Jean Zimmer: "Ein guter Tag für den Verein"

Die Stimmen zum Klassenerhalt: Ein guter Tag für den FCK!
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Der Dank gebührt an diesem Sonntag Nachmittag den Münchner Löwen, die sich im heutigen Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern einen Punkt erkämpft haben. Damit steht nun offiziell fest, dass der 1. FC Kaiserslautern die Klasse halten und damit auch den größtmöglichen Super-Gau abwenden wird. Für die Mannschaft der Roten Teufel, die sich das Münchner Stadtderby gemeinsam im Fritz-Walter-Stadion anschaute, fiel nach Abpfiff eine riesige Last ab.

Zimmer: "Das ist der FCK!"

"Jeder einzelne FCK-Fan ist in dieser Saison mindestens fünf Jahre gealtert. Es war sehr nervenaufreibend, hat sich dann aber mit dem Schlusspfiff alles entladen. Ein guter Tag für den Verein", kommentiert Kapitän Jean Zimmer den erlösenden Klassenerhalt wenige Momente nach dem Abpfiff in München. Spätestens mit der Niederlage in Magdeburg haben die wenigsten Anhänger und Experten an diesen Moment geglaubt. Der Abstieg in die Regionalliga schien besiegelt, die schwärzeste Stunde in der Vereinsgeschichte des FCK bahnte sich an. Umso glücklicker fühlt sich der Klassenerhalt an diesem Sonntag an. "Ich glaube, dass wir auf uns als Mannschaft extrem stolz sein können, weil uns alle abgeschrieben haben - jeden einzelnen Spieler und den ganzen Verein. Das Dankeschön gilt den Fans, die uns unterstützt haben, als wirklich keiner mehr an uns geglaubt hat. Das ist nicht selbstverständlich, das ist aber der FCK". Zimmer weist jedoch auch auf die große Last der letzten Wochen hin. "Was wir durchgemacht haben, was jeder einzelne Spieler durchgemacht hat, ist nicht einfach und wird sehr viele das ganze Leben lang begleiten".

Hercher: "Ich habe sehr viel geschwitzt"

Auch für den zuletzt stark aufspielenden Philipp Hercher fiel ein große Last ab. "Jetzt haben wir es geschafft. Und das hätten die wenigsten gedacht". Während des Spiels war die Anspannung aber noch groß, "so viel geschwitzt habe ich schon lang nicht mehr", gab Hercher schmunzelnd zu. Als der Schlusspfiff dann ertönte, war die Freude entsprechend groß. "Da sind auch ein paar Flaschen kaputt gegangen," so Hercher weiter.


Video: Kurz nach dem Schlusspfiff - Die Mannschaft feiert den Klassenerhalt

Layenberger: "Niemand hat sich mit Ruhm bekleckert"

Harald Layenberger, ehemaliger Haupt- und Trikotsponsor der Roten Teufel, äußerte sich in einem persönlichen Facebook-Post wenige Minuten nach Abpfiff in München ebenfalls darüber erfreut, "den Worstcase abgewehrt zu haben". Gleichzeitig mahnt er, dass eine euphorische Feier tunlichst vermieden werden sollte. "Man neigt ja oft dazu, in solchen Momenten der Erleichterung alles Schlechte schnell zu vergessen, aber erinnern wir uns, wir haben gerade die schlechteste Saison der Vereinsgeschichte gespielt". Layenberger hält eine "klare, kritische Analyse dieser total verkorksten Saison und das sich Hinterfragen jeder einzelnen Person, jeder Leistung und jeder getroffenen Entscheidung" für unabdingbar. Dabei erinnert der Unternehmer daran, dass es in der abgelaufenenen Saison vor allem an "Ehrlichkeit und Transparenz, aber hauptsächlich auch an Selbstkritik und Kompetenz" fehlte.


Quelle: Treffpunkt Betze