelle: Treffpunkt Betze