Hildmann: "Uffem Betze is immer was los!"

Es war ein echter Nackenschlag - Mal wieder. Nachdem der Auftakt ins Jahr 2019 gegen Großaspach so gut geglückt war, fuhr der 1. FC Kaiserslautern mit breiter Brust nach Münster. Am Ende verlor man jedoch mit 0:2 nach einem schwachen Auftritt. Im Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen den Halleschen FC soll das wieder ganz anders laufen. Bislang konnte der FCK für diese Partie 16.550 Tickets absetzen, es sind also noch reichlich Restkarten verfügbar. Wie Sascha Hildmann die Partie angehen möchte, das verriet er heute den anwesenden Medienvertretern.


Sascha Hildmann über ...


die Personalsituation:

"Neben den Langzeitverletzten ist Mads Albaek noch im Aufbautraining. Wir hoffen, dass er für das Spiel in Karlsruhe wieder eine Option ist. Ansonsten sind alle verfügbar, Kevin Kraus und Hendrick Zuck haben auch wieder voll mittrainiert. Zu den Langzeitverletzten gibt es zu sagen, dass Dylan Esmel am Montag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen wird. Flavius Botiseriu ist noch im Aufbautraining, das dauert also noch etwas. Bei Lukas Spalvis sieht es leider gar nicht gut aus, er hat einen Rückschlag erlitten, sein Knie hat sich wieder bemerkbar gemacht".


"Wir brauchen eine riesen Portion Leidenschaft"


den Gegner und seinen "Matchplan":

"Halle hat im Moment einen richtig guten Lauf, sie haben sich gefunden, sind eine Einheit auf dem Platz. Sie spielen ein ähnliches System wie wir, oft ein 3-5-2 und sind so in der Defensive sehr kompakt. Dazu haben sie ein wahnsinnig schnelles Umschaltspiel, mit Spielern wie Braydon Manu links, sowie Ajani rechts. Dazu kommt vorne noch ein Patrick Sohm, den ich aus Großaspach noch gut kenne.

Für uns wird es ganz wichtig sein, dagegen zu halten, wieder die Aggressivität in unserem Stadion zu zeigen, die uns gegen Großaspach so stark gemacht hat. Wir müssen defensiv sehr konzentriert sein, dürfen diese Umschaltmomente nicht zulassen. Wir müssen die Zweikämpfe annehmen, dem Ball gnadenlos nachjagen und immer bereit sein in die Bälle reinzugehen und mit einer riesen Portion Leidenschaft Fußball zu spielen".


Taktisch variabel, mit Tendenz zur Dreierkette


eine mögliche Startelf und die taktische Ausrichtung:
"Ich bin natürlich als Trainer immer froh, wenn ich wieder mehrere Optionen habe. Natürlich ist Kevin Kraus für unser Abwehrspiel wichtig, genauso kann Hendrick Zuck als linker Pendler fungieren, ebenso Janek Sternberg, also da ist vieles möglich und noch vieles offen. Taktisch haben wir jetzt beide Systeme, sowohl mit Dreier- als auch Viererkette, installiert. Wir haben in fünf Spielen, in denen ich jetzt Trainer bin, vier Gegentore bekommen, haben drei mal zu Null gespielt. Wir waren also defensiv in beiden Formationen sehr stabil. Am Samstag ist mein Favorit wahrscheinlich wieder die Dreierkette, aber wir werden sehen, das kann sich auch manchmal noch sehr schnell ändern".


Halles neuen Spielmacher und FCK-Rückkehrer Christian Tiffert:

"Christian Tiffert kenne ich noch von früher. Er ist ein riesen Fußballer, kann tolle Standards ausführen. Er ist ein Leader und kann durchaus Spiele alleine entscheiden. Auch auf ihn müssen wir höllisch aufpassen".


seine Erwartungen an die Mannschaft und in die restliche Saison:

"Ich habe von Anfang gesagt, dass wir die Spiele, die jetzt kommen, als Entwicklungsschritt für die Spieler sehen wollen und müssen. Ich finde es fatal, wenn man sagt der "Drops sei gelutscht". Die Runde ist noch so lang, es sind noch 17 Spiele zu spielen und wir wollen davon möglichst viele Spiele gewinnen".


die fehlende Konstanz:

"Das ist in der Tat ein Problem. Wir haben gegen Großaspach eine tolle Leistung gezeigt, fahren mit breiter Brust nach Münster und verlieren dann dieses Spiel. Das hat uns weh getan, aber du musst immer wieder aufstehen. Wir gewinnen natürlich gerne, aber wir müssen auch alle zusammen verlieren lernen. Natürlich ist es auch eine Kopfsache. Wenn ich andere Mannschaften sehe, die in der letzten Minute noch ein Spiel gewinnen, so weit sind wir noch nicht. Dahin müssen wir auch kommen".


die Schlagzeilen rund um den FCK abseits des Sportlichen:

"Uffem Betze is immer was los, das kennt jeder (lacht). Natürlich ist das auch Thema in der Mannschaft, aber es prallt an ihr ab. Das muss es auch. Jeder muss sich auf seinen Job konzentrieren. Natürlich ist immer ein bisschen Trubel bei uns, aber es beeinflusst uns nicht".


die neuen Vorstände Wilfried de Buhr und Andreas Buck:

"Mich freut das natürlich, wenn ein ehemaliger Spieler wie Andreas Buck so eine Aufgabe übernimmt. Wilfried de Buhr kenne ich noch aus meiner Zeit als Spieler, habe ihn aber noch nicht persönlich kennen gelernt. Mich freut einfach , wenn es solche Strukturveränderungen gibt und die dann greifen".


Quelle: Treffpunkt Betze


Die Pressekonferenz im Videostream: