Rote Teufel nehmen hohe Pirmasenser Hürde

Der 1. FC Kaiserslautern steht im Verbandspokal-Viertelfinale. Gestern Abend setzte sich der Fußball-Drittligist beim spielerisch überzeugenden Regionalligisten FK Pirmasens mit 3:1 (2:1) durch.


Der FKP gab auch nach dem 1:3 nicht auf, hatte eine Reihe guter Möglichkeiten. Aber auch ein Elfmetergeschenk nach vermeintlichem Hainault-Foul an Sascha Hammann wusste Manuel Grünnagel nicht zu nutzen: Er scheiterte an der Torlatte (90. +3). „Ich glaube, er hat den Ball gespielt“, kommentierte Hammann die fragwürdige Strafstoß-Entscheidung, die aber für den Ausgang der Partie irrelevant war.


Der FCK dominierte zunächst, kombinierte ansehnlich, kam aber nicht zum Abschluss. Die erste Chance des Drittligisten hatte Florian Pick, sein Distanzschuss verfehlte das Ziel (14.). Eine Minute später parierte FKP-Schlussmann Benjamin Reitz einen kernigen Schuss Christian Kühlwetters. Die dritte Chance nutzte der FCK zur Führung: Von Julius Biada bedient, vollendete Elias Huth (15.). Vier Minuten später ließ Pick nach feinem Solo mit einem 16-Meter-Schuss das 2:0 folgen. Aber der FKP gab nicht auf, kämpfte sich zurück ins Spiel.


Nach der ersten Ecke, von Christian Grimm serviert, traf Hammann aus 16 Metern mit dem zweiten Torschuss des FKP zum Anschlusstreffer (22.). „Der Ball war unberechenbar, wurde ein, zwei Meter vor dem Tor noch abgefälscht“, sagte FCK-Schlussmann Grill. „Dass wir nach dem 2:0 vorerst nicht mehr ganz so dominant waren, hat sich der Gegner erarbeitet, das ist ja keine Karnevalstruppe“, betonte FCK-Stürmer Huth. Patrick Freyers Schuss parierte FCK-Torhüter Lennart Grill erst im Nachfassen (26.). Glück für die Lauterer, dass Florian Bohnerts Schuss an Hainault vorbei das Ziel verfehlte. Grill, weit aus dem Tor geeilt, hätte den Ball nicht erreicht (37.). Der Gegentreffer hatte die umformierte Lauterer Elf aus dem Takt gebracht. Im Vergleich zum 2:0 gegen Uerdingen hatte FCK-Coach Michael Frontzeck neun Positionen verändert. Übrig geblieben vom Samstag waren nur Hainault und Biada. Letzterer versemmelte die größte Chance, als er nach Picks Solo an fünf Gegnern vorbei den Ball weit über das Tor von Benjamin Reitz schlug (38.).


Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit musste Schiedsrichter Nicolas Winter die Partie kurz unterbrechen. Rauchschwaden nach einem Störfeuer Lauterer Bengalo-Freunde vernebelte die Sicht. Das nervte auch Stadionsprecher Peter Edrich: „Liebe Idioten! Bitte unterlasst das Abbrennen von Feuerwerk.“ Sehenswert das 1:3: Pick, der Solist, demonstrierte mit seinem Sonntagsschuss aus 18 Metern, dass er doch abschließen kann. „Es hat mich gefreut, dass es auch für mich persönlich so gut gelaufen ist“, betonte Pick.


Der Drittligist beherrschte das Spiel in der zweiten Halbzeit, aber Mads Albaek und Gino Fechner, zwei aus der Feinkostabteilung, wurden kaum torgefährlich. Gute Möglichkeiten zum Anschluss hatten Grimm (70.), Dennis Krob (74.) und Christopher Ludy (77.). Für die Glanzlichter sorgte der trickreiche Pick, nach dessen Alleingang Huth allein vor Reitz auftauchte und scheiterte (73.). Das konnte sich rächen, aber Ricky Pinheiro und Grimm scheiterten elf Minuten vor dem Ende an Grill.


