Entscheidung vertagt: Verrücktes 3:3 Remis in Köln

Viktoria Köln und der FCK trennen sich leistungsgerecht mit 3:3.
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Vorletzter Spieltag in der dritten Liga. Der 1. FC Kaiserslautern tritt nur mit einem einzigen Ziel auswärts bei Viktoria Köln auf: Den ersten Matchball nutzen und den vorzeitigen Klassenerhalt erzwingen. Diesen können die Pfälzer, unabhängig der Ergebnisse der Konkurrenz, mit einem Auswärtssieg unter Dach und Fach bringen. Den Klassenerhalt im gesicherten Mittelfeld haben die Kölner, die mit acht Punkten vor den Roten Teufeln stehen, bereits vor mehreren Spieltagen gesichert. Im Sportpark Höhenberg wechselte FCK-Cheftrainer Marco Antwerpen seine Mannschaft lediglich auf einer Position. Für den gelbesperrten Hendrick Zuck rückte Kenny Prince Redondo in die Startelf.

Überheblich und defensiv desolat

Die Partie begann zunächst mit Lautrer Sprechchören. Einige FCK-Fans hatten sich vor dem Stadion versammelt und ihre Mannschaft lautstark angefeuert. Auf dem Rasen gingen beide Mannschaften offensiv voran, den ersten Treffer markierten jedoch die Gäste aus der Pfalz. Pourié legt vor dem 16er ab auf Hanslik, der sich gekonnt freispielt und mit einem flachen Schuss aus 17 Metern ins rechte untere Eck trifft. Doch nur fünf Minuten später führte Viktoria bereits mit 2:1. Beide Male überwanden die Hausherren die Abwehr der Roten Teufel mit einem schnellen Schnittstellenpass, beide Male vollstreckte der ehemalige Lautrer Timmy Thiele per Lupfer. In der 32. Minute erhöhte Köln dann sogar auf 3:1. Wunderlichs Flanke erwischte Klefisch per Kopf. Keine Chance für Torhüter Spahic. Der FCK begann stark und vielversprechend, fiel dann jedoch vor allem in der Defensive komplett auseinander und machte es der Viktoria aus Köln deutlich zu einfach. Alle drei Tore der Hausherren resultierten aus einem haarsträubenden Defensivverhalten der Roten Teufel.

Das Remis erkämpft

Marco Antwerpen reagierte in gewohnt konsequenter Weise und brachte nach der Halbzeit gleich drei neue Spieler. Sessa, Huth und Senger kamen für Rieder, Sickinger und Pourié. Viel geschah auf dem Rasen im Sportpark Höhenberg allerdings nicht. Die Gästeabwehr stand inzwischen kompakter und ließ weniger zu, offensiv brachten die Lauterer mit Ausnahme einiger weniger Schüsse aus der zweiten Reihe allerdings kaum etwas zustande. In der 71. Minute dann plötzlich der Anschlusstreffer. Sessa und Redondo setzen sich im offensiven Zweikampf durch, der Ball landet bei Ouahim, dessen flach getretene Flanke Huth aus zentraler Position verwertet. Und auf einmal bliesen die Roten Teufel zum Angriff und belohnten sich dann auch mit dem Ausgleichstreffer in der 88. Minute. Sessa flankt scharf in den Strafraum, wo Hanslik goldrichtig steht und den Ball per Kopf über die Linie drückt. Am Ende blieb es bei diesem verrückten und zugleich leistungsgerechten 3:3 Unentschieden. Die Entscheidung in Sachen Klassenerhalt muss jedoch nochmal vertagt werden.


Viktoria Köln - 1. FC Kaiserslautern 3:3 (3:1)


Aufstellung FCK:

Spahic - Rieder ('46 Senger), Götze, Kraus - Hercher, Sickinger ('46 Sessa), Ouahim, Redondo - Zimmer ('71 Ritter), Hanslik - Pourié ('46 Huth)


Aufstellung VIK:

Mielitz - Koronkiewicz ('86 Kyere), Rossmann, Schultz, Holthaus ('22 Fritz) - Klefisch, Lorch, Risse, Wunderlich, Handle - Thiele ('74 Seaton)


Tore:

0:1 Hanslik (14. Minute), 1:1 Thiele (18. Minute), 2:1 Thiele (19. Minute), 3:1 Klefisch (32. Minute), 3:2 Huth (71. Minute), 3:3 Hanslik (88. Minute)


Kartenvergabe:

Klefisch | Senger, Hercher, Redondo, Kraus, Götze


Zuschauer:

Geisterspiel


Quelle: Treffpunkt Betze