Coach Hildmann: Auf der Suche nach der neuen Nummer 1

Jahrelang brachten die Roten Teufel viele junge talentierte Torhüter hervor. Die meisten von ihnen genossen unter Gerry Ehrmann eine sehr gute und professionelle Ausbildung. Starke Leistungen zwischen den Pfosten führten dazu, dass auch andere namhafte Clubs aufmerksam wurden, beinahe jeder Torhüter der letzten Jahre verließ den Verein in Richtung Bundesliga.


Etwas anders sieht die Torhüter-Konstellation in dieser Drittliga-Saison aus. Jan-Ole Sievers und Lennart Grill unterschrieben nach dem Abstieg neue und für die dritte Liga gültige Verträge. Sievers wechselte im Sommer 2013 zum Betzenberg und durchlief in den vergangenen Jahren die U19- und die U23-Teams im Nachwuchsleistungszentrum, neben Marius Müller etablierte er sich als zweiter Torhüter. "Jan-Ole ist ein talentierter Torhüter, der sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt hat. Wir trauen Jan-Ole den nächsten Schritt zu", kommentierte Sportdirektor Boris Notzon die Vertragsverlängerung.


Lennart Grill wiederum wechselte im Jahr 2016 aus dem Nachwuchsleistungszentrum des FSV Mainz 05 an den Betzenberg und durchläuft seitdem die Torhüterausbildung beim FCK. Neben seiner ursprünglichen Stammposition bei der U19 stand er als dritter Torhüter der Lizenzmannschaft in den vergangenen beiden Jahren auch bereits zweimal im Zweitligakader des FCK. Für die zweite Mannschaft des FCK lief er zudem in der Regional- und Oberliga auf. „Wir sind sehr froh, mit Lennart Grill unseren aktuellen U-19 Nationaltorwart auch für die Dritte Liga halten zu können. Lennart ist ein großes Talent", äußerte sich Boris Notzon im vergangenen Mai.


Um beide noch recht jungen Torhüter zu stärken, entschied sich der FCK, mit Wolfgang Hesl einen dritten und erfahrenen Keeper zum Betze zu holen. Der 32-jährige wechselte ablösefrei von den Würzburger Kickers und bringt die Erfahrung von 19 Bundesligaspielen, 133 Einsätzen in der zweiten und 13 Einsätzen in der dritten Liga mit. Insgesamt absolvierte Hesl über 300 Partien für seine bisherigen Clubs.


Michael Frontzeck (Anm. d.R.: Lauterns ehemaliger Cheftrainer) entschied sich zu Saisonbeginn für Jan-Ole Sievers als neue Nummer 1, Lennart Grill und Wolfgang Hesl folgten als Torhüter Nummer 2 und 3. Sievers Leistungen in den ersten sieben Saisonspielen waren insgesamt sehr wechselhaft. Viele Fans sahen in Sievers nicht nur aufgrund einiger schwerer Fehler nicht den nötigen und sicheren Rückhalt für die Defensive der Roten Teufel. Dies belegt auch die durchschnittliche Kicker-Note (3,57), mit der Sievers abgeschlagen auf einem der letzten Plätze im Vergleich zu allen anderen Torhütern der dritten Liga liegt. Viel schlimmer wog jedoch Sievers Armverletzung, die er sich am 7. Spieltag im Heimspiel gegen Fortuna Köln zuzog.


Aufgrund sportlich schwieriger Ergebnisse entschied sich Michael Frontzeck für mehr Erfahrung zwischen den Pfosten. Als Ersatz für Jan-Ole Sievers bekam Wolfgang Hesl den Vorzug vor Lennart Grill. Doch auch seine Erfahrung brachte dem FCK nicht den erhofften und gewünschten Ertrag, denn auch Hesls Leistungen waren in den bisherigen 13 Saisonspielen insgesamt sehr wechselhaft (Kicker-Note: 3,46, Platz 20 der Torhüter-Tabelle).


Nun steht mit Sascha Hildmann ein neuer Chefcoach an der Seitenlinie. Im Trainingslager in Spanien will sich der gebürtige Lautrer für seine neue Nummer 1 entscheiden: "Hesl hat gute Spiele gemacht, Sievers ist wieder fit, ,,Lenni“ Grill ist sehr talentiert – ich bin im Austausch mit Gerry und will mir in der Vorbereitung und in den Tests einen Eindruck verschaffen und werde dann entscheiden", beschreibt Hildmann gegenüber der Rheinpfalz seinen Überlegungen.


Welchen der drei Torhüter seht ihr in der Pole-Position für die Rückrunde? Wer strahlt die notwendige Ruhe und Souveränität aus? Wer wäre der bessere Rückhalt für die kriselnde Defensive (30 Gegentreffer) der Roten Teufel? Diskutiert mit uns im Forum auf Treffpunkt Betze, wir sind gespannt auf eure Rückmeldungen.


Quelle: Treffpunkt Betze