Fatal, wie die Lauterer den FKP in der Schlussphase einluden, fahrlässig wie Fechner in der 81. Minute eine tolle Konterchance vermasselte. Anfängerhaft ließ sich Grill in der 83. Minute den Ball vom eifrigen Krob abluchsen, der das Geschenk nicht annahm. Der junge FCK-Torwart war dennoch froh, wieder Praxis sammeln zu können. „Fast 9000 Zuschauer, eine tolle Kulisse, so viele kommen zu manchem Zweitliga-Spiel nicht“, bemerkte Grill. „Wir wussten, dass es schwer werden würde“, sagte FCK-Kapitän Florian Dick, „aber es hat Spaß gemacht: schönes Ambiente, schönes Stadion.“ FCK-Trainer Michael Frontzeck war „im Großen und Ganzen zufrieden, auch wenn wir es besser ausspielen können“. Der FKP bewies bis zuletzt Klasse und Biss. „Wir haben uns in dem Rahmen bewegt, in dem wir uns im Moment bewegen können. Kompliment an mein Team“, sagte FKP-Trainer Peter Tretter. „Wir haben ein überragendes Spiel gemacht“, meinte FKP-Spielführer Marco Steil, „ich bin stolz, Kapitän dieser Mannschaft zu sein.“


So spielten sie


FK Pirmasens: Reitz - Grünnagel, Steil, Osee, Hammann - Becker, Cissé (57. Pinheiro) - Freyer, Grimm, Bohnert (65. Krob) - Ludy (78. Eichhorn)


1. FC Kaiserslautern: Grill - Dick (71. Schad), Hainault, Scholz, Sickinger - Kühlwetter (84. Zuck), Fechner, Albaek Pick - Huth, Biada (61. Bergmann)


Tore: 0:1 Huth (15.), 0:2 Pick (19.), 1:2 Hammann (22.), 1:3 Pick (60.)


Gelbe Karten: Becker, Freyer, Steil - Dick, Hainault, Huth


Beste Spieler: Freyer, Becker, Hammann - Pick, Albaek, Scholz


Zuschauer: 8890


Schiedsrichter: Winter (Freckenfeld).


-------




Quelle: Die Rheinpfalz


Antworten 6

  • Hab das Spiel leider nicht gesehen.Was ich aber nicht verstehe da steht dass Albaek kaum torgefährlich war und dann steht sein Name bei beste Spieler.Verstehe das nicht.

  • wenn man die ticker verfolgt hat,musste man auch zum schluss kommen,dass albeak kein gutes

    spiel gemacht hat.angeblich ne menge fehlpässe und kaum offensivaktionen.

    die bewertung hat die rp wohl mal wieder ausgewürfelt.

  • Ich war im Stadion,


    Albaek hat kein gutes Spiel gemacht, Fechner so la la.

    Was mal wieder festzustellen war, wir brauchen einfach zu viele Chancen um ein zu netzen.

    Beste Möglichkeiten wurden fahrlässig versemmelt.

    Pirmasens war teilweise richtig gefährlich und wir hatten in einigen Situationen glück nicht den Ausgleich fressen zu müssen, was dann hätte passieren können kann sich jeder ausmalen.

    Man merkte sehr deutlich das Fehlen von Löh , für mich momentan eine Bank in unserem Spiel.

    Egal, Hauptsache weiter, Mund abwischen und sich auf das nächste Spiel konzentrieren.

  • Albaek hat aber zumindest den Pass in den 16er auf Kühlwetter gespielt vor dem 1:0. Das war schon stark. Zur restlichen Leistung kann ich nichts sagen

  • es ging ja vornehmlich um die spieler aus der zweiten reihe,die sich gestern zeigen durften.


    von besuchern des spiels hat man halt lesen können,dass z.b.albeak durch einige fehlpässe

    und ballverluste nicht positiv aufgefallen ist.pick dagegen,soll ordentlich werbung für sich

    gemacht haben.

  • diabolo666


    Stimmt, aber für einen Spieler mit solch einer Vita muss über ein gesamtes Spiel über gesehen wesentlich mehr kommen.

  • Diskutieren Sie mit!