Der FCK und seine erfolgreichen Derby-Statistiken

Redondo und Pourié bejubeln die zwischenzeitliche 1:0 Führung gegen Saarbrücken
Im Derby-Hinspiel führten die Pfälzer bis zur 88. Minute. Quelle: Imago Images

Es gibt Spiele gegen Haching, Aue oder Wolfsburg, dort geht es um Punkte. An manchen Tagen geht es aber um mehr, oder gefühlt um alles. Am Samstag empfängt der 1. FC Kaiserslautern Saarbrücken zu einem sportlich ungleichen, aber auch brisanten und traditionsreichen Derbyduell. Im siebtletzten Spiel im Kampf gegen den Abstieg muss der FCK fußballerisch und körperlich auftreten, als wäre es die letzte Chance. Oder wie Bill Shankly es einst formulierte: "Einige Leute halten Fußball für einen Kampf auf Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich versichere Ihnen, dass es weit ernster ist".


Es ist trotz Zuschauerausschluss eines der Saison-Highlights. Das Saar-Pfalz Derby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem 1. FC Saarbrücken steht vor der Tür - und allmählich steigt auch die Vorfreude in beiden Fanlagern. Es gibt jedoch auch genügend Lauterer, die sich vor diesem Spiel fürchten. Eine Niederlage im Derby würde den FCK gleich doppelt zurückwerfen. Zudem werden die Abergläubischen innerhalb der Fangemeinde mit genauso viel Skepsis auf diese Partie blicken, denn schließlich haben gleich fünf Spieler des FCS eine FCK-Vergangenheit. Und ausgerechnet dieser Spieler-Typus trifft in dieser Saison bekannterweise besonders gern seinen Ex-Club. Hinzu kommt die ewig lange Liste der Verletzten oder Gesperrten auf Seiten der Roten Teufel. Alles in allem also alles andere als gute Voraussetzungen. Doch trotzdem behaupte ich: Wir holen uns den nächsten Derbysieg!

Derby-Spezialist FCK

Sei es Mainz, Karlsruhe oder Mannheim, die Roten Teufel können Derbys. In den letzten Jahren gab es - abgesehen von der treuen Fanbase - sehr wenige Konstanten in diesem Verein. Doch müsste man eine Weitere aufzählen, dann wären es die stetig guten Ergebnisse gegen direkte Konkurrenten aus der näheren Umgebung. Gegen alle bereits genannten Clubs konnten die Pfälzer ihr jeweils letztes Duell in einem Pflichtspiel gewinnen. Doch einer fehlt noch. Mit einem Heimsieg gegen die Saarländer ließe sich diese Statistik vervollständigen. Symbolisch dafür, was in einem Derby möglich ist, steht der Auswärtssieg im Südwestderby gegen den Karlsruher SC vor mehr als zwei Jahren. Der KSC war elf Spiele lang ungeschlagen und auf Kurs Richtung zweite Liga. Viele hatten nicht daran geglaubt, aber durch den Treffer von Dominik Schad avancierte der FCK zum Derbysieger. Daher sollte der 1. FCK in solchen Partien - damals wie heute - erfahrungsgemäß nicht unterschätzt werden.

Kein Grund, sich zu verstecken

Obwohl die Saarbrücker als Aufsteiger eine hervorragende Saison spielen, muss man sich in Kaiserslautern vor niemandem verstecken. Bereits im Hinspiel hatten die Roten Teufel den FCS am Rande einer Niederlage. Generell tut sich der FCK gegen vermeintlich schlechtere Gegner oftmals schwerer als gegen Top-Teams. Ob gegen Dresden, Rostock oder Ingolstadt, die Pfälzer waren immer mindestens auf Augenhöhe.

Antwerpen weiß, wie es geht

An den Traumeinstand von Marco Antwerpen wird sich mit Sicherheit jeder Lauterer gerne zurückerinnern. Das erste Spiel für den neuen Coach nach seinem Amtsantritt war auswärts in Mannheim. Alles andere als einfach, aber dieses Match kam ihm gerade recht. Das Team wirkte wie ausgewechselt und legte eine bärenstarke Leistung auf den Rasen. Antwerpen hatte es geschafft, an den richtigen Stellschrauben zu drehen und die Mannschaft mitzureißen. Er weiß eben, wie es geht.


In Saarbrücken würde man sich mit Sicherheit darüber freuen, den FCK einen Schritt näher Richtung Regionalliga zu bringen. Und genau dagegen gilt es sich jetzt zu wehren. Viele Anhänger der Roten Teufel kommen außerdem aus dem Saarland und haben den ein oder anderen Bekannten, der sich letztendlich für die falsche Seite entschieden hat. Für diese Fans hat dieses Derby nochmal einen besonderen Stellenwert. Generell kann ein Heimsieg im Derby auch nochmal den entscheidenden Schub mit Blick auf den Kampf um den Klassenerhalt geben. Daher gilt: Gegen alle Widerstände - auf zum Derbysieg!


Quelle: Treffpunkt Betze