"Für die jetzige Lizenz wird ein Ankerinvestor keine Rolle spielen"

Wie die Verhandlungen mit Ankerinvestoren laufen, darüber hüllen sich die FCK-Bosse in Schweigen. Nach SWR-Informationen sollen im Januar weitere Gespräche der Stadtverwaltung mit einer Fondsgesellschaft stattfinden. Es handelt sich um jenen Investor, der schon länger als ein Jahr Interesse am Stadion hat und das Gelände um die WM-Arena bebauen will. Und der nach SWR-Informationen schon mehrere hunderttausend Euro in Vorplanungen investiert hat. Ein Projekt, das aber noch Jahre dauern kann.


"Wir stehen mit Ankerinvestoren, die auch das Stadionthema mit uns lösen wollen, in Gesprächen. Diese Gespräche werden im Januar fortgeführt", kommentiert Michael Klatt die Nachfrage vom SWR. "Es kann allerdings niemand seriöserweise sagen, ob dieser Prozess erfolgreich abgeschlossen wird. Es sind ja drei Parteien hier beteiligt, die Stadiongesellschaft, der Investor und wir. Die Interessenslagen sind nicht immer gleich", beschreibt Klatt die herausfordernde Aufgabe.


Geplant sind im unmittelbaren Umfeld des Stadions auch gewerbliche Anlagen und Wohngebäude. Doch kann ein solcher Ankerinvestor überhaupt bis zur Lizenzvergabe aktiv werden? "Wir müssen davon ausgehen, dass ein Ankerinvestor für die jetzige Lizenz keine Rolle spielt. Wir werden es mit aller Wahrscheinlichkeit nicht schaffen, bis März einen Ankerinvestor zu gewinnen. Das muss man ganz offen sagen", äußert sich Patrick Banf im Interview mit dem SWR.


Besteht demnach die Sorge und Befürchtung, dass der Verein Insolvenz anmelden muss? "Wir arbeiten jeden Tag hart daran, damit das nicht passiert. Wir haben einen Krisen- und Masterplan, allerdings habe ich auch drauf hingewiesen, dass heute niemand sagen kann, ob dieser Plan funktionieren wird", schätzt Michael Klatt die derzeitige schwere und unruhige Situation ein.